Sportlich oder Retro-Optik

Motorradtypen: So finden Sie das passende Modell

Sporttourer: kompakte, vollverkleidete Motorräder mit sportlicher Sitzposition wie die Honda VFR 800. 

Motorrad im Custom-Stil: Für die R-nineT-Reihe bietet BMW ein großes Zubehörprogramm an. 

Motorrad mit Muskeln: Großer Hubraum und hohes Drehmoment kennzeichnen Muscle Bikes wie die Triumph Rocket III. 

Chopper-Klassiker: Die Softail-Modelle von Harley-Davidson.

Einen klassischen Auftritt legen neue Maschinen wie die Triumph Bonneville Bobber hin.

Supermoto: leichte, spartanische Motorräder wie die KTM 690 SMC.

Ab ins Gelände: Dafür eignen sich Enduros wie die KTM 690 Enduro R.

Allrounder: Nicht spezialisierte Maschinen mit vielen Fähigkeiten wie etwa die Honda CB 500 F. 

Crossovermodelle kennzeichnen zum Beispiel eine höhere und aufrechtere Sitzposition wie bei der Ducati Multistrada.

Bei den Supersportlern wie der Ducati 1299 Superleggera steht die Dynamik unverkennbar im Vordergrund.

Retro-Bike: Die Ducati Scrambler ist ein neues Motorrad mit einer Optik, die an klassische Maschinen erinnert.

Nackte Tatsachen: Ein typisches, unverkleidetes Naked-Bike ist die Ducati Monster.

Die BMW 1200 GS gehört zu den große Reiseenduros. Foto: Arnold Debus/BMW/dpa-tmn

Vollverkleidet für die große Reise: Reisetourer wie die BMW K 1600 GTL.

Custom-Bikes, Chopper, Enduro und Sportler - Motorrad ist nicht gleich Motorrad. Die Auswahl ist groß. Für jeden Einsatz gibt es das passende Zweirad. Hier finden Sie eine kleine Typenkunde.

"Derzeit gibt es einen Trend zu individuellen, puristischen Motorrädern. Der Bereich des klassischen Motorradtyps und Maschinen mit Retro-Optik zeigt deutliche Zuwächse", sagt Matthias Haasper vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Sportliche Motorräder führen zwar den Markt nach wie vor an, gefolgt von geländegängigen Motorrädern, sogenannten Enduros. Aber unverkleidete und leichtere Maschinen auf Basis neuester Technik seien stark im Kommen.

Bike für die Freizeit oder für den Alltag?

Doch wie lässt sich das passende Modell finden? "Bei der Motorradwahl geht es zunächst um die persönlichen Vorlieben sowie um die Frage des Einsatzzwecks", sagt Haasper. Freizeit oder Alltag, allein oder zu zweit? Soll das Bike auch fürs Gelände oder eine lange Urlaubsreise taugen? Insbesondere Einsteiger müssten die Eigenschaften des jeweiligen Modells im Auge behalten.

Gibt es ein Motorrad für Anfänger?

"Generell tun sich die meisten Anfänger mit leichteren und kompakteren Maschinen leichter, die bei einem breiten Lenker eine relativ aufrechte Sitzposition ermöglichen", sagt Ruprecht Müller vom ADAC. Meist seien diese Maschinen leicht zu steuern und verzeihen auch mal unpräzises Fahren. Er nennt Enduros, Supermotos, leichte Tourer und Naked Bikes als Beispiele. Weniger geeignet erscheinen Cruiser und Chopper, selbst wenn ihre Sitzhöhen niedrig sind. Das mag zwar ein besseres Gefühl für die Straße vermitteln. Beim heutigen Verkehrsaufkommen mit den vielen Geländewagen und SUVs sei es sicherer, wenn der Augenpunkt möglichst hoch liegt - ganz gleich auf welcher Maschine.

Auch Jürgen Bente vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat rät zu Allrounder-Motorrädern. "Ein Anfängermotorrad sollte nicht unbedingt eine hochbeinige Enduro oder eine schwere Maschine sein", sagt er. Der Fahrer sollte entspannt sitzen können. "Wenn sich die Fahrer auf der Maschine nicht wohl fühlen, wird es keine gute Beziehung werden. Da kann die Maschine noch so toll aussehen", sagt Bente.

"Die Vielfalt und Auswahl an unterschiedlichen Maschinen war noch nie so groß wie derzeit", sagt Müller. Er kategorisiert Motorräder in folgende Typen mit Beispielen.

Diese Motorradtypen gibt es

Tipps für den Motorradkauf

Das Motorrad muss zur jeweiligen Körpergröße passen und der Fahrer möglichst aufrecht sitzen können. "Wenn das Motorrad zu groß ist, kann es für den Fahrer gefährlich werden. Bei zu kleinen Maschinen wird es schnell unbequem", sagt Matthias Haasper vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz). 

Fahrer ermitteln die richtige Größe, indem sie im Stand beide Füße auf den Boden stellen. Dabei sollten sie sich nicht verrenken und bequem sitzen. Eine gute Handlichkeit ist gegeben, wenn das Gewicht des Motorrades nicht zu hoch ausfällt. Neben einem ausführlichen Probesitzen sollte eine Probefahrt obligatorisch sein. "Grundsätzlich sollte man nur ein Motorrad fahren, das man auch handeln kann."

dpa/tmn

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