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Nach schwerem Tesla-Unfall: Taxi-Unternehmen legt Model-3-Flotte still

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Das größte Pariser Taxi-Unternehmen zieht nach einem schweren Unfall Konsequenzen: Vorerst sollen keine Teslas des Typs Model 3 mehr eingesetzt werden.

Paris – Drastische Maßnahme: Das Pariser Taxi-Unternehmen G7 hat bekannt gegeben, dass es vorerst keine Tesla-Autos des Typs Model 3 einsetzen will. Andere Modelle des US-Elektroautoherstellers sollen demnach aber weiterhin in der Flotte fahren. Bei einem Unfall war kürzlich ein Passant getötet und 20 weitere verletzt worden. Nach Angaben des französischen Verkehrs-Staatssekretärs Jean-Baptiste Djebbari gibt es aktuell keine Hinweise auf ein technisches Problem, wie 24auto.de berichtet.

Nach tödlichem Tesla-Unfall: Taxi-Unternehmen legt Model-3-Flotte still

Es bestand der Verdacht eines technischen Defekts, was der US-Hersteller jedoch zurückwies. Djebbari sagte dem Sender RMC, dass es „nach derzeitigem Stand“ keine Hinweise auf eine technische Störung als Ursache gebe. In den USA allerdings ist Tesla zuletzt nach einigen Unfällen im Zusammenhang mit dem „Autopilot“ erneut ins Visier der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA geraten.

Fahraufnahme eines Tesla Model 3 (Symbolbild)
Ein Pariser Taxiunternehmen hat seine Tesla-Fahrzeuge vom Typ Model 3 nach einem Unfall vorerst still gelegt. (Symbolbild) © Pontus Lundahl/Imago

Nach tödlichem Tesla-Unfall: E-Autobauer bestreitet technische Probleme

Bei der Unglücksfahrt in der Pariser Innenstadt hatte der Fahrer die Kontrolle über sein Auto verloren und war gegen zahlreiche Menschen und Gegenstände am Straßenrand geprallt. Ein französischer Untersuchungsrichter leitete ein Ermittlungsverfahren wegen „fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung“ gegen den Fahrer ein, wie es aus Justizkreisen hieß. (Tesla „Full Self-Driving“: Verbraucherschützer warnen vor Beta-Test)

Wegen der Geschwindigkeit und dem Fahrverhalten hatte es Mutmaßungen gegeben, dass beispielsweise das rechte Pedal geklemmt haben könnte. Nachdem Tesla die Daten des verunglückten Fahrzeugs aus der Ferne überprüft hatte, bestritt das US-Unternehmen jedoch, dass es ein technisches Problem mit dem Auto gegeben habe. Der Elektroautobauer, der zuletzt in einer US-Qualitätsstudie nur auf dem vorletzten Platz landete, versicherte auf AFP-Anfrage seine Bereitschaft, mit den Pariser Behörden zusammenzuarbeiten.*24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. (Mit Material von AFP)

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