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Tesla: Ärger um Videospiele während der Fahrt – Hersteller reagiert

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Von: Sebastian Oppenheimer

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In Tesla-Modellen war es für den Fahrer möglich, während der Fahrt Videospiele zu spielen. Nachdem nun Ärger drohte, hat der US-Elektroautobauer reagiert.

Austin – Während der Fahrt mit dem Smartphone hantieren – keine gute Idee. Aus gutem Grund drohen deshalb hierzulande ordentliche Bußgelder, wenn man es trotzdem macht – schließlich ist jede Art von Ablenkung während der Fahrt lebensgefährlich. Dementsprechend hochriskant sind selbstverständlich auch Videospiele im Auto – zumindest, wenn der Fahrer sie spielt. Doch Tesla hatte in den Fahrzeugen des Typs Model 3, S, X und Y eine Funktion eingeführt, die tatsächlich das Zocken auf dem zentralen Display während der Fahrt für den Fahrer ermöglichte. Nach heißen Diskussionen hat der texanische Autobauer nun aber reagiert, wie 24auto.de berichtet. (Tesla Model S gesprengt – wegen Hammer-Rechnung)

Tesla: Ärger um Videospiele während der Fahrt – Hersteller regiert

Gedacht war die Spiele-Funktion namens „Passenger Play“, die das Daddeln während der Fahrt ermöglicht, eigentlich für Beifahrer. Bei Nutzung des Features wurde der zentrale Infotainment-Bildschirm per Splitscreen aufgeteilt – allerdings diente der deutlich größere Teil als Spielfläche. („Falschparker“ an Superchargern: Mit dieser Technik kämpft Tesla dagegen an)

Blick ins Cockpit eines Tesla Model 3. (Symbolbild)
Auf dem zentralen Display konnten Tesla-Fahrer während der Fahrt Videospiele zocken – das löste heiße Diskussionen aus. (Symbolbild) © Jürgen Pfeiffer/Imago

Tesla: Ärger um Videospiele während der Fahrt – eigentlich für Beifahrer gedacht

Das Problem: Das Feature konnte problemlos auch vom Fahrer genutzt werden – während der Fahrt! Zwar musste ein Insasse vor der Nutzung bestätigen, dass er „nur“ ein Passagier ist. Doch System war nicht in der Lage zu überprüfen, ob es sich wirklich um den Beifahrer handelt – somit war das System anfällig für Missbrauch. Ähnliche Probleme hat Tesla immer wieder auch mit seinem „Autopilot“ beziehungsweise dessen höchster Ausbaustufe „Full Self-Driving“ – auch dieses System wird immer wieder von Kunden für hochriskante Aktionen genutzt, wie dieses Beispiel eines während der Fahrt hinter dem Lenkrad sitzenden Hundes zeigt.

Nach Bekanntwerden der Spiele-Möglichkeit für den Fahrer während der Fahrt, wurde darüber heiß diskutiert, woraufhin schließlich die US-Verkehrssicherheitsbehörde National HIghway Traffic Safety Administration (NHTSA) eine Untersuchung einleitete. Nun hat Tesla aber ganz offensichtlich reagiert: Das System wird per Over-the-Air-Software-Update so modifiziert, dass das Spielen während der Fahrt nicht mehr möglich ist, wie die „New York Times“ berichtet. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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