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Mercedes: Hybrid-Akku gibt Geist auf – Tausch kostet mehr, als das Auto wert ist

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Von: Simon Mones

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2018 kaufte sich der Brite Ranjit Singh einen gebrauchten Mercedes E 300 BlueTec Hybrid. Nur vier Jahre später sorgt ein kaputter Akku für einen teuren Werkstattbesuch.

Leicester (Großbritannien) – Wer sich derzeit ein neues Auto kauft, steht zwangsläufig vor einer entscheidenden Frage: Verbrenner, Elektro oder doch Hybrid? Immer mehr Menschen entscheiden sich in diesem Fall für eine der letzten beiden Optionen. So auch Ranjit Singh, wie 24auto.de berichtet.

Der Brite entschied sich 2018 dafür, der Umwelt etwas Gutes zu tun und kaufte sich einen Hybrid. Da er schon immer Mercedes-Fahrer war, fiel seine Wahl laut „Leicestershire Live“ auch dieses Mal auf ein Fahrzeug mit dem Stern: einen gebrauchten E300 BlueTec Hybrid aus dem Jahr 2014.

Mercedes: Hybrid-Akku gibt Geist auf – Mega-Rechnung folgt

Doch allzu lange hielt die Freude über den gebrauchten Mercedes-Benz nicht an, denn die E-Klasse musste wegen des Hybridsystems in die Werkstatt. Dort erklärte man Singh, dass der Akku das Ende seiner Lebensdauer erreicht habe – nach grade einmal acht Jahren.

Ein E300 BlueTec Hybrid, stehend. (Symbolbild)
Die Kosten für den Akku-Tausch bei der E-Klasse übersteigen deren Restwert. (Symbolbild) © Daimler AG

Als wäre das nicht schlimm genug, präsentierte die Werkstatt dem Briten eine Mega-Rechnung. Denn der Tausch der Batterie soll 15.000 Pfund (rund 17.700 Euro) kosten. Zuzüglich der Kosten für den Einbau. Das Problem: Der Restwert der Hybrid-E-Klasse beträgt in Großbritannien lediglich rund 14.000 Euro.

Mercedes: Hybrid-Akku gibt Geist auf – EU plant einheitliche Garantie

Doch Singh dürfte nicht der einzige Mercedes-Kunde sein, der nun vor der Frage steht, ob er den Akku tauschen lässt oder das Auto verschrotten und ein neues kauft. Denn gegenüber der „Bild“ bestätigten die Stuttgarter die horrende Summe für eine neue Batterie. Mercedes ist jedoch nicht der einzige Hersteller, der sich Reparaturen der Batterie teuer bezahlen lässt. Auch Tesla ruft oft utopische Summen für Reparaturen auf, die in anderen Werkstätten wesentlich günstiger gehen. Ein Tesla-Besitzer entschied sich deswegen sogar dazu, sein Model S zu sprengen.

Doch möglicherweise könnte dieses Problem bald der Vergangenheit angehören, denn wie die „Bild“ berichtet, arbeitet die EU an einer einheitlichen Akku-Garantie. Der Entwurf sieht vor, dass die Batterien innerhalb von fünf Jahren oder 100.000 Kilometern nicht mehr als 20 Prozent der Kapazität verlieren dürfen. Nach acht Jahren oder 160.000 Kilometern liegt der Wert bei 30 Prozent.*24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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