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Wie Sie Ihren Oldtimer für den Sommer fahrtüchtig machen

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Tipps für Oldtimer-Besitzer: Wie Sie Ihr Auto für den Sommer fahrtüchtig machen
Wer seinen Oldtimer aus dem Winterschlaf holt, muss diesen erst wieder richtig fahrtüchtig machen. © SP-X

Bevor es mit dem Oldtimer auf die Straße gehen kann, steht erst ein wenig Arbeit an. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Gefährt für den Sommer fahrtüchtig machen.

Wer seinen Oldtimer fachgerecht in den Winterschlaf versetzt hat, muss diesen wieder entsprechend wecken. Dafür müssen Besitzer von Fahrzeugen mit dem H-Kennzeichen* einiges beachten.

Oldtimer aus dem Winterschlaf holen: Der Autobatterie wieder Saft geben

Los geht es mit der Autobatterie. Diese muss vom Ladegerät gelöst und wieder ans Bordnetz geklemmt werden. Wurde die Batterie über den Winter nicht geladen, muss das vor der ersten Ausfahrt sehr wahrscheinlich nachgeholt werden. Am besten gelingt dies mit einem Batterieladegerät. Alternativ lässt sich der Energiemangel per Starthilfe überbrücken. Ist das Bordstromnetz wieder autark, werden alle elektrischen Funktionen geprüft. Über den Winter könnten Steckverbindungen und Sicherungen korrodiert sein, was zu Ausfällen führen kann.

Oldtimer fahrtüchtig machen: Worauf beim Motorstart zu achten ist

Noch vor dem Motorstart sollten übrigens die Stände von Öl und Kühlflüssigkeit geprüft werden; gegebenenfalls muss man hier nachfüllen. Zeigen sich nach längerer Standzeit Flecken auf dem Garagenboden, weist dies auf Undichtigkeiten hin. Sind die Füllstände korrekt, wird der Motor angelassen. Ein fitter Motor sollte spontan anspringen. Achtung bei Fahrzeugen mit Katalysator: Langes "Orgeln" kann ihn schädigen.

Reifen und Bremsen des Oldtimers überprüfen

Ebenfalls wichtig ist ein Reifencheck. Weisen die Pneus poröse Stellen, Fremdkörper oder zu wenig Profil auf, empfiehlt sich ein Tausch. Zudem sollte vor dem ersten Ausflug der korrekte Luftdruck eingestellt werden, auch beim Ersatzrad.

Die ersten Kilometer geht man es besser gelassen an, denn der häufig nach langer Standzeit vorhandene Flugrost an den Bremsen kann die Bremsleistung zunächst einschränken.

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Das müssen Sie bei der Reinigung Ihres Oldtimers beachten

Nach dem Technikcheck folgt eine ausgiebige Reinigung, um das Gefährt von Staub zu befreien. Am besten säubert man es von Hand, der Strahl eines Hochdruckreinigers könnte dem alten Lack und den Gummidichtungen zusetzen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, spendiert dem Fahrzeug ein spezielles Auto-Shampoo. Handelsübliche Wasch- oder Spülmittel eignen sich nur bedingt zur Anwendung im Kfz-Bereich, da sie entfettend wirken. Nach der Grundreinigung außen sorgen Politur und schützende Wachsschicht für Glanz.

Spezielle Pflegemittel gibt es auch für Cabrio-Verdecke. Nach dem Reinigen und vor dem Öffnen muss das Verdeck gründlich durchgetrocknet sein. Außerdem sollte beim erstmaligen Öffnen ein Blick auf die Mechanik geworfen werden, die unter Umständen geschmiert werden muss.

Abschließend freut sich auch der Innenraum über ein wenig Aufmerksamkeit. Cockpit-Sprays hauchen Plastikoberflächen wieder alte Tiefe ein, spezielle Pflegemittel gibt es auch für Stoff- und Ledersitze sowie Holzoberflächen. Gummidichtungen reibt man mit einem Pflegestift ein, damit sie geschmeidig bleiben. Schlösser und Türscharniere freuen sich über ein bisschen Öl.

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Elfriede Munsch/SP-X

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