Autonomes Fahren

Mercedes schlägt Tesla – und bringt den bislang besten Autopiloten

Autonome Mercedes S-Klasse, getarnt, auf der Autobahn
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Autonom über die Autobahn: Diese Mercedes S-Klasse kann es schon.

Erstmals bietet ein Hersteller ein autonomes System nach Level 3 an: Bald fahren Mercedes S-Klasse und EQS von allein über die Autobahn. Nur das Tempo ist noch ziemlich beschränkt.

Stuttgart – Mit dem ersten System auf dem sogenannten „Level 3“ will Daimler näher am autonomen Fahren sein als jeder andere Autobahn-Assistent – und dieses schon Ende des Jahres in der Mercedes S-Klasse und kurz darauf in der Elektro-Limousine EQS anbieten. Zwar sind die Entwickler noch am Feinschliff und haben den Verkauf bisher nicht freigegeben, doch klappt das Ganze schon so gut, dass Entwicklungs-Ingenieur Jochen Haab zum ersten Mal einen Gast auf den Fahrersitz lässt. Und statt mithilfe der Navigation um den Stuttgarter Stop-and-Go-Verkehr herumzukurven, schickt er den Testwagen mittenrein. Wie gut der Autobahn-Piliot von Mercedes funktioniert, verrät 24auto.de*.

Knapp ein halbes Jahr, nachdem Deutschland als erstes Land den gesetzlichen Rahmen für die nächste Stufe des autonomen Fahrens abgesteckt hat, will Mercedes mit seiner neuer Autonomie-Funkiton auf die Poleposition. Allerdings hat die Sache noch einen Haken: So erlaubt die Politik die Level-3-Systeme aktuell nur auf der Autobahn im zähfließenden Verkehr bis Tempo 60 – und ohne automatischen Spurwechsel. Vorerst taugt es also vor allem als Stau-Assistent. Und weil der Hersteller zum ersten Mal die Verantwortung für mögliche Fahrfehler übernimmt, ist Mercedes entsprechend streng: Bei Nacht und Nebel, ja sogar bei Nieselregen, quittiert der Drive Pilot ebenso den Dienst. Dazu kontrolliert das Auto, ganz wie bei Tesla, per Innenkamera ständig die Einsatzbereitschaft des Fahrers für Notfälle. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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