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Andere Länder, andere Regeln: Das sollten Motorradfahrer beachten

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Von: Ludwig Krammer

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Gleichgesinnte unter sich: Um in der Motorradgruppe sicher unterwegs zu sein, müssen schon vor Fahrtbeginn klare Regeln besprochen werden.
Gleichgesinnte unter sich: Um in der Motorradgruppe sicher unterwegs zu sein, müssen schon vor Fahrtbeginn klare Regeln besprochen werden. © ifz

Bevor Sie sich mit Ihrem Motorrad auf Urlaubstour begeben, sollten Sie sich auf die Vorschiften im Ausland vorbereiten und Ihre Maschine überprüfen.

Nachdem die vergangenen Wochen zum Vorbräunen und für die ersten Motorradkilometer unter sommerlichen Bedingungen genutzt werden konnten, steht nun für viele die schönste Zeit des Jahres an: die Sommer- und Urlaubssaison.

Klar, dass viele Motorradfahrer die freie Zeit nutzen und ausgiebige Ausfahrten planen oder endlich die Urlaubstour auf zwei Rädern starten. Das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) liefert Tipps für sichere Touren und deren Planung.

Vor der Fahrt die Ausrüstung überprüfen

Ob in der Gruppe oder solo, die besonderen Fahrten „mit Sack und Pack“ bedingen auch einen besonderen Umgang mit der Maschine. Aus Gründen der Sicherheit sollte sich jeder Motorradfahrer mit einigen Aspekten eingehend im Vorfeld beschäftigen. Dazu gehört der technische Zustand der Maschine, das Gepäck, die Fahrstrecke, gegebenenfalls das Fahren in der Gruppe und schließlich auch die Regelungen in anderen Ländern.

Nicht nur wichtig für den Motorradurlaub, sondern Grundregel: das Motorrad muss in einem einwandfreien Zustand sein. Hier gelten die gleichen Kriterien wie beim Saisonstart. Wer auch nur den geringsten Zweifel daran habe, dass sein Motorrad zu hundert Prozent fit ist, sollte den Urlaubscheck von der Fachwerkstatt erledigen lassen, so die Empfehlung der Fachleute.

Fahrbericht: Die mit dem Teufel tanzt – Ducati XDiavel S.

Nicht mehr als 400 Kilometern auf Landstraßen

Was sonst noch unter sicherheitsrelevanten Aspekten für den Motorradsommer 2018 gilt, können Biker im Sommer-Spezial des Instituts für Zweiradsicherheit unter www.ifz.de vertiefen. Darin gibt es zahlreiche Infos über die Vorbereitung bis hin zu Hinweisen für unterwegs.

Unter anderem weisen die Experten darauf hin, dass sich – je nach Fahrerkonstitution und Wetterlage – niemand überschätzen sollte. Das ifz empfiehlt pro Tag nicht mehr als 400 Kilometer auf gut ausgebauten Landstraßen. Werden die Strecken sehr kurvenreich sollte die Tagesdosis bei 200 bis 300 Kilometern liegen.

Bei jeder Pause genug trinken

Auf der Autobahn können es bei günstigen Witterungsverhältnissen auch mal 600 bis 800 Kilometer sein. Jeder Tankstop und jede Pause sollten genutzt werden, um sich ein wenig die Beine zu vertreten und natürlich auseichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um das Konzentrationsvermögen aufrecht zu halten.

Damit der Motorradurlaub, ob allein oder in der Gruppe, bestmöglich gelingt, hat das ifz zusätzlich die Broschüre „Team Touring – Gruppenerlebnis & Motorradreisen“ neu aufgelegt.

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Unterschiedliche Regeln für Motorradbekleidung

Eine kleine Vorschau zu den Regelungen in anderen Ländern: Motorradbekleidung in Form einer kompletten Montur müssen Motorradfahrer beispielsweise in Belgien tragen. In Frankreich reicht es – zumindest dem Gesetzgeber –, wenn neben dem Helm zertifizierte Handschuhe zum Einsatz kommen.

Dass zum Motorradfahren natürlich immer eine entsprechende Ausrüstung von Kopf bis Fuß gehört, sollte an dieser Stelle aber sowieso klar sein, egal ob gesetzlich geregelt oder nicht.

Im Gegensatz zu deutschen Regelungen ist auch das Mitführen einer Warnweste, die bei einer Panne oder einem Unfall übergezogen werden muss, beispielsweise in Luxemburg, Frankreich und Spanien Pflicht. Dazu schreiben einige Länder auch das Mitführen eines Warndreiecks oder von Verbandmaterial vor.

Spezifische Tempolimits, Informationen über Umweltzonen, oder wo im Stau vorbeigefahren werden darf, sind in der ifz-Länderliste enthalten, die ebenfalls online unter www.ifz.de abrufbar ist.

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LK/ifz

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