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Der Smart bleibt auch als Stromer ein reines Stadtauto

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Der Smart Fortwo EQ fühlt sich in der Stadt am wohlsten.
Der Smart Fortwo EQ fühlt sich in der Stadt am wohlsten. © Daimler

Welches Potenzial Elektroautos besitzen, zeigt sich auch am Smart EQ. Obwohl der Kleinstwagen kein Schnäppchen ist und in puncto Reichweite manchem Konkurrenten weit hinterher hinkt, übersteigt die Nachfrage derzeit offenbar das Angebot.

Eine Bestellung sei wegen des großen Andrangs erst von November an wieder möglich, teilt die Daimler-Tochter mit. Derzeit komme man mit der Produktion nicht nach. Kein Einzelfall unter den E-Herstellern.

Dabei hat der Smart, in seiner günstigsten Version mindestens 21.940 Euro teuer, in puncto Elektro noch viel Luft nach oben. Wir kamen mit dem Zweisitzer Fortwo mit einer Akkuladung im Test durchschnittlich rund 120 Kilometer weit. Ein dürftiger Wert für ein Auto, das nur gut eine Tonne wiegt. Was dem EQ unter anderem noch fehlt, ist eine sinnvolle Rekuperations-Steuerung.

Smart Fortwo EQ: Schnell geladen, unter einer Voraussetzung

Zwar erkennt das System per Radar voraus fahrende Autos und nimmt über die Energierückgewinnung Tempo raus. Die Verzögerung beim Loslassen des Gaspedals ist aber recht gering und springt auch eher selten an. Dadurch wird die Lithium-Ionen-Batterie beim Rollen kaum aufgeladen und die Bremsen nicht so geschont wie bei manchem E-Konkurrent. Wir kamen auf einen Verbrauch von 13 bis 20 kWh/100 km.

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Das Aufladen der 17,6-kWh-Batterie dauert zeitgemäß lang. An einer normalen Haushaltssteckdose ist der Akku in acht Stunden zu 70 Prozent gefüllt. An einer Wallbox dauert es lediglich 40 Minuten, jedoch: Das 22-kw-Ladekabel für die Wallbox kostet noch einmal 840 Euro extra. Positiv ist, dass in der E-Version die immer noch etwas ruppigen Schaltvorgänge des Benziners entfallen, schließlich verfügt auch der Smart EQ nur über einen Gang. Freilich ist die Reichweite bei einem Smart nicht das alles entscheidende Kriterium.

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Bis zu 120 Kilomter schafft der Smart Fortwo EQ mit einer Ladung. © Daimler

Der 2,74 Meter kurze Stromer ist wegen seiner geringen Reichweite und unruhigen Straßenlage nach wie vor kein Freund langer Strecken. Der putzige E-Daimler ist und bleibt ein Stadtwagen, noch mehr als E-Variante. Mit seinem winzigen Wendekreis von 6,95 Metern dreht der Fortwo EQ sich fast auf einem Bierdeckel um die eigene Achse, und natürlich passt er weiterhin in jede kleinere Parklücke. Er flitzt um Kurven und macht mit seinem Drehstrom-Synchronmotor Spaß.

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Smart Fortwo EQ: Hoppelnd über die Straße

Zwar mag er nicht ganz so rasant anziehen wie mancher E-Konkurrent. Aber die 82 PS und das maximale Drehmoment von 160 Newtonmetern hieven den Winzling in nur 4,9 Sekunden auf Tempo 60. Obwohl Hersteller Smart die Spitzengeschwindigkeit mit 130 km/h angibt, geht es laut Tacho recht locker bis 140 km/h weiter – dann wird abgeregelt. Und das ist gut. Schneller will man nicht wirklich fahren, weil der Smart nunmal kein laufruhiges Fünf-Meter-Flaggschiff ist. Er hoppelt weiterhin viel zu heftig über jede Straßenunebenheit.

Viel Platz bietet der Smart Fortwo EQ nicht wirklich, aber für die Stadt ist es völlig ausreichend.
Viel Platz bietet der Smart Fortwo EQ nicht wirklich, aber für die Stadt ist es völlig ausreichend. © Daimler

Die zwei Sitze sind nicht wirklich bequem, aber ausreichend für die Stadt. Das Cockpit ist in einen analogen Tacho und ein kleines digitales Cockpit aufgeteilt, in dem die Verbrauchswerte abzulesen sind. Insgesamt wirkt der Innenraum ordentlich verarbeitet, wenngleich viel Hartplastik zum Einsatz kommt. Hinter den zwei Sitzen gibt es einen schmalen Kofferraum, kaum der Rede wert. Die Hecktür geht zweigeteilt auf. Zunächst muss die obere Heckscheibe geöffnet werden, danach lässt sich auch der untere Teil entriegeln.

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So viel kostet der Smart Fortwo EQ

Als Cabrio kostet der Smart Fortwo EQ ab 25.200 Euro, als Viersitzer Fortwo EQ ab 22.600 Euro. Die vergleichsweise hohen Grundpreise lassen sich durch einen Elektro-Umweltbonus von 4.000 Euro senken. Zudem zahlt Daimler 1.000 Euro für Besitzer eines EU1- bis EU4-Diesel-Pkws. Schon von 2020 an will Smart komplett auf Elektro setzen und keine Verbrenner-Motoren mehr herstellen.

Auch ein Facelift soll es dann geben. Fazit: Noch hat der Elektro-Smart einige Schwächen. Wer aber in der Stadt wohnt, keinen eigenen Parkplatz besitzt und keine weiten Fahrten unternehmen muss, findet vor allem im Fortwo EQ ein extrem praktisches und im Unterhalt günstiges Auto.

Smart Fortwo EQ: Technische Daten

Motor und GetriebeFremderregter AC-Synchron-Elektromotor, Leistung 82 PS, Drehmoment 160 Nm, Hinterradantrieb
Fahrleistungen0-100 km/h in 11,5 Sek., 130 km/h Spitze
Stromverbrauch14,8 kwh/100 km (kombiniert) bei Aufladung mit 4,6 kW-Bordlader 17,2 kwh/100 km (Test) 120 km Reichweite (Test)
BatterietypLithium Ionen
Batterie-Kapazität17,6 kWh
CO2-Emission0 g/km
Maße und GewichteLänge/Breite/Höhe 2.740/1.672/1.555 mm, Kofferraumvolumen 260 bis 350 Liter, Gewicht 1.085 kg, Zuladung 225 kg
Preis21.940 Euro

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joi

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