Fahrbericht

Groß im Trend: Kymco People GT 300i

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Kymco People GT 300i ist ein solider Allrounder – für den Alltag und große Reisen.

Roller mit großen Rädern garantieren angenehmes Reisen. Und: Roller mit 300 Kubikzentimeter-Motor sind sehr angesagt. Demnach muss der Kymco People GT 300 der Hit sein. Wir haben den überarbeiteten Taiwan-Scooter getestet.

Es ist eine Menge Roller, die da vor einem steht. Ein üppiges Plastikkleid, eine ausladende Sitzbank, 16-Zoll-Räder vorn und hinten und ein Topcase gehören zu Kymcos Reisegefährt. Der Fahrer hat ausreichend Platz für Füße, Knie und Hinterteil, sofern er nicht viel größer als 1,80 Meter ist und maximal Schuhgröße 44 hat. Ganz entspannt sitzt man am Lenker und blickt auf ein übersichtliches, aber in Bezug aufs Design nicht gerade wegweisendes Cockpit.

Sachlichkeit ist Trumpf, das ist aber beileibe kein Nachteil. Unter der Sitzbank ist wegen des dort platzierten Tanks nur ein kleines Staufach für Handy, Geldbeutel und ein paar Dokumente – alternativ kann man diese Kleinigkeiten im Fach in der Verkleidung unterbringen. Das größere Gepäck kommt darum ins serienmäßige, fest verschraubte Topcase, das mit dem Zündschlüssel geöffnet wird.

Unterwegs mit dem Kymco People GT 300i

Der laufruhige Einzylinder mit 29 PS Leistung bringt den 183 Kilogramm schweren Roller ordentlich auf Trab, ohne sportliche Ambitionen zu haben – die man aber bei diesem komfortorientierten Roller auch nicht erwartet. Beim Ampelsprint ist der People 300 vorne mit dabei, innerstädtisch und außerorts erfreut das Aggregat durch seine Souveränität. Auch auf der Autobahn macht der Kymco Laune, erreicht und hält die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h problemlos und macht auch an Steigungen nicht schlapp. Dank des Radstandes von 145 Zentimetern läuft er stoisch geradeaus und lässt sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen.

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Abseits des Betonbandes kommen die Vorteile der großen Räder zum Tragen. Der Kymco folgt brav der gewählten Linie, braucht aber bisweilen wegen des Radstandes eine nachdrücklichere Ansage, um sauber um die Kurven zu kommen. Das stört aber nicht, denn von einem Reiseroller erwartet man schließlich keine sportlichen Höchstleistungen. Darum fällt es auch nicht negativ ins Gewicht, dass man eine gewisse Unruhe im Fahrwerk verspürt, wenn man auf nicht optimalem Straßenbelag etwas forsch Gas gibt, und dass in schnell gefahrenen Linkskurven der Hauptständer aufsetzt. Einfach ein bisschen langsamer fahren, dann ist Ruhe im Karton.

Gute Spiegel und bequeme Sitzposition

Die Bremsen passen sich dem Gesamtbild an: Sie verzögern sicher und gut, aber keinesfalls bissig. Dazu ist ein fester Griff notwendig, dann aber wird die vorwärtsgerichtete Energie sehr wirkungsvoll und dennoch beherrschbar vernichtet. Für die Spiegel gibt es ebenfalls Lob, sie zeigen viel und vibrieren kaum, was gut für das Sicherheitsgefühl ist.

Auf längeren Touren kommt der Komfort zum Tragen: Der Fahrer schätzt die bequeme Sitzposition samt dickem Polster, den ordentlichen Wind- und Wetterschutz und die gute Ergonomie. Einen kleinen Gag haben sich die Designer fürs Cockpit einfallen lassen: Nachts beziehungsweise bei der Fahrt durch Unterführungen oder im Tunnel leuchtet um den Tachometer ein roter Ring. Nervig ist dagegen, dass die Reserveanzeige schon reichlich früh zum Nachfüllen mahnt.

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Preis des Kymco People GT 300i

Der von uns ermittelte Verbrauch von 3,8 Litern auf 100 Kilometern gereicht dem Tourenroller zur Ehre, nicht jedoch, dass der Behälter für den Kraftstoff mit neun Litern Fassungsvermögen viel zu klein dimensioniert ist. Zum Nachfüllen muss die Sitzbank geöffnet und hochgeklappt werden. 4.899 Euro kostet der Kymco People GT 300i beim Händler und ist damit eines der attraktivsten Angebote in der angesagten 300er-Klasse.

Fazit

Wer einen soliden Allrounder will, mit dem man sowohl im Alltag als auch auf der großen Reise nichts falsch machen kann, sollte sich beim Kymco-Händler den Großrad-People genauer ansehen.

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Volker Pfau

Technische Daten

Motor

flüssigkeitsgekühlter

Einzylindermotor mit 299 ccm Hubraum

Leistung

29 PS (21 kW) bei 7.500 U/min

Drehmoment

30 Nm (bei 6250 U/min)

Höchstgeschwindigkeit

130 km/h

Radstand

1.450 mm

Sitzhöhe

790 mm

Gewicht (vollgetankt)

183 Kilogramm

Tankinhalt

9 Liter

Testverbrauch

3,8 Liter

Preis

4.899 Euro

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Goldene Zeiten: Der Bestand an Motorrädern wächst, bei immer mehr Menschen gilt Motorradfahren wieder als cool. Foto: BMW
Goldene Zeiten: Der Bestand an Motorrädern wächst, bei immer mehr Menschen gilt Motorradfahren wieder als cool. Foto: BMW © BMW
BMW K 1600 Grand America mit 118 kW/160 PS zu Preisen ab 25 070 Euro. Foto: BMW
BMW K 1600 Grand America mit 118 kW/160 PS zu Preisen ab 25 070 Euro. Foto: BMW © BMW
BMW F 850 GS mit 70 kW/95 PS zu Preisen ab 11 700 Euro. Foto: BMW
BMW F 850 GS mit 70 kW/95 PS zu Preisen ab 11 700 Euro. Foto: BMW © BMW
Benelli TRK 502 mit 35 kW/48 PS für ab rund 6000 Euro. Foto: Benelli
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Supersportler mit rund 158 kW/214 PS: Ducati Panigale V4 für mindestens 22 000 Euro. Foto: Ducati
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Ducati Multistrada 1260 Pikes Peak mit 116 kW/158 PS zu Preisen ab 23 900 Euro. Foto: Ducati
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Ab rund 13 000 Euro: Die Ducati Scrambler 1100 mit 63 kW/86 PS. Foto: Ducati
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Retrobike mit 82 kW/111 PS: Die Kawasaki Z900 RS zu Preisen ab 11 650 Euro. Foto: Kawasaki
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Die Honda CB 300 R mit 23 kW/31 PS ist ab 5090 Euro zu haben. Foto: Honda
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Honda CB 1000 R mit 107 kW/145 PS zu Preisen ab 13 290 Euro. Foto: Honda
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Seine Africa Twin CRF1000L mit 70 kW/95 PS verkauft Honda zu Preisen ab 13 290 Euro. Foto: Honda
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Die Husqvarna Vitpilen 701 kommt mit 55 kW/75 PS zu Preisen ab rund 10 000 Euro zu den Bikern. Foto: Rudi Schedl/Husqvarna
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Straßenmaschine mit bis zu 77 kW/105 PS: Die KTM 790 Duke ab rund 11 000 Euro. Foto: KTM/dpa-tmn
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Retroanleihen: Die Suzuki SV650X leistet 56 kW/76 PS und kostet ab circa 7000 Euro. Foto: Suzuki
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1200-ccm-Zweizylinder mit 57 kW/77 PS: Triumph Bonneville Speedmaster. Foto: Triumph
1200-ccm-Zweizylinder mit 57 kW/77 PS: Triumph Bonneville Speedmaster. Foto: Triumph © Triumph
Tiger-Duo auf Tour: Die Triumph Tiger 1200 XC kommt mit 104/141 PS zu Preisen ab 17 800 Euro. Foto: Triumph
Tiger-Duo auf Tour: Die Triumph Tiger 1200 XC kommt mit 104/141 PS zu Preisen ab 17 800 Euro. Foto: Triumph © Triumph
Kommt voraussichtlich im Juli zu noch unbekannten Preisen auf den Markt: Das Dreirad Niken von Yamaha mit rund 85 kW/115 PS. Foto: Yamaha
Kommt voraussichtlich im Juli zu noch unbekannten Preisen auf den Markt: Das Dreirad Niken von Yamaha mit rund 85 kW/115 PS. Foto: Yamaha © Yamaha
Reichweite mit einer Batterieladung: Zwischen 170 und 260 Kilometer im E-Motorrad Zero DS ZF14.4. Foto: zero
Reichweite mit einer Batterieladung: Zwischen 170 und 260 Kilometer im E-Motorrad Zero DS ZF14.4. Foto: zero © zero
Luxusgleiter: Die Gold Wing Tour mit 93 kW/126 PS verkauft Honda zu Preisen ab 31 990 Euro. Das Basismodell ist ab 25 990 Euro erhältlich. Foto: Honda
Luxusgleiter: Die Gold Wing Tour mit 93 kW/126 PS verkauft Honda zu Preisen ab 31 990 Euro. Das Basismodell ist ab 25 990 Euro erhältlich. Foto: Honda © Honda

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