Angriff auf VW ID.3

Tesla Model 2: Wie billig wird der geplante elektrische Kompaktwagen wirklich?

Tesla Model Y, fahrend
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Vorbild Model Y: Der geplante Tesla Model 2 soll ebenfalls ein Schrägheck bekommen.

Fans von Tesla sind schon ganz aufgeregt: Bald könnte Elon Musk einen elektrischen Kompaktwagen für umgerechnet 21.000 Euro bringen. Aber ist das realistisch?

Palo Alto (Kalifornien) – Tesla hat in kurzer Zeit das geschafft, wofür beispielsweise Audi Jahrzehnte brauchte: Eine Marke zum begehrenswerten Luxusgut aufzubauen. Kehrseite für alle, die zwar dem Tesla-Kult anhängen, aber über ein schmales Auto-Budget verfügen: Die Modelle aus Kalifornien sind richtig teuer. Der preisgünstigste Neuwagen ist das Tesla Model 3 – das in Deutschland inklusive Überführung mindestens 41.000 Euro kostet. Beim amerikanischen Elektroauto-Branchenprimus ist also ganz klar noch Luft nach unten.

Das passt zur langfristigen „Top-Down“-Strategie von Elon Musk: Ganz bewusst hat er seine Großserienfertigung mit Luxus-Modellen wie dem Tesla Model S und Tesla Model X gestartet, um dann mit immer preisgünstigeren Autos den Massenmarkt zu erobern. Der nächste Schritt wäre also logischerweise einer weiter nach unten –  zu einem Tesla Model 2 (wobei Elon Musk bei der Namensgebung immer für Überraschungen gut ist). Und genau ein solches sieht jetzt das britische Portal Autocar kommen.

Bei dem für 2023 geplanten Kompaktwagen soll es sich um ein „Hatchback“ handeln, also um ein Fließheck-Modell nach Art des Model Y – nur eben deutlich kleiner. Und damit auch preisgünstiger: Die Spekulation lautet auf 25.000 US-Dollar. Das wären, nach derzeitigem Kurs umgerechnet, etwa 21.000 Euro. Möglich machen sollen dies angeblich eine Fertigung in China und neue, effizientere Akkus aus der problembehafteten Gigafactory Berlin-Brandenburg in Grünheide. Doch dass deutsche Kunden nach Abzug der staatlichen Vergünstigungs-Prämie tatsächlich für gut 11.500 Euro einen neuen Tesla geliefert bekommen, ist aus verschiedenen Gründen sehr unwahrscheinlich.

Zunächst einmal ist der kolportierte Dollar-Preis schon sehr knapp angesetzt. Zum Vergleich: Auch das Apple iPhone wird in China produziert – die dortigen, wesentlich geringeren Fertigungskosten kommen aber bekanntlich nicht den Kunden zugute, sondern Apples Cash-Beständen. Schließlich bestimmt die Nachfrage den Preis – und die ist auch nach hippen E-Autos von Tesla durchaus hoch. Dazu kommen Steurn und Zoll für ein aus China importiertes Auto. Eine seriöse Spekulation liegt also eher bei rund 30.000, möglicherweise auch 35.000 Euro. Billig wäre das wieder nicht – allerdings trifft Tesla beim Marktstart jetzt auf bereits etablierte Elektro-Konkurrenten in der Klasse wie den VW ID.3. Das könnte tatsächlich ein Grund sein, sich bei der Preisfindung etwas zu bremsen. Die komplette Geschichte zum geplanten Tesla Model 2 lesen Sie auf 24auto.de*. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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