Elektro-Auto

Mercedes eröffnet mit dem Elektro-Auto "EQC" die Jagd auf Tesla

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Wir haben uns in Stockholm den neuen Mercedes EQC genauer angeschaut.

Jaguar und vor allem Tesla bedienen schon länger den Markt für Elektro-Autos. Jetzt zieht Mercedes nach und stellt in Stockholm den EQC vor. Wir haben uns den SUV angeschaut.

"Das ist der Mercedes unter den Elektrofahrzeugen" – so präsentierte Daimler seinen Aufbruch in die Zukunft gestern in Stockholm. Mit dem EQC stellten die Stuttgarter in der schwedischen Hauptstadt ihr erstes rein elektrisch betriebenes Serienmodell vor und eröffneten damit die Jagd auf Tesla und Jaguar. "Jetzt legen wir den Schalter um", sagte Daimler-Boss Zetsche kämpferisch. Wir haben uns den EQC vor Ort ganz genau angesehen.

Mercedes EQC: Halb GLC, halb SUV mit Coupezügen

Schon von Außen signalisiert das Fahrzeug, dass es anders ist als die anderen. Ein SUV mit Coupezügen, halb ein Mercedes GLC, aber auch nicht ganz so wuchtig wie ein GLE. Ein Zwitterwesen, das Mercedes-Chefdesigner Gorden Wagener als "Vorreiter einer avantgardistischen Elektro-Ästhetik" bezeichnet. Besonders auffällig ist der schwarze Kühlergrill mit dem Stern in der Mitte, der zusammen mit den integrierten Scheinwerfern und einer Lichtleiste ein mächtiges Statement abgibt.

Auf dem Hinterteil prangt eine durchgehende Lichtleiste, an der Schürze unten werden dezent wie zwei Zitate aus der Vergangenheit die natürlich nicht mehr vorhandenen Auspuffendrohre angedeutet, Innen drin ist dieser Elektro-Mercedes ganz Avantgarde. Große Bildschirme mit dem sprachgesteuerten MBUX-System, Zierleisten wie die Kühlrippen eines HiFi-Verstärkers, goldfarbene Regler. Digitaloptik im Retro-Design.

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Von 0 auf Tempo 100 in 5,1 Sekunden

Der Antrieb besteht aus zwei Elektromotoren von je 204 PS (Drehmoment 765 Nm). Sie sorgen für eine Beschleunigung von 5,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100, bei 180 km/h wird abgeregelt. Dabei sind die beiden Aggregate so ausgerichtet, dass das auf der Vorderachse mehr für den schwachen bis mittleren Lastbereich zuständig ist, der hintere Motor sorgt für die dynamischen und damit emotionalen Momente beim Fahren.

Die beiden Elektromotoren des Mercedes EQC beschleunigen das Auto in 5,1 Sekunden auf 100 km/h.

Das Gefühl in einem Sportwagen unterwegs zu sein, wird noch durch den tiefen Schwerpunkt verstärkt, den die Batterie markiert. Sie ist unter der Fahrgastzelle eingebaut und hat ein Fassungsvermögen von 80 Kilowattstunden. Diese Technik macht den EQC aber auch schwer: Rund 2,5 Tonnen wiegt die elektrische Wuchtbrumme im Leerzustand.

Mercedes EQC: Reichweite bis zu 400 Kilometer

Dafür mach der E-Benz einen ordentlichen Sprung bei den Ladezeiten: Schon nach 20 Minuten soll der EQC wieder 80 Prozent seiner Kapazität haben. Die Reichweite soll nach der neuen WLTP-Zertifizierung bei 400 Kilometern liegen, der Verbrauch ist als günstig einzustufen: Die beiden E-Motoren sollen auf 100 Kilometern 22,2 Kilowattstunden (kw/h) "schlucken", was sich bei einem Preis von 29 Cent pro Kilowattstunde Strom derzeit auf Verbrauchskosten von 6,40 Euro pro 100 Kilometer aufsummieren würde. Das wäre dann so, also ob man rund fünf Liter Diesel bräuchte, allerdings ganz ohne die direkten Emissionen eines Verbrennungsmotors auszustoßen. Die CO2-Bilanz liegt beim EQC natürlich bei 0.

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Absolute Stille im Mercedes EQC

Beim Komfort schlägt der EQC jedes herkömmliche Modell. Abgesehen davon, dass der Antrieb naturgemäß schon sehr leise ist, haben die Techniker mit aufwendigen Entkoppelungsmaßnahmen für fast schon Totenstille im Fahrgastraum gesorgt.

Dank einer per Handy-App gesteuerten Vollklimatisierung steigt man im Winter in ein warmes Auto. Auch den Scheibenkratzer kann man sich getrost sparen. Und im Sommer ist es im Auto bereits angenehm kühl, wenn man einsteigt, so dass die morgendliche Dusche im aufgeheizten Auto nicht schon in Sekundenschnelle überflüssig wird.

Der Bord-Computer im EQC lässt sich per Sprache steuern. Dabei kann das System sogar zwischen Fahrer und Beifahrer.

Bei der Digitaltechnik setzt Daimler auf das sprachgesteuerte und bereits in der A-Klasse eingesetzte MBUX-System, das jetzt – noch ein wenig verfeinert – sogar die Stimmen von Beifahrer und Fahrer unterscheiden kann. Damit es beim Kampf um die Fahrzeug-Innentemperatur nicht zum babylonischen Sprachgewirr kommt, sondern dass jeder die von ihm gewünschte Klimatisierung bekommt.

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Mercedes EQC muss sich gegen Tesla und Jaguar behaupten

Aber wer sind nun die Konkurrenten des neuen EQC von Mercedes? Im Premium-Segment ist sie noch nicht so groß, dafür aber stark und vor allem sie wächst: Tesla hat mit den Modellen S, X und 3 schon drei Fahrzeuge im Markt. Der Jaguar IPace hat so eine starke Nachfrage, dass man Wartezeiten hat wie weiland bei Daimler in den Siebziger Jahren und auch Audi hat schon mit der Produktion seines E-Tron begonnen.

Jetzt könnte man sagen, dass Mercedes mit seinen Elektro-SUV zumindest ein Alleinstellungsmerkmal hat. Aber auch hier fährt die Konkurrenz bald mit: BMW will mit dem elektrifizieren iX3 ebenfalls 400 Kilometer Reichweite haben und steht schon in den Startblöcken.

Der Mercedes EQC muss sich gegen die starke Konkurrenz von Tesla und Jaguar behaupten.

So wie Daimler mit weiteren Modellen: Die halten sich streng an der Nomenklatur des Konzerns. Vom kompakten EQA bis hin zum noblen EQS. Jetzt kommt es nur noch auf die Preise an und auf die Infrastruktur, wie stark sich die Elektromobilität durchsetzt. Was das Geld angeht, so will man bei Daimler, wie man hört, moderat in den Markt einsteigen. Mit einem Preis ab 60.000 Euro für den EQC würde man auf alle Fälle die Jagd auf Tesla, Jaguar und Co im Premium-Segment mit einem guten Schachzug eröffnen.

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Rudolf Bögel

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen.
Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen. © Kreispolizeibehörde Viersen
Die Raser-Taube hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können.
Die "Raser-Taube" hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können. © Stadt Bocholt
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen.
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen. © Polizei Essen
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Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden. © Polizei Dortmund
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Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen. © Polizei Dortmund
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
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Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt.    © dpa
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