Qoros Premiere in Genf

Wie deutsch ist der Chinese?

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Chinesischer Biedermann: Außen wie innen mutet der Qoros solide und nüchtern an

Eigentlich sollte die Limousine GQ 3 heißen. Übrig geblieben ist davon nur die 3. Der Einspruch kam aus Ingolstadt und zeigt: Die chinesische Automarke Qoros wird sehr ernst genommen.

Im Vorfeld seiner Weltpremiere beim Genfer Autosalon beschäftigte der GQ3 wegen dieser Namensähnlichkeit mit dem Audi Q3 das Landgericht Hamburg. In Genf setzten wir uns in die Mittelklasse-Limousine und stellten uns die Frage: Wie deutsch ist der Chinese? Denn mit Vorstand Volker Steinwascher hat Qoros den ehemaligen Nordamerika-Chef von VW als Manager an Bord, und das Design stammt sogar aus Bayern. Gert Hildebrand hat den Qoros 3 in München geplant.

Mit einem Lächeln ging er auf den Namensstreit ein. "GQ", meinte er bei der Premiere ganz unschuldig, "sollte doch nur German Quality bedeuten." Und die ist wirklich spür- und erfühlbar.

Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck: Angenehmes Leder, ansonsten biedere Nüchternheit im Innenraum, die niemanden spontan begeistert, aber auch niemanden verprellt. Auffällig ist ein riesiger berührungsempfindlicher Bildschirm, mit dem fast alles gesteuert wird.

Äußerlich erinnert die viersitzige Limousine mit ausreichend Beinfreiheit auch im Fond mehr an ein deutsches Mittelklasse-Produkt als an eine China-Limousine. Vorne leicht langweilig, hinten bullig und kraftvoll, kombiniert mit einer coupéhaften Linienführung ist das Werk von Mini-Erfinder Hildebrand spannender als ein Lada, aber allenfalls auf Augenhöhe mit einem VW Passat der Neunziger Jahre.

Heißer PS-Frühling auf dem Genfer Autosalon 2013

In weniger als drei Sekunden prescht der LaFerrari von null auf Temo 100, in weniger als sieben Sekunden knackt der Supersportwagen die 200 Stundenkilometer Marke. Höchstgeschwindigkeit fährt das neue Flaggschiff 350 Stundenkilometer.
Ferrari zeigt 963 PS-Sportler für die Straße: In weniger als drei Sekunden prescht der LaFerrari von null auf Temo 100, in weniger als sieben Sekunden knackt der Supersportwagen die 200 Stundenkilometer Marke. Höchstgeschwindigkeit fährt das neue Flaggschiff 350 Stundenkilometer. © Ferrari
Lamborghini Veneno: Der straßenzugelassene Supersportwagen mit 750 PS kostet 3,57 Millionen Euro und fährt Spitze 355 Stundenkilometer.
Lamborghini Veneno: Der straßenzugelassene Supersportwagen mit 750 PS kostet 3,57 Millionen Euro und fährt Spitze 355 Stundenkilometer. © Lamborghini
Toyota FT-86 Open Concept
Toyota FT-86 Open Concept: Das Concept Car auf der Basis des GT86 soll als kompaktes viersitziges Sportcoupé das Publikum überzeugen. Der Prototyp verfügt über ein elektrisches Textilverdeck mit einer Heckscheibe aus Glas. © Toyota
McLaren P1
Der McLaren P1 prescht von null auf Tempo 300 in weniger als 17 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch bei 350 km/h abgeriegelt. Preise starten bei 866.00 englische Pfund (rund 989.165 Euro) © McLaren
Maserati MC Stradale
Luxus Viersitzer: Der V8-Motor im Maserati MC Stradale leistet 460 PS. © Maserati
Scharfer Typ: Schon die Studie hat die Motorsportfans verzaubert. Jetzt kommt der Alfa Romeo 4C mit 235 PS als Serienversion. In knappen fünf Sekunden soll das Leichtgewicht mit 850 Kilogramm von null auf 100 km/h spurten und sogar 250 Stundenkilometer schaffen. © Alfa Romeo
Nissan Note: Die Japaner haben dem kleinen Van ein dynamischeres Design verpasst. Außerdem gibt es wohl neue Assiszenzsysteme: ein ausgeklügelter Spurhalteassistent, der den Schulterblick übernimmt. © Nissan
Toyota zeigt den Auris Touring Sports: Der Kombi ist der erste Vollhybrid-Kombi seiner Klasse. © Toyota
Die chinesische Marke Qoros feiert ihr Messe-Debüt auf dem genfer Autosalon 2013. Die kompakte Limousine wurde in Deutschland und Österreich entwickelt. © Qoros
Der neue Audi S3 Sportback sprintet mit 300 PS von null auf 100 km/h in 5,0 Sekunden. Bei Tempo 250 ist dann aber elektronisch abgeriegelt Schluss.
Der neue Audi S3 Sportback sprintet mit 300 PS von null auf 100 km/h in 5,0 Sekunden. Bei Tempo 250 ist dann aber elektronisch abgeriegelt Schluss. © Audi
Renault Scénic Xmod
Renault Scénic Xmod © Renault
Der neue Renault Captur soll als urbaner Crossover Karriere machen.
Renault Captur: Kleiner Geländewagen ist 4,21 Meter lang und kompakt. Der neue Renault Captur soll als urbaner Crossover Karriere machen. © Renault
2008 - der neue Crossover von Peugeot
2008 - der neue Crossover von Peugeot © 
2008 - der neue Crossover von Peugeot
2008 - der neue Crossover von Peugeot © Peugeot
3er BMW Gran Turismo
Der neue 3er BMW Gran Turismo ist 4,82 Meter lang. Damit ist das Coupé 20 Zentimeter länger als der Touring. © BMW
Alfa Romeo Gloria
Alfa Romeo Gloria: Die Sportlimousine der Zukunft haben Studenten gemeinsam mit dem Centro Stile Alfa Romeo entworden. Die Studie feiert auf dem Autosalon in Genf (7. bis 17. März 2013) Weltpremiere. © Alfa Romeo
Der neue Mercedes CLA ist eigentlich eine A-Klasse, doch vom Anspruch her möchte das Coupé so schick sein, wie ein CLS.
Mercedes CLA: Der neue Mercedes CLA ist eigentlich eine A-Klasse, doch vom Anspruch her möchte das Coupé so schick sein, wie ein CLS. Die Basisversion des neuen Mercedes CLA ist für 28.977 Euro zu haben. © Mercedes
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Skoda Octavia Combi: Mit richtig viel Platz will Škoda mit dem neuen Octavia Combi nicht nur bei Familienvätern punkten. Er ist um neun Zentimeter in die Länge und um viereinhalb Zentimeter in die Breite gewachsen. Jetzt haben 610 bis 1740 Liter Platz im Kofferraum. © Skoda
Rolls-Royce, Wraith
Rolls-Royce Wraith: Häppchenweise veröffentlicht die Britische Edelschmiede erste Fotos von ihrem neuen Modell Wraith. Hier ist die Inneverkleidung mit offenporigen Holz soll an eine Luxus Yacht erinnern.    © Rolls-Royce
Rolls-Royce, Wraith
Von Hand gefertigt: Die Uhr mit den blutorangenfarbenen Zeigern. © Rolls-Royce
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Opel Adam R2: Der 1,6-Liter 16V Motor leistet 185 PS © Opel
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Opel Cascada © Opel
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Opel bringt den neuen Cascada: Das Cabrio kostet 25.945 Euro.  © Opel
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E-Co-Motion nennt Volkswagen einen Elektro-Transporter im Stil des T5. Das 4,55 Meter lange Konzeptfahrzeug bietet bis zu 4,6 Kubikmeter Ladevolumen und 800 Kilogramm Zuladung. © VW

Der Qoros 3 bekommt bald noch zwei Ableger (Kombi und SUV), soll zuerst in China verkauft werden, und dann über Osteuropa auch in den Westen kommen. Dass er wie seine fernöstlichen Vorgänger bereits am Crashtest scheitert, glaubt in Genf keiner. In welchem Segment sich diese Limousine mit einem Preis von deutlich unter 20.000 Euro in Deutschland platzieren will, ist aber auch nicht klar. Zu teuer für den preisbewussten Dacia-Kunden, zu chinesisch für einen überzeugten Opelkäufer.

RDF

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