Das sind die Regeln

Fahrradstraßen: Autofahrer müssen zurückstecken

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Auf einer Fahrradstraße sind die Radler die Nummer ein. Autofahrer müssen ihnen die Vorfahrt gewähren.

Für Radler sind Fahrradstraßen oftmals ein Genuss: Der Asphalt ist eben, die Fahrbahn breit. Manchmal kommen sich selbst hier Auto- und Radfahrer ins Gehege. Dabei haben die Drahtesel Vorfahrt.

In der Regel beherrschen Autofahrer die Straßen. Doch das Schild "Fahrradstraße" mit blauem Fahrradsymbol auf blauem Grund ändert alles. Auf einmal müssen sich Autofahrer unterordnen. Was dürfen Pkw-Fahrer auf Fahrradstraßen? Und was Radfahrer? Ein Überblick.

Hoheitsrecht für Radfahrer

Fahrradstraßen sind, wie der Name bereits sagt, Radlern vorbehalten. "Sie bestimmen das Tempo und dürfen nebeneinanderfahren", erklärt Matthias Köck, Verkehrsjurist beim Deutschen Anwaltverein (DAV). Dabei spielt es keine Rolle, ob Radler Autos blockieren.

Ausnahme für Autofahrer

Für Pkw-Fahrer ist die Fahrradstraße verboten - es sei denn, ein Zusatzschild erlaubt es, etwa die Aufschrift "Kfz-Verkehr frei". Autofahrer dürfen dann mit dem Verkehr mitrollen, erklärt Köck: "In diesem Fall benutzen Pkw-Fahrer die Straße aber lediglich mit. Der Radverkehr hat Vorrang."

Tempolimit

Auf allen Fahrradstraßen gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Daran müssen sich nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer halten.

Überholen

Autofahrer müssen beim Überholen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Radfahrern halten. Dabei gilt: "Autofahrer dürfen keinen Druck ausüben", sagt Köck. Pkw-Fahrer dürfen sich nicht an den Radlern vorbeizwängen. Sie sollten langsam heranfahren und bei günstiger Gelegenheit überholen.

Rechtsfahrgebot

Auch wenn Radler auf Fahrradstraßen das Hoheitsrecht haben, dürfen sie nicht kreuz und quer auf der Straße herumfahren. "Das Rechtsfahrgebot gilt auch für Radfahrer", sagt Matthias Köck. Wenn Auto- und Radfahrer die Regeln beachten, so Köck, ist entspanntes Fahren garantiert.

dpa/tmn

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