Autosalon Genf

Mercedes dreht auf

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Daimler-Boss Dieter Zetsche präsentiert das „neue Raubtier“ auf dem Genfer Autosalon, das AMG GT Concept. 

Es läuft und läuft und läuft – das Geschäft bei Mercedes. Im vergangenen Jahr knackten die Stuttgarter die Zwei-Millionen-Marke beim Absatz, noch nie wurden so viele Fahrzeuge verkauft.

Der gute Stern, der über dem Konzern steht, strahlt von Jahr zu Jahr heller, denn Steigerungsraten gibt es nicht nur seit sechs Jahren in Folge, sondern Daimler-Boss Dieter Zetsche hat das eigentlich erst für 2020 angepeilte Ziel zum absatzstärksten Premiumhersteller der Welt schon jetzt erreicht. Die Modelloffensive geht weiter – mit den beiden letzten Vertretern der E-Klasse und einem kühnen Ausblick.

Erster Blick - Mercedes AMG GT Concept

Konservativ und behäbig war vorgestern. Mindestens. Die neuen Modelle von Mercedes zählen schon seit Jahren eher zur Avantgarde. Seit AMG allerdings zur konzerninternen Speerspitze für Sportwagen aufgestiegen ist und Chefdesigner Gorden Wagener so richtig Gas geben darf, sind neue Mercedes-Modelle aufregend und waghalsig, sickenlose Blechkleider (ohne Vertiefungen), die durch geschickte Lichtspiegelungen statt durch übertriebene Kanten ihre wahre Form zeigen.

So wie die neueste gerade eben in Genf vorgestellte Diva: Der AMG GT Concept, der dritte von AMG entwickelte Sportwagen nach SLS und AMG GT. Ein kühnes Coupé mit vier Türen, wenn man so will, ein neues Familienmitglied in der GT-Familie, die gerade erst ein Facelift bekommen hat und mit den Modellen GT C Coupé und GT C Cabrio ergänzt wird.

Mercedes AMG GT Concept.

Aber zurück zum „neuen Raubtier“, wie Daimler-Boss Dieter Zetsche den GT Concept bezeichnet hat. Das Tier bedient sich unter der Haube und im Antriebsstrang bei der Formel 1. Das heißt, hier wird hybrid mit einem 4,0-Liter-V8-Biturbo und einer Elektromaschine beschleunigt. Zusammengenommen kommt der GT so auf eine Systemleistung von 800 PS und einen Beschleunigungswert von unter drei Sekunden von null auf Tempo 100. Damit tritt er in der Liga der Supersportwagen an.

Das ist ein Ding! Mercedes-AMG GT Concept

Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Das Wetter spielt beim Mercedes-AMG GT Concept wohl kaum eine Rolle, die Zukunft dagegen schon.  © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Zum 50. Mercedes-AMG Jubiläum zeigen die Affalterbacher auf dem Genfer Autosalon mit dem Mercedes-AMG GT Concept wohin die Reise gehen soll. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Das Mercedes-AMG GT Concept hat vier Türen und Hybrid-Power. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Ein V8-Benzinmotor und eine Elektromaschine leisten gemeinsam 600 kW. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Damit sprintet das Mercedes-AMG GT Concept in weniger als drei Sekunden von null auf Tempo 100. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Das Mercedes-AMG GT Concept ist zwar noch ein echtes Showcar. Doch es gibt laut Mercedes schon Design-Hinweise auf das kommende Serienmodell. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Mini-Kameras an den Seiten ersetzen beim Mercedes-AMG GT Concept die Außenspiegel. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Schmale Heckleuchten im AMG GT Look beim Mercedes-AMG GT Concept. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Über den Frontscheinwerfer gibt es beim Mercedes-AMG GT Concept nun laufende Blinklichter. © Mercedes
Mercedes-AMG GT Concept mit Hybrid-Power.
Mit der flache Dachlinie und den rahmenlosen Seitenscheiben soll das  Mercedes-AMG GT Concept dynamisch wirken. © Mercedes

Erster Eindruck - E-Klasse Cabriolet

Ist denn jetzt wirklich schon Schluss? Mit dem Cabriolet rundet Mercedes die neu E-Klasse-Familie nach oben ab. Das edle Spielzeug hat das gut situierte Ehepaar ab 50 im Auge, das wegen der zu erwartenden oder schon vorhandenen Enkelkinder ein größeres Cabriolet bevorzugt. Größer ist es auf alle Fälle schon mal als sein Vorgänger, weil 13 Zentimeter länger und sieben Zentimeter breiter. 

Wie es sich gehört, bevorzugt das E-Cabrio passend zur (Ober-)Klasse ein Stoffdach mitsamt Glassscheibe, das sich in 20 Sekunden bis zu Tempo 50 entfaltet. Ausgestattet mit Airscarf (Nackenheizung) und Aircap (Windschottsystem) soll das Cabrio das ganze Jahr Laune machen und auf der ganzen Welt einsetzbar sein. Den schwedischen Winter haben die Testfahrer mit geöffnetem Verdeck und dem Vernehmen nach ganz ohne Erkältung überstanden. Ein Cabrio fürs ganze Jahr und für überall, nur schneien und regnen darf es halt nicht.

Ein Raumwunder ist das E-Cabrio jedenfalls, wie man bei einer ersten Sitzprobe erfahren konnte. Auch Menschen im Bereich von 1,85 Meter Körperlänge haben bequem Platz, das gilt auch für die hintere Sitzreihe.

Motorisiert wird aus dem Konzernprogramm, ob es auch ein echtes AMG-Modell gibt oder „nur“ die E43-Variante, das ist noch nicht heraus.

Das Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet.

Erste Fahrt - E-Klasse Coupé

Das Cabrio rollte gerade über den Laufsteg beim Genfer Automobilsalon, wir rollten schon mit dem neuen Coupé der E-Klasse über die Straßen. Erster Eindruck: Noch nie war eine E-Klasse so fahraktiv, noch nie war eine E-Klasse so selbstständig. Und noch nie war ein E-Klasse-Coupé so charakteristisch. 

Letzteres liegt vor allem an den beiden schlanken, schon fast nur angedeuteten Powerdomes auf der Fahrzeughaube, die auch das Cabriolet übernommen hat, im Inneren fallen bei Coupé und Cabrio die eigens für diese beiden Fahrzeuge entwickelten Luftdüsen auf, die an Miniturbinen oder an die Schaufeln eines Turbos erinnern. So viel zum Design, das auch dank der rahmenlosen Seitenscheiben als kraftvoll-elegant zu bezeichnen ist. 

Technisch ist das Coupé der Limousine alleine schon wegen des geringeren Gewichts (minus 100 Kilo) überlegen, dazu wurde das Fahrwerk deutlich sportlicher ausgelegt. Wer sein Coupé mit dem Mehrkammer-Luftfedersystem Air Body Control ausstattet, wird feststellen, dass die 2261 Euro Aufpreis gut investiert sind in das Fahrverhalten. Denn damit fährt man mit fast schon chirurgischer Präzision in die Kurven rein und raus, und manchmal stellt man sich die Frage: Wieso einen Sportwagen kaufen, das E-Coupé reicht völlig und hat auch noch mehr Platz. 

Das neue Mercedes-Benz E-Klasse Coupé.

Rennwagen-Feeling im Mercedes E-Klasse Coupé

Um ein bisschen Rennwagen-Feeling zu haben, sollte man schon, nur wenn es der Geldbeutel hergibt, auf den 333 PS starken V6-Benziner zurückgreifen, der aber im Vergleich zum günstigsten E 200 (184 PS, 135 g Co2/100 km) um rund 15.000 Euro teurer ist und knapp 65.000 Euro kostet. Während der kleine Vierzylinder in 7,8 Sekunden von null auf 100 spurtet, liegt der E 400, den es nur als Allrad gibt, bei 5,3 Sekunden (183 g CO2/km). 

Schön fahren, sportlich fahren und autonom fahren, auch da ist man beim E-Coupé gut aufgehoben. Wie die Limousine auch überholt das Auto selbstständig auf Autobahnen und schert auch wieder ein. Hier werden sogar Langstrecken zum echten Fahrspaß.

Perfekte Manieren! Das Mercedes E-Klasse Coupé

Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
In absoluter Bestform: Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist sportlich und elegant. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé präsentiert sich standesgemäß. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Länger und breiter: Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist nun rund 4,82 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,43 Meter hoch. © Mercedes
Mercedes E-Klasse Coupé: Im Cockpit gibt es auf Wunsch ein XXL-Display.
Im Cockpit gibt es auf Wunsch ein XXL-Display.  © Mercedes
Lange Motorhaube und muskulöses Heck prägen das Mercedes E-Klasse Coupé.
Lange Motorhaube und muskulöses Heck prägen das Mercedes E-Klasse Coupé. Auf die B-Säule wurde verzichtet. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Der Sportgrill mit Stern sitzt beim neuen Mercedes E-Klasse Coupé recht tief. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Zum Marktstart im Frühjahr 2017 stehen zunächst ein Diesel- und drei Benzinmotoren mit einer Leistung von 184 PS (135 kW) bis 333 PS (245 kW) zur Wahl. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Die Preise für das neue Mercedes E-Klasse Coupé starten bei 45.000 Euro.  © Mercedes
Mercedes E-Klasse Coupé (2017) LED-Rückleuchten.
Flache LED-Leuchten am Heck. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Beim Öffnen des Fahrzeugs gehen die LEDs des Schlusslichts sukzessive von der Fahrzeugmitte nach außen an. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Im Vergleich zum Vorgänger ist das Coupé in der Länge um 12,3 Zentimeter gewachsen. In der Breite hat das Modell 7,4 Zentimeter zugelegt. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Schwungvolle Linien bestimmen das Design beim Mercedes E-Klasse Coupé. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé parkt auf Knopfdruck selbständig ein. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Puristisches Design: das neue Mercedes E-Klasse Coupé rollt im Frühjahr auf den Markt. © Mercedes
Das neue Mercedes E-Klasse Coupé ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen.
Vier Personen haben im neuen Mercedes E-Klasse Coupé locker Platz. © Mercedes
Blick unter die Haube beim neuen Mercedes E-Klasse Coupé.
Blick unter die Haube beim neuen Mercedes E-Klasse Coupé. © Mercedes

RDF

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