Etwas anderer Stromer

Polestar 2 im Test: Darin unterscheidet sich das E-Auto von VW, Audi und Co.

Polestar 2, fahrend
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Schlanke Limousine statt SUV: Der Polestar 2 gibt sich außergewöhnlich.

Als Limousine ist der Polestar 2 auch mit Basismotorisierung eine Ausnahme unter den Elektroautos. Unsere Testfahrt enthüllt klare Vor- und Nachteile gegenüber der Konkurrenz.

Göteborg (Schweden) – Der Polestar 2 ist bislang überaus sportlich unterwegs: Mit 300 kW/408 PS, üppigen 660 Newtonmetern und Allradantrieb ist das Akku-Mobil bis zu 205 km/h schnell – aber mit einem Listenpreis von über 56.000 Euro auch zu teuer für viele Interessenten. Daher ist es keine Überraschung, dass die gemeinsame Tochter von Volvo und dessen chinesischem Eigner Geely jetzt eine passende Basisversion nachzieht: Der Einsteiger für 45.500 Euro wird allein über die Vorderachse angetrieben und leistet daher „nur“ rund die Hälfte. Mit 165 kW / 224 PS und 330 Nm fährt er in einer Liga mit vielen anderen Modellen von VW, Audi, Škoda, Hyundai oder Mercedes.

Der Unterschied bleibt die Karosserieform, denn während die Wettbewerber nahezu komplett auf Crossover und SUV setzen, ist der 4,61 Meter lange Polestar 2 eine sportlich positionierte und sehenswerte Mittelklasse-Limousine. Optisch ist die Basisversion nicht von der deutlich kraftvolleren Variante mit zwei Motoren zu unterscheiden. Natürlich zieht das Einstiegsmodell nicht so wild los wie der große Bruder, aber mit dem vom Start weg verfügbaren Drehmoment von 330 Nm geht es durchaus dynamisch ans Werk. Aus dem Stand spurtet das E-Auto in 7,4 Sekunden auf Tempo 100, die bei 160 km/h abgeregelte Höchstgeschwindigkeit passt ins elektrische Zeitalter. Die Fahrwerksabstimmung bleibt für ein Fahrzeug dieser Klasse indes zu straff.

Für viele Kunden ist die Basisversion flott genug, gerade weil auch die Reichweite bis zum nächsten Ladestopp nach rund 410 Kilometern nur knapp unter den 450 Kilometern des Topmodells liegt. Zudem gibt es die Basisausführung nicht nur mit dem kleineren 64-kWh-Akkupaket, sondern auch mit der Long-Range-Batterie, die die 78 kWh der 408-PS-Variante bietet und dann 231 PS spendiert. Dann muss bei kommoder Fahrweise erst nach 540 Kilometern nachgetankt werden. Vermissen kann man aber die angetriebene Hinterachse, denn selbst beim mittleren Beschleunigungen an der Ampel zuckt es spürbar in der Lenkung und die Antriebskräfte werden von der Elektronik in Millisekunden reduziert. Kein großes Ding, aber eben durchaus störend. Da zeigen sich die Vorteile des Heckantriebs der Einstiegsmodelle von Škoda Enyaq und VW ID.4. Den kompletten Test des Polestar 2 mit 224 PS lesen Sie auf 24auto.de*. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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