Ein Pedelec der coolen Art

Mit Retro-Charme und Sauberkraft: So fährt sich der Rayvolt Lifestyle-Cruzer

Rayvolt Cruser
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So lässt sich die Sonne entspannt genießen: Den Cruzer gibt es mit zwei Batteriestärken. In beiden Fällen sind die Bikes bis ins kleinste Detail liebevoll verarbeitet.

Der Frühling drückt mit ganzer Kraft nach Bayern. Überall öffnen Eisdielen ihre Pforten und Cabrios ihre Dächer. Genau die richtige Zeit, um auf einem Chopper-Bike lässig die oberbayerischen Radwege entlangzurollen.

Möglich macht es die spanische Firma Rayvolt, die seit Anfang Mai von Wolfratshausen aus mit ihren E-Bikes den deutschen Markt versorgt.

Ein echter Hingucker

Und diese Räder sind, sagen wir, speziell. Denn während E-Bikes bislang fraglos jede Menge zu bieten hatten, nur sicher keinen richtig coolen Auftritt, ist der Cruzer von Rayvolt ein Hingucker. Die Reifen, der Lenker, die Gabel – alles an diesem E-Bike ist breiter und voll im Indian-Motorrad-Look ausgestaltet. Abgerundet wird das Design durch den lässigen Sattel und die Griffe, die mit braunem Leder überzogen sind. Genau wie der vermeintliche Tank, der genug Stauraum bietet "für zwei Flaschen Wein", wie Rayvolt-Gründer Mathieu Rauzier augenzwinkernd sagt.

Ortstermin in Barcelona: In den Gassen des Kreativen-Viertels El Born findet man das Büro von Rayvolt. Hier tüfteln Rauzier und sein 13-köpfiges Team an den Ideen, die sie auf die Straße bringen wollen. Der Cruzer ist die erste, die es komplett auf den Markt geschafft hat. Bei der Testfahrt durch Barcelonas Straßen entpuppt sich das Gerät als äußerst bequem zu steuern. Das tiefe, langgestreckte Bike liegt stabil auf der Straße und schluckt Unebenheiten oder kleine Schlaglöcher. Auf der breiteren Hafenpromenade zeigt der Cruzer dann, wofür er gemacht wurde: entspanntes Dahingleiten in der Stadt – völlig ohne Lärm und ohne Abgase.

Lesen Sie hier, was Pedelecs von E-Bikes und S-Pedelecs unterscheidet.

Aufladen während der Fahrt

Möglich machen das allerhand technische Finessen. Das Gefährt sieht nämlich nicht nur cool aus, es birgt auch ein beeindruckendes Innenleben. Ein Drei-Phasen-Elektromotor in der Hinterrad-Nabe mit 48 einzelnen Kupferspulen und Magneten garantiert hohe Durchzugskraft. Ein eigens entwickeltes Sensor-System sorgt für eine harmonische Schaltung, die sich den Straßen-Gegebenheiten anpasst. Dort, wo man bei einem echten Chopper den Motor vermutet, sitzt beim Cruzer die Batterie.

Ein elektronisches Rückgewinnungssystem lässt Energie, die beim Bremsen entsteht, in das Bike zurückfließen und lädt es so während der Fahrt auf. Unabhängig davon dauert es etwa drei Stunden, die 550-Wh-Standard-Batterie komplettaufzuladen. Die optionale 1.100-Wh-Batterie hat hingegen eine Ladezeit von etwa sechs Stunden. Das Gehirn des Bikes ist die von Rayvolt entwickelte Software EIVA, mit der man es auch via Smartphone überwachen und Einstellungen regulieren kann.

Gut im Sattel: Unser Autor Sebastian Horsch testete den coolen Cruzer in dessen Heimat Spanien.

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25 km/h für 2.700 Euro

Während der Cruzer auf Spaniens Straßen auch als kraftvolles E-Moped mit 45 km/h unterwegs ist, kommt er in Deutschland zunächst als Pedelec auf den Markt, das nur 25km/h erreicht. Die Umrüstung auf die schnellere Variante ist zwar problemlos möglich, für den deutschen Straßenverkehr wäre aber eine gesonderte Zulassung notwendig.

Preislich ist der Cruzer bei uns im Fachhandel sowie online je nach Ausstattung ab 2.700 Euro zu haben.

Sebastian Horsch

Von fünf bis 350 Euro! Diese Bußgelder drohen Radfahrern

5 Euro kosten freihändiges Fahren sowie das Mitnehmen von Kindern über sieben Jahren oder von Erwachsenen auf dem Rad. © dpa
10 Euro sind fällig, wenn Licht und Bremse nicht funktionieren oder gar nicht vorhanden sind. Die gleiche Buße kostet das Radeln in einer Fußgängerzone. Werden andere gefährdet, sind es hier 20 Euro, kommt es zu einem Unfall, sogar 25. © dpa
15 Euro muss zahlen, wer einen beschilderten Radweg nicht benutzt, als „Geisterradler“ auf dem Radweg in falscher Richtung fährt oder entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung durch eine Einbahnstraße radelt. © dpa
25 Euro kostet das Telefonieren mit einem Handy beim Radfahren. © dpa
40 Euro beträgt die Buße bei Fehlverhalten gegenüber Fußgängern am Zebrastreifen sowie bei der Gefährdung von Kindern, Senioren und Hilfsbedürftigen durch fehlende Rücksichtnahme. © dpa
45 Euro sind für das Missachten des Ampel-Rotlichts fällig. Bei einer Gefährdung anderer erhöht sich das Bußgeld auf 100, bei einem Unfall auf 120 Euro. Leuchtete die Ampel länger als eine Sekunde rot, sind es 100, 160 beziehungsweise 180 Euro. © dpa
350 Euro muss zahlen, wer mit seinem Rad einen Bahnübergang trotz geschlossener Halbschranke überquert. © dpa
Eine Straftat begeht, wer mit 1,6 Promille oder mehr Alkohol im Blut Fahrrad fährt. Neben sieben Punkten in Flensburg und einer Geldstrafe von meist einem Nettomonatsgehalt droht dann auch der Verlust der Führerscheins. © dpa

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