Der kleine Crossover

Der Nissan Juke Nismo: Bissig nur von außen

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Außergewöhnlich rassig oder einfach hässlich – der Nissan Juke polarisiert die Autofans. Ein „Dazwischen“ gibt es nicht. Jetzt könnte die Fangemeinde noch einmal wachsen.

München - Außergewöhnlich rassig oder einfach hässlich – der Nissan Juke polarisiert die Autofans. Ein „Dazwischen“ gibt es nicht. Jetzt könnte die Fangemeinde noch einmal wachsen.

Weil dem kleinen SUV aus Japan eine Portion Extraschärfe verpasst wurde. Auch optisch, vor allem aber unter der Motorhaube, kündigte Nissan an. Die Japaner beginnen Mitte Februar mit der Markteinführung mehrerer Tuning-Modelle ihrer Motorsporttochter Nismo. Den Anfang macht – Sie ahnen es – der Juke. An dieser Stelle erfolgt ein kleines Outing: Der Autorin dieser Zeilen gefällt der Juke optisch gut. Schon als „Normal“-Variante, der Nismo noch mehr. Kräftig und muskulös steht der aufgemotzte Kleine da (4,16 Meter lang, 1,77 Meter breit und 1,56 Meter hoch), angriffslustig wie ein Kampfhund, der von der Leine gelassen werden will. „Leg dich nicht mit mir an“, signalisieren die voluminöse Motorhaube, die serienmäßig roten Außenspiegel samt gleichfarbiger Außenlinie sowie der Spoiler. Damit dürfte auch der Kampf um die letzte Parklücke in der Innenstadt zu gewinnen sein. Innen gibt’s Nismo- Sportsitze, Alcantara und einen roten Tacho.

Hält der Kleine, was er sogroßspurigverspricht? Nun, es ist schon verwunderlich, dass die Nissan-Tuner gerade mal zehn PS im Vergleich zum bisher stärksten Juke mit 190 PS draufgelegt haben. Mit seinen 200 PS und einem maximalen Drehmoment von 250 Nm ergibt das ein Plus von mageren fünf Prozent im Vergleich zum Topmodell. Der Sprintwert von null auf 100 km/h beträgt 7,8 Sekunden, das ist nur 0,2 Sekunden schneller. Die Höchstgeschwindigkeit mit 215 km/h und der Verbrauch mit 6,9 Litern pro 100 km bleibt sogar unverändert. Dafür soll der Nismo-Käufer aber mindestens 26 400 Euro investieren – das sind 2400 Euro mehr, als für das bisherige Topmodell. Wer Allradantrieb möchte und Automatik dazu muss 3000 Euro drauflegen.

Kein Zweifel: Das Fahren des gepimpten Mini-SUV, der dem Mini John Coopers Works zu gern ein paar Kunden streitig machen möchte, macht Spaß. Man sitzt ausgezeichnet – allerdings nur vorn. Schön wäre eine Sitzheizung gewesen. Hinten ist der Platz des Fünfsitzers äußerst beschränkt. Ein Sitzriese hat Mühe, nicht nur Beine, sondern auch den Kopf unter dem Dach des coupéartigen Wagens so unterzubringen, dass es keine blauen Flecken und Beulen gibt. Und der Kofferraum? Welcher Kofferraum, möchte man erstaunt ob der 251 Liter fragen.

Immerhin: Wer die Rückbank nicht braucht, kann auf bis zu 830 Liter erweitern. Da passen dann auch schon mal ein oder zwei ordentliche Koffer rein.

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Lamborghini Veneno Roadster
Die Wahl der Farben ist wohl eine Frage der Emotion. Gerade beim Auto. Wer fährt welche Farbe und wie wirkt sie? Der Aspekt Sicherheit spielt für den Käufer keine große Rolle mehr. Rot gilt als Signalfarbe wirkt frech und sportlich. Allerdings nimmt das menschliche Auge Rot in der Dämmerung kaum war. © Lamborghini
Mazda3
Rot ist jedoch die ideale Auto-Farbe für Leute die aufallen möchten. Der Fahrer ist impulsiv und kontaktfreudig. Auch legt er sich gerne mal an und trägt Zweikämpfe aus. © Mazda
Auto Farbe Lack
Je nach Dunkelheit des Grau (von silbergrau bis graphit) setzt sich die Farbe schwer gegen die Straße ab. Die Entfernung eines grauen Wagens wird leicht überschätzt. Daher sind graue Fahrzeuge häufig in Unfälle verwickelt.  © Hersteller
Auto Farbe Lack
Die Farbe Silber verspricht Sinn für Stil. Doch wer diese Farbe wählt, hält sich auch für etwas Besseres.  © Hersteller
Auto Farbe Lack
Gelb ist wohl die auffälligste Farbe im Straßenverkehr und wirkt auch in der Dämmerung. Wer auch im Leben nicht übersehen werden will, wählt gelb. Der strahlende Ton ist etwas für Individualisten und Optimisten.  © Hersteller
Auto Farbe Lack
Babyblau und Hellblau wirken leicht und lassen manche schweren Modelle jedoch auch weniger stabil wirken.  © Hersteller
Auto Farbe Lack
Ein zuverlässiger und vorausschauender Typ bevorzugt Hellblau. Der Fahrer gilt als Team-Player, doch leider auch als phantasielos. © Hersteller
Auto Farbe Lack
Vornehm, frisch und dynamisch - das steht für Blau. Die perfekte Wahl für eine Diplomaten-Karossen oder ein Dienstfahrzeug. Denn Blau wirkt etwas weniger erhaben als Schwarz. Charakter des Fahrers bzw. Chauffeurs: Team-Player, doch leider auch phantasielos. © Hersteller
BMW Z4
Braun steht für Bourgeoisie: Die Töne gelten als undynamisch und bürgerlich. Vielleicht liegen die Brauntöne deshalb bei Fahrern der höheren Preisklasse im Trend.  © BMW
Auto Farbe Lack
Dunkles Orange, Rostbraun, Schwarzbraun und das Gold der Erde strahlen dagegen Sicherheit und Wohlgefühl aus.  © Hersteller
Auto Farbe Lack
Beige ist besonders in der Nacht leicht erkennbar. Die Farbe wird als leicht, sportlich und auch fromvergrößernd wahrgenommen. Der Farbpsychologen beschreibt den Fahrer jedoch als introvertiert mit einer Neigung zu Depressionen. © Hersteller
Auto Farbe Lack
Schwarz verleiht einem Wagen mehr Gewicht, Vornehmheit und Seriösität. Der Fahrer gilt als autoritär, selbstbewußt, ehrgeizgetriebener Erfolgsmensch. Die Farbe demonstriert Macht, doch verzichtet der Fahrer auch mal großzügig auf die Vorfahrt. © Hersteller
Caterham Aero Seven
Der Fahrer ist auf alle Fälle kontaktfreudig, löst sich vom Statusdenken und ist offen für Neues. © Caterham
Grün gilt als sicher, leicht und naturfroh. Es ist eine echte Sommerfarbe, denn im Winter kann hellgrün auch giftig wirken. 
Grün gilt als sicher, leicht und naturfroh. Es ist eine echte Sommerfarbe, denn im Winter kann hellgrün auch giftig wirken.  © Auto-Medienportal.Net
Auto Farbe Lack
Weiße Autos werden bei jeder Witterung gesehen, doch wirken weiße Modelle leichter. Der Fahrer gilt als unauffällig, sensibel, zurückhaltend und pflichtbewusst. Sie waschen häufig ihre Wagen und beachten die Straßenverkehrsordnung. © Hersteller
Jaguar XJR
Mehr zum Thema Farbe, Wirkung und die Charaktereigenschaft des Fahrer finden Sie im Internet unter www.farbeundleben.de © Jaguar

Doch zurück zum Cockpit: Die Instrumente sind gut ablesbar und intuitiv zu bedienen, die Schaltwege des Sechsganggetriebes kurz und knackig. Der Zwerg geht gepflegt ab, die Beschleunigung ist okay, das Fahrwerk straff und die Kurvenlage ausgezeichnet. Da gibt es wenig bis nichts zu meckern. Im Gegenteil, da kommt Freude auf.

Im Straßenbild dürfte der Juke Nismo dennoch eine Seltenheit bleiben: Nissan selbst kalkuliert für das laufende Jahr mit 210 verkauften Einheiten. Für den Herbst stellen die Japaner eine weitere Variante mit 218 PS in Aussicht.

Bessere Aussichten könnte die Nismo-Variante des schicken Sportwagens 370Z haben. Die Leistung des Coupés, das im Sommer kommen soll, wird ebenfalls um fünf Prozent auf 344 PS angehoben werden.

Katrin Basaran

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