Roadtrip mit dem Campingwagen

Urlaub mit Wohnmobil: Mit diesen Tipps sind Sie für die Reise gewappnet

Weißes Wohnmobil am See an einem Sommerabend.
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Ein Urlaub mit dem Wohnmobil hat etwas Abenteuerliches an sich.

Sie planen einen Urlaub mit dem Wohnmobil? Wir haben einige Tipps für Sie, mit denen Sie für die Reise bestens vorbereitet sind.

Die Corona-Pandemie hat den Run auf die Reisemobile* im letzten Jahr verstärkt – der Trend hält auch 2021 noch an. Der Caravaning-Verband CIVD registriert eine hohe Zahl vornehmlich jüngerer Neueinsteiger, egal ob die Lust am Camping wiederentdeckt wurde oder vielleicht erstmals mit den Gedanken an einen Wohnmobil-Urlaub gespielt wird. Doch wie gehe ich an das Thema heran? Worauf muss ich achten? Ein Ratgeber – nicht nur für Wohnmobil-Novizen.

Urlaub mit dem Wohnmobil: Tipps vor der Fahrt

Natürlich gibt es jede Menge Internet-Portale, bei denen man sich mit dem Thema vertraut machen kann. Gerade für Einsteiger ist es aber wichtig, die Fahrzeuge auch selbst in Augenschein zu nehmen, um ein Gefühl für die Platzverhältnisse zu bekommen. Vor der Buchung empfiehlt es sich daher, das Wohnmobil beim Händler oder der Vermietung selbst anzusehen.

Zur Auswahl stehen kompakte Campingbusse mit einer Länge von circa fünf Metern, größere Camper-Vans die bis zu 6,40 Meter lang sind sowie die umfangreich ausgestatteten Wohnmobile, die sogar 9 Meter lang sein können. Welche Fahrzeugklasse Ihren persönlichen Bedürfnissen entspricht, müssen Sie selbst entscheiden – jede hat Vor- und Nachteile. Wer mit der ganzen Familie verreisen möchte, sollte eher ein Wohnmobil in Erwägung ziehen.

Doch Vorsicht: Besitzer des B-Führerscheins dürfen sich nur bei Campern und Wohnmobilen bis maximal 3,5 Tonnen ans Steuer setzen. Wer noch den alten Führerschein Klasse 3 vorweisen kann, darf wegen des Bestandsschutzes selbst Dickschiffe bis zu 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht fahren. Wenn die Auswahl getroffen ist, lassen Sie sich bei der Fahrzeug-Übergabe alles genau erklären. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um sämtliche Ablasshähne, Ventile, Sicherungskasten, Heizung, Lüftung und Kühlschrank zu verstehen.

Lesen Sie auch: So viel kostet der Urlaub mit dem Wohnmobil.

Im Video: Tipps für den Wohnmobil-Urlaub mit Kindern

Urlaub mit dem Wohnmobil: Tipps während der Reise

  • Nur notwendige Dinge einpacken:
    Überladung sorgt nicht nur dafür, dass es im Wohnmobil unübersichtlich werden kann, es stellt auch ein sicherheitsrelevantes Risiko dar. Bremswege werden dadurch länger und Ausweichmanöver tückischer. Außerdem drohen bei der Überladung saftige Strafen besonders im Ausland– in Österreich beispielsweise bis zu 5.000 Euro. Deshalb kann im Zweifel vor der Abfahrt in den Urlaub eine Fahrt über eine öffentliche Waage durchaus sinnvoll sein. Generell gilt, dass schwere Sachen am besten in Bodennähe oder – sofern vorhanden – im doppelten Boden untergebracht werden. Lose Gegenstände sollten während der Fahrt nirgends herumliegen, da sie beim scharfen Bremsen zu Geschossen werden können.
  • Campingplatz unbedingt früh genug buchen:
    Grundsätzlich empfiehlt es sich, die für eine Reise angedachten Campingplätze zu reservieren. Durch den Camping-Boom sind viele Plätze schnell ausgebucht. Stellplätze bieten sich als preiswerte, auch mehrtägige Übernachtungsmöglichkeit an – als Alternative zu Campingplätzen. 5 bis 15 Euro sind pro Nacht auf Stellplätzen zu veranschlagen, 20 bis 35 Euro auf Campingplätzen in der Hauptsaison für ein Reisemobil mit zwei Personen. In der Nähe von Hauptstädten freilich auch 50 bis 60 Euro oder gar mehr.
  • Wildcampen ist nicht erlaubt:
    Auch wenn die Caravaning-Werbung gerne die grenzenlose Freiheit vorgaukelt und Wohnmobile einsam in malerischer Natur zeigt, ist freies Campen in Deutschland prinzipiell verboten. Allerdings ist eine Übernachtung auf einem regulären Parkplatz zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“, wie es offiziell heißt, erlaubt. Dabei dürfen aber weder eine Markise ausgefahren, noch Campingtisch und -stühle benutzt werden.

    Lesen Sie auch: Darf ich im Wohnwagen oder Wohnmobil am Straßenrand übernachten?
  • Zur Neben- oder zur Hochsaison?
    Im Sommer ist mit vielen anderen Urlaubern zu rechnen. Wer dies vermeiden möchte, sollte die Reise lieber zur Nebensaison planen. Zur Hochsaison während der Sommerferien kann es aber für Kinder spaßiger sein, da sie sich eher mit gleichaltrigen anfreunden und beschäftigen können.
  • Unternehmungen planen:
    Sobald Sie Ihre gewünschte Route geplant und bestimmte Orte sowie Sehenswürdigkeiten herausgesucht haben, berücksichtigen Sie, dass die Campingplätze nicht zu weit davon entfernt sind. Idealerweise können Sie dann zu Fuß losziehen und das Wohnmobil stehen lassen – damit vermeiden Sie auch eine Parkplatzsuche, die mit einem großen Fahrzeug sehr herausfordernd sein kann. Ihre Wertsachen sperren Sie weg oder nehmen sie am besten einfach mit.
  • Verkehrsregeln im Ausland beachten:
    Sollte Sie Ihre Reise ins Ausland führen, erkundigen Sie sich unbedingt über die jeweiligen Regelungen. Seien es Mautgebühren oder Geschwindigkeitsbegrenzungen: Im Urlaub möchten Sie sich nicht mit unerwarteten Schwierigkeiten befassen, die sich leicht vermeiden lassen.

Auch interessant: Wildcampen in Europa: In welchen Ländern ist es erlaubt?

(Michael Lennartz/SP-X/ök) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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