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Porsche Taycan GTS Sport Turismo im Test: So fährt sich der Express-Kombi

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Porsche fächert seine Taycan-Familie weiter auf. Limousine und Cross Turismo bekommen einen Bruder: den Sport Turismo – zunächst nur als GTS-Version.

Stuttgart – Die Lücke, die sich der 4,96 Meter lange Shooting Brake aus Zuffenhausen sucht, ist klein – zugegeben sehr klein. Denn nur kleine optische Details unterscheiden ihn vom bekannten Cross Turismo, der dezente Offroad-Gefühle weckt. Der bis zu 440 kW / 598 PS starke Porsche Taycan GTS Sport Turismo ist daher etwas für Individualisten mit einem Herz fürs schicke Kombiheck. Viel mehr Platz als in der Limousine bietet der Laderaum in normaler Bestuhlung zwar nicht, sieht aber einfach gut aus. Doch hinter der sich elektrisch öffnenden Heckklappe gibt es bei umgeklappten Rücksitzen eine deutlich vergrößertes Ladevolumen von bis zu 1.212 Litern. Ansonsten können 446 Liter genutzt werden, was ein zehnprozentiges Plus zum Viertürer bedeutet. Für viele Kunden wohl noch wichtiger: Frisur oder Kopfbedeckung müssen im Fond des Sport Turismo nicht leiden, denn es gibt im Vergleich zur Coupélimousine knapp fünf Zentimeter mehr Kopfraum, wie 24auto.de berichtet.

Fahraufnahme eines Porsche Taycan GTS Sport Turismo
Nur kleine optische Details unterscheiden den Porsche Taycan GTS Sport Turismo vom bekannten Cross Turismo. © Porsche

Porsche Taycan GTS Sport Turismo im Test: So fährt sich der Express-Kombi

Doch das Dach bietet nicht nur mehr Freiheit über der eigenen Haarpracht, sondern auch Hightech. Das große Panoramadach schützt vor übermäßiger Sonneneinstrahlung und kann durch eine schaltbare Folie aus Flüssigkristallen von klar auf matt wechseln. So werden die Insassen vor störender Blendung geschützt, der Innenraum aber nicht verdunkelt. Dabei ist das Sonnendach in neun Segmente unterteilt, die auf Wunsch einzeln geschaltet werden können. (Porsche Vision Gran Turismo: Darum ist der Playstation-Renner so wichtig für die VW-Tochter)

Blick in den Innenraum eines Porsche Taycan GTS Sport Turismo
Das Panoramadach des Porsche Taycan GTS Sport Turismo lässt sich per Knopfdruck von klar auf matt schalten. © Porsche

Porsche Taycan GTS Sport Turismo im Test: Gewaltiges Drehmoment von 850 Nm

Bei den Fahrleistungen und dem Fahrverhalten gibt es zwischen Taycan GTS und Taycan GTS Sport Turismo keine nennenswerten Unterschiede. Im normalen Fahrbetrieb leistet der elektrische Powerkombi 380 kW / 517 PS. Im Overboost stehen kurzzeitig jene bis zu 440 kW / 598 PS zur Verfügung, die auch die Limousine bietet. Imposanter als die Motorleistung an sich ist das gewaltige Drehmoment von maximal 850 Nm, das aus jedem Tempo für gewaltigen Schub sorgt, der via Allradantrieb an die beiden Achsen transferiert wird. (Polizei-Porsche von Techart soll die Straßen sicherer machen)

Es sind weniger die Fahrleistungen, die einen Käufer zum mindestens 132.786 Euro Taycan GTS Sport Turismo ziehen werden, denn die 440 kW / 598 PS bringen unter dem Strich kaum mehr Sportlichkeit als ein Taycan 4S. Aus dem Stand geht es in 3,7 Sekunden auf Tempo 100, bei 250 km/h ist Schluss mit dem Vortrieb. Im normalen Fahrbetrieb wird die stattliche Motorleistung an die Hinterachse mit ihrer zweistufigen Übersetzung übertragen, während ein Teil bei dynamischer Kurvenfahrt oder Traktionsproblemen an die Vorderachse gebracht wird. Keine Überraschung, dass der Taycan GTS Sport Turismo seine Insassen mit einem brachialen Schub verwöhnt und es bisweilen so erscheint, als hätte er keine 2,3 Tonnen Leergewicht auf den Rippen. (Versteigerung: Dieser Porsche Carrera GT könnte ein Schnäppchen werden)

Fahraufnahme eines Porsche Taycan GTS Sport Turismo
Wer einen Porsche Taycan GTS Sport Turismo sein Eigen nennen möchte, muss mindestens 132.786 Euro auf den Tisch legen. © Porsche

Porsche Taycan GTS Sport Turismo im Test: Maximale Reichweite von 490 Kilometern

Das Akkupaket mit seiner Kapazität von 93,4 kWh reicht dabei für maximal 490 Kilometer – bei einem in Aussicht gestellten Normverbrauch von 21 bis 24,1 kWh pro 100 Kilometer. Maximal kann der Schwabe wie alle seine Brüder mit bis zu 270 Kilowatt laden und braucht am heimischen 11-kW-Anschluss neun Stunden, um komplett zu erstarken. An der Schnellladesäule vergehen rund 20 Minuten, um den Akku auf 80 Prozent zu bringen. Für mehr Reichweite sorgt die große Bremsleistung, die der Taycan bietet, denn ein großer Teil der Verzögerung geschieht ohne die eigentliche Bremsanlage – die Rekuperation schiebt über das Bremspedal mit zu 275 Kilowatt zurück ins Akkupaket.

Technische Daten Porsche Taycan GTS Sport Turismo
Motor/Getriebe/AntriebE-Motor / Zweiganggetriebe an der Hinterachse / Allradantrieb
Leistung/Drehmoment440 kW (598 PS) / 850 Nm
Batteriekapazität93,4 kWh
Vmax/0–100 km/h250 km/h / 3,7 s
Normverbrauch21 – 24,1 kWh / 100 km
Leergewicht2.310 kg
Ladevolumen81 Liter (vorne) / 446/ 1.212 Liter (hinten)
Basispreis132.786 Euro

Porsche Taycan GTS Sport Turismo im Test: Verbesserte Lenkungskennlinie

Das Fahrwerk bietet mit seiner variablen Luftfederung ebenfalls das sportlich abgestimmte Paket, dass man vom Taycan bestens kennt. An die Lenkungskennlinie müssen sich gerade Sportwagenfahrer etwas gewöhnen, doch hier haben die Schwaben seit dem Taycan-Start spürbar nachgebessert. Den Unterschied zum Taycan 4S macht weniger das Fahrgefühl, sondern die Optik mit Kombiheck und den Insignien aus der GTS-Schublade. Schwarze Elemente an Außenspiegeln, Schwellern und Lufteinlässen heben ihn vom Taycan 4S ebenso ab wie das serienmäßige Sport-Chrono-Paket und Aluräder mit 20 oder 21 Zoll großen Reifen.

Im Innenraum genießen die Insassen bequeme Lederstühle mit Alcantara-Elementen an Türtafeln und dem Armaturenbrett, das sich gerade in Verbindung mit den Kontrastnähten sehenswert präsentiert. Zum Start ist die GTS-Version die einzige Möglichkeit, einen Porsche Taycan Sport Turismo zu bewegen. Doch schon im Frühjahr soll nachgelegt werden und auch die anderen Motorvarianten kommen nach Vorbild des Cross Turismo zum Kunden. (Stefan Grundhoff/press-inform) *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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