Tipps für Autofahrer

Wo müssen eigentlich alte Autobatterien entsorgt werden?

Tipps für Autofahrer: Wo müssen eigentlich alte Autobatterien entsorgt werden?
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Wer seine Autobatterie wechselt, muss die alte richtig entsorgen.

Alte Autobatterien werden nicht über den Müll, sondern über ein Rücknahmesystem entsorgt. Dank dieser Regelung haben defekte Akkus sogar gewissen Geldwert.

  • Alle paar Jahre ist ein Wechsel der Autobatterie* nötig.
  • Wer den Austausch selbst durchführt, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Batterie nicht überall entsorgt werden kann.
  • Welche Möglichkeiten dafür gibt es?

Vor allem angesichts der komplexer werdenden Bordelektronik von Fahrzeugen lassen viele Autobesitzer einen Batteriewechsel von Profis durchführen. Dennoch kann man in vielen Fällen diesen alle paar Jahre fälligen Service auch in Eigenregie durchführen. Allerdings stellt sich die Frage: Wohin mit der alten Starterbatterie?

Autobatterie entsorgen: Hier droht sogar ein Bußgeld

Die meisten werden es wohl schon ahnen oder wissen: Niemals in den Hausmüll damit. Noch verwerflicher: Die Entsorgung im Wald, am Rastplatz oder in Gewässern. In solchen Fällen drohen empfindliche Bußgelder. Denn: Eine Batterie beinhaltet unter anderem Schwermetalle und Säuren, die keinesfalls in die freie Natur entweichen dürfen.

Pfand-System beim Autobatterie-Kauf

Damit keine rücksichtslos entsorgte Autobatterie die Umwelt verschmutzt, gibt es bereits seit vielen Jahren ein Rücknahmesystem, welches über das sogenannte Batteriegesetz geregelt wird. Demnach muss jeder, der neue Akkus verkauft, alte Batterien annehmen. Das Gesetz verlangt, dass Vertreiber von Fahrzeugbatterien beim Verkauf einer Batterie eine zusätzlich Pfandgebühr von 7,50 Euro erheben, sofern der Käufer nicht gleich beim Kauf eine Altbatterie abgibt, also gegen die neue tauscht. Falls nicht, händigt der Verkäufer dem Kunden einen Nachweis für die Pfandzahlung aus.

Mit diesem und der alten Batterie kann sich der Verbraucher dann beim Händler mit der Übergabe der Altbatterie seine 7,50 Euro Pfandgebühr zurückerstatten lassen. Hat er keinen Nachweis für die Pfandgebühr, muss der Vertreiber zwar Altbatterien entgegennehmen, nicht aber die Pfandgebühr zahlen. Allerdings kann der Endnutzer sich dann die Abgabe quittieren lassen, was es ihm zum Beispiel erlaubt, sich die Pfandgebühr zum Beispiel auch von einem Online-Händler gegen Vorlage des Belegs erstatten zu lassen. Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass Endnutzer Altbatterien auf dem Postweg zurückschicken, was mit gewissen Gefahren für die Umwelt verbunden ist.

Eine weitere Möglichkeit ist die Abgabe der Altbatterie bei Wertstoffhöfen, die ebenfalls kein Pfand zahlen, die Annahme aber quittieren können.

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Autobatterie-Transport sollte vorsichtig geschehen

Altbatterien sollten stets mit gewisser Vorsicht und möglichst aufrecht bewegt werden. Die Akkus sind in der Regel nicht absolut dicht. Liegen sie auf der Seite, kann Säure austreten. Neben Verätzun gen können dabei auch gefährliche Gase entstehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zum Tragen des Alt-Akkus Handschuhe tragen.

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Mario Hommen/SP-X

Batterie streikt: So klappts mit der Starthilfe

Starthilfe
So klappts mit der Starthilfe, wenn die Batterie streikt. Bevor es los geht sollten Sie folgendes beachten: Beide Batterien müssen die gleiche Spannung haben. Entladene Batterien nicht vom Bordnetz trennen. Zwischen den Fahrzeugen keinen Karosseriekontakt herstellen. © GTÜ
Starthilfe
1. Die Klemme des roten Kabels an den Pluspol (+) der entladenen Batterie. © GTÜ
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2. Anderes Ende des roten Kabels an den Pluspol der Strom spendenden Batterie. © GTÜ
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3. Schwarze Kabelzange an den Minuspol (–) der Strom gebenden Batterie. © GTÜ
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4. Anderes Ende des schwarzen Kabels an Motor- oder Karosseriemasse (meist stabile Metall-Lasche) und NICHT an den Minuspol der entladenen Batterie anklemmen, denn explosive Gase könnten sich hier durch Funkenschlag entzünden. © GTÜ
Starthilfe Auto Batterie
5. Kabel in umgekehrter Reihenfolge abklemmen. © GTÜ

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