Winter hat Spuren hinterlassen

Vorsicht Schlagloch! ADAC warnt Radler

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Risiko durch Schlaglöcher: Gerade Radfahrer sollten aufpassen. 

München - Sie sind wieder überall und nerven gewaltig: Schlaglöcher. Das Tauwetter bringt die maroden Straßen ans Licht. Der ADAC warnt besonders Radfahrer vor den Gefahren.

Erst harter Frost, dann wieder warme Temperaturen - das wechselhafte Wetter macht deutschen Straßen zu schaffen. Der Belag zeigt Risse, platzt und gleichzeitig brechen neue Schlaglöcher auf.

Der ADAC warnt deswegen vor allem Radfahrer vor den Fahrbahnschäden, die zu Stürzen und im schlimmsten Fall zu schweren Verletzungen führen können. Auch Fußgänger sollten aufpassen, auch auf Gehwegen ist Vorsicht vor Stolperfallen geboten.

Augen auf, heißt es jetzt auch für Autofahrer. Wer aus versehen in ein Schlagloch kracht, kann Radaufhängung oder Unterboden des Wagens beschädigen.

So entsteht ein Schlagloch

Durch altersschwachen, rissig gewordenen Asphalt dringt Wasser unter die Fahrbahndecke. Boden - frost verhindert, dass es abfließt. Es sammelt sich in Hohlräumen. © ace-online.de/grafiken
Schlagloch
Bei bodentiefem Dauerfrost gefriert das Wasser zu Eis, was sich nach allen Seiten ausdehnt. Die Fahrbahndecke wölbt sich unter dem Druck des Eiskerns. © ace-online.de/grafiken
Steigen im Frühjahr die Temperaturen an, schmilzt der Eiskern. Zurück bleiben instabile Hohlräume und Wasserlachen. © ace-online.de/grafiken
Der angegriffene Asphalt bricht unter dem Gewicht der Fahrzeuge ein. Teile der Fahrbahndecke zerbröseln. Der Fahrbahn - schaden wird sichtbar. © ace-online.de/grafiken
So entseht ein Schlagloch
Aufgrund andauernder Beanspruchung vergrößert sich der Fahrbahn - schaden. Die Schlaglöcher werden tiefer und breiter, worunter die Verkehrs sicher - heit leidet. © ace-online.de/grafiken

So ärgerlich löchrigen Straßen auch sind, vor Ende des Winters werden wohl keine Schäden beseitigt. Gleichwohl sind die Behörden, laut ADAC, verpflichtet auf die Straßenschäden durch entsprechende Beschilderung hinzuweisen. Stellen die Straßenbauämter Warnschilder und Tempolimits auf, befreien sie sich im Regelfall von der Haftung. Schließlich müssen Autofahrer immer vorsichtig fahren.

Unterlassen Städte und Kommunen notwendige Maßnahmen zur Ausbesserung oder Beschilderung beschädigter Straßen, können sie von den Autofahrern für Schäden haftbar gemacht werden. Die Beweislast liegt dann beim Geschädigten. Wer seine Reperaturkosten ersetzt haben will, der muss beweisen, dass er nicht gewarnt wurde und der Schaden durch das Loch im Boden verursacht worden ist. Deshalb rät der ADAC, Schäden und die Unfallursache genau zu dokumentieren. Foto und Unfallzeugen können für die Autofahrer hilfreich sein.

mm/tz

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