Urteil zu Kfz-Versicherung

Unfall mit unter 1,1 Promille senkt Kaskoschutz

+
Einmal pusten, bitte: Laut Gerichtsentscheid muss die Kfz-Kaskoversicherung im Schadensfall unter Alkoholeinfluss auch bei Werten unter 1,1 Promille nicht vollständig unbedingt zahlen.

Ein Autounfall unter Alkoholeinfluss kann teuer werden: Bei absoluter Fahruntüchtigkeit mit 1,1 Promille muss die Kfz-Kaskoversicherung den Schaden nicht oder höchstens zu einem geringen Teil zahlen.

Autounfälle sind immer teuer, insbesondere unter Alkoholeinfluss. Wer bis zur absoluten Fahruntüchtigkeit trinkt und 1,1 Promille im Blut hat, kann nicht mehr mit der Kaskoversicherung rechnen.

Aber auch unterhalb dieses Grenzwerts kann der Versicherer die Leistung kürzen, informiert die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) und verweist auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe: Demnach ist bei 1,09 Promille eine Kürzung um 75 Prozent gerechtfertigt (Az.: 9 U 135/13).

In dem verhandelten Fall war eine Autofahrerin mit 1,09 Promille im Blut nachts auf einer Bundesstraße in die Betonbegrenzung einer Baustelle gekracht. An ihrem Wagen entstand Totalschaden. Das Gericht hielt wegen relativer Fahruntüchtigkeit immerhin eine Kürzung der Leistung auf 25 Prozent für angemessen. Oberhalb von 1,1 Promille müssen Kaskoversicherer vielfach gar keinen Schadenersatz leisten.

dpa/tmn

Auch interessant

Meistgelesen

Verbrauche ich weniger Sprit, wenn der Tank nicht voll ist?
Verbrauche ich weniger Sprit, wenn der Tank nicht voll ist?
Automarken signalisieren Selbstbild und Gruppenzugehörigkeit
Automarken signalisieren Selbstbild und Gruppenzugehörigkeit
Neuer Rolls-Royce Phantom startet bei 446 250 Euro
Neuer Rolls-Royce Phantom startet bei 446 250 Euro
Neues Active Hybrid e-Bike von BMW kostet 3400 Euro
Neues Active Hybrid e-Bike von BMW kostet 3400 Euro

Kommentare