Bikes für jede Nische

Das sind die neuen Motorräder für 2020

Eher unbekanntes Terrain für eine Harley: Mit dem Modell Pan America bietet der US-Motorradbauer nun eine große Reise-Enduro an. Foto: Harley-Davidson/dpa-tmn
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Eher unbekanntes Terrain für eine Harley: Mit dem Modell Pan America bietet der US-Motorradbauer nun eine große Reise-Enduro an. Foto: Harley-Davidson/dpa-tmn
Die RevoNex von Kymco ist ein Naked Bike mit Elektro-Antrieb. Foto: Kymco/dpa-tmn
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Die RevoNex von Kymco ist ein Naked Bike mit Elektro-Antrieb. Foto: Kymco/dpa-tmn
Brixton Motorcycles versucht mit puristischen Maschinen wie der Crossfire-500-X zu überzeugen. Foto: Brixton Motorcycles/dpa-tmn
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Brixton Motorcycles versucht mit puristischen Maschinen wie der Crossfire-500-X zu überzeugen. Foto: Brixton Motorcycles/dpa-tmn
Mit der 217 PS starken CBR 1000 RR-R Fireblade will Honda zurück an die Spitze der Supersportler. Foto: Honda/dpa-tmn
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Mit der 217 PS starken CBR 1000 RR-R Fireblade will Honda zurück an die Spitze der Supersportler. Foto: Honda/dpa-tmn
Mit der F 900 R bietet BMW einen neuen Sporttourer im Zweizylinderbereich an. Foto: BMW/dpa-tmn
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Mit der F 900 R bietet BMW einen neuen Sporttourer im Zweizylinderbereich an. Foto: BMW/dpa-tmn
Die AMB 001 wird vom Motorradbauer Brough Superior und dem Autobauer Aston Martin gemeinsam produziert und ist auf 100 Exemplare limitiert. Foto: Aston Martin/dpa-tmn
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Die AMB 001 wird vom Motorradbauer Brough Superior und dem Autobauer Aston Martin gemeinsam produziert und ist auf 100 Exemplare limitiert. Foto: Aston Martin/dpa-tmn
Noch gibt es die BMW R18 nur als Konzept, 2020 könnte die Maschine mit ihrem Big-Boxer-Motor aber in Serie gehen. Foto: BMW/dpa-tmn
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Noch gibt es die BMW R18 nur als Konzept, 2020 könnte die Maschine mit ihrem Big-Boxer-Motor aber in Serie gehen. Foto: BMW/dpa-tmn
Leicht und dennoch leistungsstark: Mit der RS 660 nimmt Aprilia die Mittelklasse in den Fokus. Foto: Aprilia/dpa-tmn
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Leicht und dennoch leistungsstark: Mit der RS 660 nimmt Aprilia die Mittelklasse in den Fokus. Foto: Aprilia/dpa-tmn

Harley-Davidson stellt eine Reise-Enduro vor, Honda will zurück an die Spitze der Supersportler, die Mittelklasse rückt in den Fokus: Der kommende Motorradjahrgang ist alles andere als langweilig.

Lindlar (dpa/tmn) - Es sind gute Zeiten für Biker, die über die Anschaffung einer neuen Maschine nachdenken. Denn im Jahr 2020 kommen viele interessante Modelle in den Handel.

"Der Markt wird insgesamt noch vielfältiger, die Auswahl noch größer", sagt Michael Lenzen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Motorradfahrer. Das habe zuletzt die Messe EICMA in Mailand gezeigt.

Nahezu jeder Hersteller versuche, möglichst jede Nische und jedes Segment mit einem Modell zu besetzen, sagte Lenzen im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Bestes Beispiel sei Harley-Davidson: "Selbst diese mit Baggern, Bobbern und Choppern auf ur-amerikanische Motorradgattungen spezialisierte Marke bietet mit dem Modell Pan America nun eine große Reise-Enduro an", erklärt Lenzen.

Damit begeben sich die US-Amerikaner auf ein für sie eher unbekanntes Terrain, das bisher von Marken wie BMW mit der GS-Modellreihe, Ducati mit der Multistrada, KTM mit der 1290 Super Adventure, Honda mit der Africa Twin und Yamaha mit der XT 1200 Z Super Ténéré bestimmt wird.

Einfache und schöne Motorräder

Ihre Nische finden wollen zugleich kleine Hersteller wie Herald Motor Company aus England und Brixton Motorcycles, das zur österreichischen KSR-Group zählt. Mit Modellen zwischen 125 bis 500 Kubikzentimeter (ccm) und gezeichnet im klassischen Scrambler- oder Café Racer-Look, erfüllen ihre Maschinen die Sehnsucht mancher Fahrer nach einfach konstruierten, bezahlbaren und schön anzuschauenden Motorrädern.

Besonders Brixton legt hier mit den fast deckungsgleichen Modellen Crossfire 500 und Crossfire 500 X vor. Lenzen sieht darin etwas "Ursprüngliches als Gegenbewegung zum Höher, Schneller, Weiter". Das schlägt sich aus seiner Sicht in - oft im Retro-Gewand daherkommenden - einsteigerfreundlichen Modellen mit bis zu 48 PS nieder. Die neue Kawasaki W 800 sei ein weiteres Beispiel.

Supersportler in verschiedenen Preisklassen

Dennoch geht es bei den Neuheiten auch um Innovation und Leistungsschau: "Man zeigt, was technisch machbar ist", sagt der Experte. Ein Beispiel dafür sei die 180 PS starke AMB 001, eine Gemeinschaftsproduktion der britischen Motorradmanufaktur Brough Superior und des britischen Luxussportwagenherstellers Aston Martin. Die Maschine ist auf 100 Exemplare limitiert und kostet 108 000 Euro.

Bei weitem nicht so teuer werden dürfte die Neuauflage von Hondas Supersport-Klassiker CBR 1000 RR-R Fireblade. Details zum Preis der 217 PS starken Maschine haben die Japaner aber noch nicht genannt. "Honda war im Segment der Supersportler in den vergangenen Jahren etwas zurückgefallen und musste etwas tun", erklärt Lenzen und sieht in dem neuen Modell den Versuch, die Pole Position zurückzuerobern.

Die Mittelklasse rückt in den Fokus

Doch längst nicht jeder findet Gefallen an so viel Power. Laut Lenzen nehmen viele Hersteller die Mittelklasse wieder mehr in den Blick und reagieren damit auf die wachsende Zahl der Ein- und Wiedereinsteiger. So bringe etwa der italienische Hersteller Aprilia mit der neuen RS 660 einen leichten Sportler mit Reihentwin-Motor auf den Markt.

In der Mittelklasse sehe BMW wohl auch die Crossover-Geschwister F 900 R und F 900 XR, vermutet Lenzen. Zwar könne man trefflich darüber diskutieren, ob ein Motorrad mit 900 ccm und 105 PS tatsächlich noch in diese Klasse gehöre. "Aber BMW will es so und bietet mit dieser Weiterentwicklung der 800er-Baureihe einen konkurrenzfähigen Sporttourer im Zweizylinderbereich an."

Ebenfalls mit zwei Zylindern, aber nicht in Reihe, sondern in Boxer-Form und mit doppelt so großem Motor, wartet die BMW R18 auf. Die Bayern haben für 2020 ein Serienmodell des Konzept-Motorrads in Aussicht gestellt, das mit dem Big-Boxer-Motor angetrieben wird.

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