SUV-Boom

Sportwagen im Schmutz: So kontert die PS-Fraktion den SUV-Boom

Aston Martin DBX
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Nachdem SUVs immer stärker den Sport im Namen betonen, wagen sich die Sportwagen nun auf die Buckelpiste. Noch sind das oft Gedankenspiele und Einzelstücke. Doch könnte daraus ein Trend werden.

Stuttgart/Pforzheim (dpa/tmn)- Sport Utility Vehicle - wenn David zu Elfe die aktuelle Zauberformel für den Autoabsatz hört und an aufgebockte Kombis, platte Vans oder vermeintliche Abenteuer-Autos denkt, kann er sich ein müdes Lächeln nicht verkneifen. Denn der Fotograf und Filmemacher von der Bergstraße definiert SUV ein wenig anders.

Porsche 924

Statt vom Geländewagen geht zu Elfe von einem Sportwagen aus und hat sich deshalb einen über 40 Jahre alten Porsche 924 zum Utility Vehicle umgebaut. 

Sportnutzfahrzeug

Und dabei geht es ihm nicht nur um solide Fahreigenschaften auf schlechten Strecken: Sein Sportnutzfahrzeug ist so nützlich, dass man darin sogar auch schlafen kann.

Mit dem 911 zur Wüstenrallye

Die Idee vom offroad-fähigen Sportwagen ist nicht neu. Vor allem in den 1980er Jahren schickten die PS-Schmieden ihre schnellsten Modelle mit mehr Bodenfreiheit und grobstolligen Reifen auf die Rallye-Piste, etwa den Wüsten-Marathon nach Dakar. 

Der Safari-Porsche

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El día que Porsche conquistó el desierto La marca alemana #Porsche ya tenía una larga tradición en el Rally, cuando en los años 50 comenzó a ganar en las diversas carreras y pruebas en las que participaba. Pero no fue hasta entrado la década de 1980 cuando la casa automotriz participó oficialmente en el #Dakar. En esta nota de #DakarVintage, un pequeño recorrido sobre las Odiseas conquistadas por Porsche. Tras ganar el Rally Dakar de 1983, el experimentado #JackyIckx, que ya había triunfado en numerosas carreras de resistencia de aquellas épocas con Porsche, le propuso a la marca alemana animarse a participar del mayor desafío deportivo automotor. Así fue como en 1984, apareció en la inscripción uno de los coches más hermosos de la historia de esta mítica prueba. El #Porsche953 nació como una variante #4x4 del icónico 911 y arrasó en el desierto. Con un motor Bóxer de 2.3 cilindros, el maravilloso Porsche 953 llegaba a 225CV. Pesaba 1210 kilos y tenía dos tanques de combustible: uno de 120 y otro de 150 litros. En cuanto a los pilotos, fueron los franceses #RenéMetge y su copiloto #DominiqueLemoyne los que lograron triunfar en la carrera que unió la ciudad de París con la capital de Senegal. Jacky #Ickx piloto el otro vehículo aunque no pudo terminar en el podio. Sin dudas, fue un debut perfecto para el equipo alemán, que en su primer año en el Rally Dakar como escuadra oficial supo conquistar el primer lugar de la carrera. Pero no seria la última En el #Dakar1986, Porsche presentó el modelo 959 modificado para carreras de #CrossCountry, diferente al que había sido producido pensando en competir en el extinto grupo B del Campeonato Mundial de #Rally de aquella época. Sin embargo, el coche volvió a mostrar la misma fiabilidad que su predecesor. La victoria volvió a quedar en manos de la pareja René Metge/Dominique Lemoyne, ganándole justamente a Jacky Ickx, el líder del equipo. Los años posteriores, verían crecer a Peugeot dentro del Dakar. También motivados por la prematura extinción del #GrupoB del WRC, el #RallyDakar heredó una hermosa flota de vehículos que marcaron una época en la era africana de la #Odisea. Texto: @lucho_schiffer

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Der Safari-Porsche, der 1984 als 953 auf Basis des 911 ins Rennen ging, war darunter sicherlich der bekannteste. 

Mercedes SLC

Aber auch Mercedes SLC der Baureihe 107 oder Lancia Stratos haben sich damals bereitwillig im Dreck gesuhlt und mächtig Staub aufgewirbelt.

Lancia Stratos

Nachdem diese Autos über viele Jahre nur Fans bekannt waren, drängen sie nun offenbar wieder etwas stärker ins Bewusstsein. 

Aston Martin DBX

In Zeiten, in denen Geländewagen immer sportlicher werden und hochbeinige Dickschiffe wie Aston Martin DBX oder Lamborghini Urus schneller fahren als mancher Flachmann, rüsten die Renner zur Retourkutsche - wenn bislang nur als Gedankenspiel, Studie oder Einzelstück.

Schnurstracks ins Gelände

Lamborghini etwa hat 2019 die Studie Sterrato auf Basis des Huracán vorgestellt und sie mit allerlei Rallye-Zutaten zum Geländegänger umfunktioniert.

A110 SportsX

Auch Alpine liebäugelt mit dem Abenteuer abseits der Straße: Die Renault-Tochter überraschte dieses Jahr mit der Studie A110 SportsX, die nach dem gleichen Muster gestrickt ist. Mit breiterer Karosse und mehr Bodenfreiheit wird das schnittige Coupé zum bulligen Boliden für den Dreck.

Im Kleinen blüht der Traum vom Safari-Renner

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RUF Rodeo je modifikovana verzija Porsche-a 911, a ne maketa ili igračka kako bi Vam se učinilo na prvi pogled. Ova mešavina reli-off road automobila prava je poslastica za ljubitelje 911-ice. Boho elementi naglašavaju za šta je ovaj auto namenjen - dobru zabavu i brzu vožnju.🤤 Pogonjen je 4.0L motorom od 510ks i pogonom na svim točkovima, a koliko snage se prenosi na prednju i zadnju osovinu diktira vozač putem ručice koja se nalazi na centralnoj konzoli. Paket koji vidite na slikama će koštati oko 800.000€. . . . Uskoro pročitajye članak na našem web sajtu: ➡️www.autoshowmagazin.com⬅️ . . . #rufrodeo #porsche #911 #turbo #boost #instacar #carsofinstagram #carstagram #exotic #brutalnozanimljiv

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Am meisten Bewegung gibt es aber im Porsche-Lager, bei Kleinserienherstellern. Porsche-Tuner Ruf etwa hat den Rodeo auf die Räder gestellt. 

Mit Rammbügel und Lasso

Dieser bekommt eine eigene Carbon-Karosserie und nutzt einen weiterentwickelten Allradantrieb. Dazu gibt es vier zusätzliche Scheinwerfer auf der Haube, einen Rammbügel und sogar eine Art Lasso.

Delta 4x4

Offroad-Umrüster Delta 4x4 hat ein 911-Konzept entworfen. Das bringt deutlich mehr Bodenfreiheit, spezielle Reifen beziehungsweise Felgen und rüstet den Sportler ebenfalls zum Abenteuer-Auto um. 

Serienreife noch weit entfernt

Zwar freuen sich beide Anbieter nach eigenen Angaben über eine unerwartet große Resonanz, doch werden die Entwürfe so schnell nicht in Serie gehen.

Strohfeuer oder neuer Trend?

Auch Designprofessor Lutz Fügener mag noch nicht von einem tragfähigen Trend sprechen. Doch sieht der Dozent an der Hochschule Pforzheim durchaus Gründe für das Aufkeimen dieser Idee. 

Auf der Suche nach neuen Nischen

Die Marketingabteilungen seien ständig auf der Suche nach neuen Nischen, die man zur Not auch einfach erfinden und dann mit Produkten füllen würde. „Man schaut, ob man schon alles mit allem gekreuzt hat, und bemerkt, dass die Kombination Sportwagen und Geländewagen noch nicht abgearbeitet ist“, sagt Fügner.

Die Rallye-Gruppe-B-Monster

Dabei spricht der Experte diesem Genre durchaus einen gewissen Charme zu: Die Hochgelegten erinnerten an die wilden und glorreichen Zeiten der Rallye-Gruppe-B-Monster in den 1980ern und seien damit durch die Motorsport-Historie abgesichert. Der 953 gäbe all diesen Projekten eine gewisse Plausibilität.

Nebeneffekt Alltagstauglichkeit

Weiteren Rückenwind bekomme das Konzept durch die wachsende Popularität der Cross-Varianten ziviler Kombis, Kompaktwagen und gar Limousinen. 

Oft für die besseren SUVs

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Beautiful, isn't it? The Alps however are amazing even without snow. #stayathome #staysafe #BMW #X6M #BMWM #BMWMrepost @kenozache BMW X6 M Competition: Fuel consumption in l/100 km (combined): 12.7–12.5. CO2 emissions in g/km (combined): 289–284. Acceleration (0-100 km/h): 3.8 s. Power: 460 kW, 625 hp, 750 Nm. Top speed (limited): 250 km/h (with optional M Drivers Package: 290 km/h). Paint finish shown: Manhattan metallic. The values of fuel consumptions, CO2 emissions and energy consumptions shown were determined according to the European Regulation (EC) 715/2007 in the version applicable at the time of type approval. The figures refer to a vehicle with basic configuration in Germany and the range shown considers optional equipment and the different size of wheels and tires available on the selected model. The values of the vehicles are already based on the new WLTP regulation and are translated back into NEDC-equivalent values in order to ensure the comparison between the vehicles. [With respect to these vehicles, for vehicle related taxes or other duties based (at least inter alia) on CO2-emissions the CO2 values may differ to the values stated here.] The CO2 efficiency specifications are determined according to Directive 1999/94/EC and the European Regulation in its current version applicable. The values shown are based on the fuel consumption, CO2 values and energy consumptions according to the NEDC cycle for the classification. Further information on official fuel consumption figures and specific CO2 emission values of new passenger cars is included in the following guideline: 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' (Guide to the fuel economy, CO2 emissions and electric power consumption of new passenger cars), which can be obtained free of charge from all dealerships, from Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen and at https://www.dat.de/co2/.

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Solche Ableitungen hält Fügener oft für die besseren SUVs. Aufwand und Nutzen stünden in gutem Verhältnis, die Eleganz und Dynamik der Ur-Entwürfe bleibe meist erhalten und so sei das ästhetische Potenzial stets höher sei als bei jedem echten SUV.

Alltagstaugliche Sportwagen

Und tatsächlich mache ein höheres Fahrwerk einen Sportwagen alltagstauglicher. Lasse sich dies dann auch noch etwa mit einer Luftfederung in der Höhe variieren, müsse man nur noch das Mehrgewicht gegen die gewonnene Bodenfreiheit aufwiegen.

Ein Kompromiss, der nicht auffällt

„Das ist ein Kompromiss, der als solcher nicht auffällt, ganz im Gegenteil“, sagt Fügener: „Es gibt und gab Trends im Automobilbau, die weniger Sinn haben und hatten.“

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