Suzuki Swift Sport

Der will spielen

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Gelungen: Auf 3,89 Meter Länge zeigt der Swift klare Kanten

Ja, es gibt sie. Die Autos, die Spaß machen UND die relativ preisgünstig sind. So wie zum Beispiel der Suzuki Swift Sport.

Kleines Auto vor kleinem Karussell: Der Suzuki Swift Sport und unser Tester Peter Schiebel bei einer Verschnaufpause im Biergarten Menterschwaige.

Da braucht’s keinen großen marken-ideologischen Überbau, kein hochtrabendes Designer-Kauderwelsch und auch kein arrogantes Gehabe, um diesen Wagen einfach gut zu finden. (Und ein Basispreis von 18.990 Euro tut das Seine dazu.)

Stattdessen langt es, sich in die stoffbezogenen Sportsitze fallen zu lassen, den giftigen 1600-Kubik-Vierzylinder zu starten und loszufahren. Weniger ist halt doch manchmal mehr.

Übersichtlich: Im Gegensatz zu manch anderen Japanern ist beim Suzuki alles dort, wo man es erwartet.

Vor allem in der Stadt und drumherum bereitet der Suzuki Swift Sport ’ne Menge Freude. Mit 3,89 Metern Außenmaß passt er in nahezu jede Parklücke, mit 136 PS bei einem Drehmoment von 160 Newtonmetern hat er aber auch genügend Kraft, um zügig voranzukommen. Vorausgesetzt natürlich, man gibt ihm eifrig die Sporen. Denn während es im unteren Drehzahlbereich nur darum geht, von A nach B zu kommen, wird der Swift Sport erst ab etwa 4000 Umdrehungen zum Spaßmobil, zu einem, der spielen will. Starker Motor mit ’ner Menge Durchzug, straffes Fahrwerk, griffiges Sechs-Gang-Schaltgetriebe, dazu ein gefälliger Motorensound – was will man mehr, wenn es sich ums pure Autofahren dreht?

Suzuki Swift Sport

Leistung: 136 PS
Höchstgeschw.: 195 km/h
Drehmoment: 160 Nm
0 auf 100 km/h: 8,7 sek.
Hubraum: 1585 ccm
Verbrauch EU Drittelmix: 6,4 l/100km
CO2: 147 g/km
Leergewicht: 1115 kg
Kofferraumvolumen: 211–860 l
Basispreis: 18.990 Euro

Dass der Wagen gut in der Hand liegt, hängt auch mit dem Lederlenkrad zusammen, das im Gegensatz zum normalen Swift hier serienmäßig ist. Überhaupt besticht der Innenraum des Suzuki Swift Sport durch Funktionalität gepaart mit leichten Anflügen von Individualität. So kommen beispielsweise die Rundinstrumente durch die breiten Metallringe besser zur Geltung.

Das größte Manko ist – was Wunder? – natürlich der Platz. Zwar passt ein Kindersitz problemlos auf die Rückbank, für Mama oder Papa daneben wird’s dann aber schon eng. Nur an eine Familienkutsche zu denken, ist schon reichlich vermessen. Eher können wir uns den Suzuki Swift Sport als perfekten Zweitwagen für Familienväter vorstellen. Die eingangs erwähnten 18.990 Euro kostet der Renn-Floh, Metalliclackierung und reichlich Ausstattung wie Klimaautomatik, Tempomat, schlüsselloses Einsteigen und 17-Zoll-Alufelgen inklusive. Ein Preis-Leistungsverhältnis, das sich sehen lassen kann.

PS

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