Fahrerflucht

Nach Unfall mit Car-Sharing-Auto immer Polizei anfordern

+
Nutzer von Car-Sharing Angeboten sollten auch bei kleineren, selbstverursachten Schäden am Leihwagen die Polizei rufen. Foto: Martin Gerten

Car-Sharing setzt auf flexible Mobilität in Großstädten. Doch wie verhält man sich als Fahrer, wenn man einen Schaden am Leihfahrzeug verursacht?

Berlin (dpa/tmn) - Wer mit einem Car-Sharing-Auto unterwegs ist, muss nach einem Unfall immer die Polizei hinzuziehen. Das gilt auch dann, wenn kein anderer Verkehrsteilnehmer beteiligt war und nur Schaden am Mietfahrzeug entstanden ist.

Andernfalls droht Ärger wegen Unfallflucht, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Laut einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten (Az.: 297 Gs 47/18) liegt Unfallflucht dann vor, wenn ein Schaden "an fremden Sachen" entsteht. Fahrer von Car-Sharing-Wagen haben entsprechend bei einem Unfall eine Feststellungspflicht gegenüber dem Fahrzeug-Vermieter - insbesondere deshalb, weil durch das Modell des Car-Sharings mit Abgabe an beliebigen Orten keine Kontrolle bei einer Rückgabe des Fahrzeugs stattfindet.

Im verhandelten Fall war ein Mieter eines Car-Sharing-Fahrzeugs auf einer Stadtautobahn mit der Leitplanke kollidiert, dabei entstand Schaden am Auto. Der Mann entfernte sich ohne Feststellung seiner Personalien durch die Polizei vom Unfallort. Als Folge drohte ihm der Führerscheinentzug, wogegen er sich vor Gericht wehrte - letztlich erfolglos.

Urteil in der Datenbank des Amtsgerichts

Auch interessant

Meistgelesen

BMW-Fans entsetzt: So übel wurde einem X6 mitgespielt
BMW-Fans entsetzt: So übel wurde einem X6 mitgespielt
Ihn gab es nur 24 Mal: Seltener Aston Martin nach 50 Jahren wiederentdeckt
Ihn gab es nur 24 Mal: Seltener Aston Martin nach 50 Jahren wiederentdeckt
Für dieses Kennzeichen zahlt ein Mann über 40.000 Euro
Für dieses Kennzeichen zahlt ein Mann über 40.000 Euro
DIY-Ferrari: Dieser Oldtimer muss vom Käufer erst noch zusammengebaut werden
DIY-Ferrari: Dieser Oldtimer muss vom Käufer erst noch zusammengebaut werden

Kommentare