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Risiko Alkohol

1,1-Promille-Grenze für Radfahrer kommt

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Immer öfter sind Radfahrer in schwere Unfälle verwickelt. Besonders oft ist jedoch auch Alkohol im Spiel.

Wer betrunken mit dem Rad nach Hause fährt, könnte künftig härter bestraft werden: Die Verkehrsminister diskutieren von Mittwoch an über eine Senkung der Promillegrenze für Radfahrer.

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern erwägen eine moderate Absenkung der Promillegrenze für Radfahrer. „Wir müssen das Machbare versuchen“, sagte Ressortchef Thomas Webel (CDU) aus Sachsen-Anhalt vor Beginn der zweitägigen Verkehrsministerkonferenz an diesem Mittwoch in Suhl. Die Konferenz soll eine Empfehlung für eine neue Promillegrenze an den Bund abgeben. Bislang liegt die Grenze für Radfahrer bei 1,6 Promille, bei Autofahrern dagegen bei 0,5 Promille.

Ein Grenzwert von 1,1 Promille für Radfahrer gilt als möglicher Kompromiss. „Ich denke, wir werden das beschließen“, sagte Webel. Eine Angleichung der Grenzen für Rad- und Autofahrer würde viele Länder überfordern. Allerdings müsse die Grenze immer wieder kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.

Auf ihrer Herbsttagung diskutieren die Ressortchefs auch über Konsequenzen aus dem Verkehrschaos am Mainzer Hauptbahnhof in diesem Sommer. Gleich zu Beginn der zweitägigen Konferenz informiert der amtierende Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) über den Bundesverkehrswegeplan 2015 und neue Baumaßnahmen wie Ortsumgehungen oder Autobahnen.

Zu dem in den Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD in Berlin umstrittenen Thema Pkw-Maut soll es dagegen keine Beschlüsse geben. Man müsse dazu auch erst einmal die Gespräche der Parteichefs abwarten. „Ich bin kein Prophet“, sagte Webel auf die Frage nach einem möglichen Kompromiss.

Ein wichtiges Thema werden allerdings erneut die Falschfahrer auf den Autobahnen sein. Im Frühjahr hatten die Verkehrsminister eine umfassende Überprüfung aller Auf- und Abfahrten empfohlen, um womöglich zusätzliche gelbe Warntafeln aufstellen zu können. Diese Prüfung laufe derzeit noch, sagte Webel. Man erwarte aber einen Bericht des Bundesverkehrsministeriums.

Auf ihrer Herbsttagung wollen die Verkehrsminister zudem die Elektromobilität stärken. Dazu soll die Parkgebühr für Elektroautos erlassen werden können, zudem sollen Kommunen spezielle Parkplätze nur für Elektroautos einrichten können.

Von fünf bis 350 Euro! Diese Bußgelder drohen Radfahrern

5 Euro kosten freihändiges Fahren sowie das Mitnehmen von Kindern über sieben Jahren oder von Erwachsenen auf dem Rad. © dpa
10 Euro sind fällig, wenn Licht und Bremse nicht funktionieren oder gar nicht vorhanden sind. Die gleiche Buße kostet das Radeln in einer Fußgängerzone. Werden andere gefährdet, sind es hier 20 Euro, kommt es zu einem Unfall, sogar 25. © dpa
15 Euro muss zahlen, wer einen beschilderten Radweg nicht benutzt, als „Geisterradler“ auf dem Radweg in falscher Richtung fährt oder entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung durch eine Einbahnstraße radelt. © dpa
25 Euro kostet das Telefonieren mit einem Handy beim Radfahren. © dpa
40 Euro beträgt die Buße bei Fehlverhalten gegenüber Fußgängern am Zebrastreifen sowie bei der Gefährdung von Kindern, Senioren und Hilfsbedürftigen durch fehlende Rücksichtnahme. © dpa
45 Euro sind für das Missachten des Ampel-Rotlichts fällig. Bei einer Gefährdung anderer erhöht sich das Bußgeld auf 100, bei einem Unfall auf 120 Euro. Leuchtete die Ampel länger als eine Sekunde rot, sind es 100, 160 beziehungsweise 180 Euro. © dpa
350 Euro muss zahlen, wer mit seinem Rad einen Bahnübergang trotz geschlossener Halbschranke überquert. © dpa
Eine Straftat begeht, wer mit 1,6 Promille oder mehr Alkohol im Blut Fahrrad fährt. Neben sieben Punkten in Flensburg und einer Geldstrafe von meist einem Nettomonatsgehalt droht dann auch der Verlust der Führerscheins. © dpa

dpa

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