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Wie viel Sprit darf man in Benzinkanistern mitnehmen?

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Von: Janine Napirca

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Frau an der Tankstelle befüllt Benzinkanister
Die Spritmenge, die man in seinem Pkw mitführen darf, ist begrenzt. © Rolf Poss/Imago

Der Sprit wird immer teurer. Man könnte daher Kraftstoff in Reservekanistern lagern. Doch wie viel ist erlaubt?

In Deutschland darf man, im Gegensatz zu einigen anderen Ländern, laut einem Bericht des ADAC.de in Privatfahrzeugen Reservekanister mit Kraftstoff mitführen. Allerdings ist die Menge begrenzt. Wie viele Liter Sie im Benzinkanister lagern dürfen und worauf sonst noch zu achten ist, lesen Sie hier.

Wie viele Liter Sprit darf man in Benzinkanistern im Auto lagern?

Wie viele Liter Sprit Sie im Benzinkanister im Auto mitführen dürfen, ist in Deutschland ganz klar geregelt. Sie dürfen in Ihrem Fahrzeug maximal 60 Liter Kraftstoff pro Reservekanister mitführen. Der ADAC empfiehlt jedoch, maximal 10 Liter Sprit im Auto mitzunehmen. Damit kommen Sie auf jeden Fall zur nächstgelegenen Tankstelle und setzen sich und Ihre Mitfahrer keinem unnötig großem Risiko aus. Achten Sie außerdem darauf, den Benzinkanister so weit wie möglich von den Personen im Wagen weg zu lagern. Am besten verstaut ist der Ersatzkanister gut gesichert im Kofferraum.

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Worauf muss man bei der Lagerung von Sprit im Benzinkanister im Auto achten?

Außerdem ist eine Kennzeichnung der Benzinkanister erforderlich. So müssen die Reservekanister dem ADAC zufolge entweder über eine UN-Zulassung oder über eine Reservekraftstoffkanister-Zulassung (RKK) verfügen. Ob Ihr Benzinkanister diese Voraussetzung erfüllt, entnehmen Sie der entsprechenden Prägung auf Ihren Reservekanistern.

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Beachten Sie die Regelungen im Ausland zur Mitnahme von Sprit in Benzinkanistern im Auto

Während die Gesamtmenge, die man an Sprit im Auto mitführen darf, in Deutschland recht hoch ist, sieht das im Ausland etwas anders aus. In einigen beliebten Reiseländern, wie beispielsweise Griechenland, Kroatien oder Bulgarien, dürfen Sie gar kein zusätzliches Benzin mitführen. Wenn Sie sich nicht an die jeweiligen Regelungen halten, müssen Sie mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Die nachfolgende Tabelle verschafft Ihnen einen kleinen Überblick, für welches Land welche Vorgaben zur Mitnahme von Sprit in Reservekanistern gilt:

Erlaubte Kraftstoffmenge in ReservekanisternLänder
keineBulgarien, Griechenland, Kroatien, Luxemburg, Rumänien
5 LiterMontenegro, Serbien
10 LiterBelgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Lettland, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn
20 LiterEstland, Litauen, Nordmazedonien, Polen, Slowakei
25 LiterLiechtenstein, Schweiz, Türkei

Quelle: ADAC.de

Beachten Sie außerdem, dass dem Bericht zufolge die Regelungen für Sprit in Benzinkanistern auf Fährschiffen abweichen können. Informieren Sie sich bei der zuständigen Fährgesellschaft, wenn Sie mit Ihrem Auto auf einer Autofähre reisen möchten. Auf allen Schiffen nach Großbritannien, Island, Irland und Zypern gilt beispielsweise aus Sicherheitsgründen ein komplettes Verbot, Extra-Sprit zu transportieren. Auch in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland kann die Mitnahme von Kraftstoff in Benzinkanistern untersagt sein.

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In diesen Fällen lohnt es sich nicht, zum Tanken ins Ausland zu fahren und Sprit in Benzinkanister abzufüllen

Reisen Sie mit Sprit in Reservekanistern von der EU in einen Nicht-EU-Staat oder wieder zurück, müssen Sie laut ADAC den transportierten Kraftstoff verzollen. Auch wenn innerhalb der EU Sprit nicht mehr verzollt werden muss: Fahren Sie beispielsweise zum Tanken nach Österreich und wollen in Reservekanistern weiteren Sprit mitnehmen, müssen Sie dem Bericht zufolge ab einer Menge von mehr als 20 Litern eine Mineralölsteuer bezahlen. (jn) tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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