Motorrad-Fahrbericht

Drei Zylinder, zwei Räder, ein Erlebnis: Erfahrungen mit der Triumph Rocket 3 GT

Drei Zylinder, zwei Räder, ein Erlebnis: Erfahrungen mit der Triumph Rocket 3 GT
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Triumph Rocket 3 GT - Die Rakete im Fahrtest.

Der Triumph Rocket 3 GT ist das Serienmotorrad mit dem größten Hubraum. Wie sich die Rakete fährt, erfahren Sie hier.

  • 2.458 Kubikzentimeter bringen den Dreizylinder in der Triumph Rocket 3 GT in Wallung.
  • Mehr Hubraum hat kein Serienmotorrad.
  • Ist das noch fahrbar? Auf jeden Fall ist es ein eindrückliches Erlebnis!

Am besten nimmt man einen kleinen Zettel und notiert darauf, damit man es glaubt: Die Triumph Rocket ist mit 2.458 Kubikzentimetern das hubraumstärkste Serienmotorrad der Welt. Sie hat

  • 167 PS,
  • wiegt 320 Kilogramm,
  • erreicht Tempo 100 in 3,3 Sekunden
  • und fährt 222 km/h schnell.
    Und sie wird von einem Dreizylindermotor angetrieben, auch wenn das Trumm unterm Sitz an einen Sechszylinder erinnern könnte. So viel zur beeindruckenden Theorie – nun zur Praxis. Erfahrungen mit der Rocket 3 GT.

Die Triumph Rocket 3 GT: Cooler Sitzplatz für den Raketenstart

Gerade mal 78 Zentimeter über dem Boden thront man im Sattel der Rocket. So hat man die sechseinhalb Zentner gut im Grff und kann trotzdem cool aufs umliegende Verkehrsgeschehen herabblicken. Man weiß schließlich, was man hat. Und das ist eine schiere Urgewalt, wenn man den Kupplungshebel im ersten Gang löst: Die Rocket geht – nomen est omen – tatsächlich ab wie eine Rakete. Dank Schaltautomatik rattert man die Gänge ruckzuck hoch und beginnt dann nach kurzer Zeit – die 200-km/h-Marke ist in etwa elf Sekunden erreicht – wieder langsam geregelt zu atmen. Der Vortrieb endet dann laut Tacho erst bei 236 km/h.

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Das kann die Triumph Rocket 3 GT in Kurven

Die Triumph Rocket 3 GT liegt gut in der Kurve.

Das Erstaunliche: Die Rocket ist dabei ruhig und stets beherrschbar, liegt scheinbar mit ihrem gesamten Gewicht auf der Straße, ohne Pendeln, ohne Wackeln, dafür mit vibrierenden Spiegeln. Schnell und geradeaus kann aber jeder. Das wahre Können zeigt sich in der Kurve. Und da war die Vorgängerin, die 2017 von der Abgasnorm eliminierte Rocket III, ein brutales Teil. Nur wer die Hinterbacken zusammenkniff und seinen ganzen Mut zusammennahm, kam flott um die Kurve. Und heute? Sanft wie ein Lamm segelt die Engländerin auf der gewählten Linie durchs Geschlängel, lässt sich ohne Murren korrigieren und folgt willig dem Wunsch des Piloten. Das ist nun Genuss pur.

Gerade auf kleineren Straßen macht die Rocket dank dieser Eigenschaften Riesen-Spaß. Und da der Dreizylindermotor längs eingebaut ist, bleibt ausreichend Schräglagenfreiheit, sodass man sich trotz fettem 240er-Hinterreifen unbeschwert dem Kurvenschwingen hingeben kann. Die Bremsen sind der Wucht und der Dynamik angepasst und verzögern feinfühlig, mit einem beherzten Zug steht die Fuhre auch mal fix. Übrigens ist die Triumph auch in der Stadt durchaus fahrbar und schlängelt sich halbwegs wendig durchs Gewühle.

Triumph Rocket 3 GT: Ein Cockpit für Wissenschaftler

Triumph Rocket 3 GT verfügt über ein voll digitales Cockpit.

Das Cockpit ist voll digital und so vielfältig einstellbar, dass man fast schon Raketenwissenschaften studiert haben sollte, um all den Feinheiten und Einstellmöglichkeiten auf den Grund zu kommen. Der Schnelldurchlauf tut es auch, um Fahrprogramme, Füllstand des Tanks und Tageskilometer einzustellen und abzulesen.

So viel verbraucht die Rakete

Stoische Ruhe benötigt man dafür beim Tanken*. Bei einem Verbrauch zwischen sechs Litern (beim Landstraßenbummeln) und knapp acht Litern (beim Tempobolzen) ist der 19-Liter-Tank theoretisch nach Etappen zwischen etwa 240 und gut 300 Kilometern leer. Das Nachfüllen dauert wegen des endlos langsam nachlaufenden Sprits wirklich sehr lange. Unschön ist auch, dass der Tankdeckel aus profanem Plastik mit dem Schlüssel geöffnet werden muss, wo doch ansonsten das Bike mit Transponder im Keyless-Go-System gestartet werden kann.

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Triumph Rocket 3 GT: Der Preis für das Vergnügen

Zu einem Preis ab 22.750 Euro steht die Rocket GT beim Händler. Theoretisch. Denn die für Deutschland georderten Exemplare sind schon fast komplett ausverkauft. Kein Wunder, dieses Motorrad glänzt nicht nur mit eindrucksvollen Werten, sondern fährt sich richtig gut, hat obendrein noch technische Schmankerl wie Kurven-ABS, dynamische Traktionskontrolle, Berganfahrhilfe sowie (leider etwas funzelig) hinterleuchtete Lenkerschalter. Ein Power Cruiser wie aus dem Bilderbuch.

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Volker Pfau

Die neuen Motorroller für 2020

Seit wenigen Jahren sind auch die Retro-Roller der einstigen Traditionsmarke Lambretta wieder präsent. Foto: Lambretta/KSR Group/dpa-tmn
Seit wenigen Jahren sind auch die Retro-Roller der einstigen Traditionsmarke Lambretta wieder präsent. Foto: Lambretta/KSR Group/dpa-tmn © Lambretta
Größter Anbieter von E-Rollern ist NIU aus China. Für 2020 hat das Unternehmen drei neue Modelle angekündigt – eines soll auch zwei Personen transportieren können. Foto: NIU/KSR Group/dpa-tmn
Größter Anbieter von E-Rollern ist NIU aus China. Für 2020 hat das Unternehmen drei neue Modelle angekündigt – eines soll auch zwei Personen transportieren können. Foto: NIU/KSR Group/dpa-tmn © NIU
Die uramerikanische Männer-Motorrad-Schmiede Harley-Davidson will einen Elektro-Roller auf den Markt bringen. Foto: Harley-Davidson/dpa-tmn
Die uramerikanische Männer-Motorrad-Schmiede Harley-Davidson will einen Elektro-Roller auf den Markt bringen. Foto: Harley-Davidson/dpa-tmn © Harley-Davidson
Die SH150i von Honda kommt mit LED-Licht, einem effizienteren Motor, mehr Stauraum und einer Traktionskontrolle für das Hinterrad. Foto: Honda/dpa-tmn
Die SH150i von Honda kommt mit LED-Licht, einem effizienteren Motor, mehr Stauraum und einer Traktionskontrolle für das Hinterrad. Foto: Honda/dpa-tmn © Honda
Auf modernes Design setzt Honda auch bei seinem überarbeiteten Modell SH125i. Foto: Honda/dpa-tmn
Auf modernes Design setzt Honda auch bei seinem überarbeiteten Modell SH125i. Foto: Honda/dpa-tmn © Honda
Beim Modell E-Ludix setzt Peugeot auf den E-Antrieb. 50 Kilometer Reichweite sollen möglich und der Akku innerhalb von drei Stunden wieder aufgeladen sein. Foto: Peugeot/dpa-tmn
Beim Modell E-Ludix setzt Peugeot auf den E-Antrieb. 50 Kilometer Reichweite sollen möglich und der Akku innerhalb von drei Stunden wieder aufgeladen sein. Foto: Peugeot/dpa-tmn © Peugeot
Dreiradroller wie der Metropolis 400 von Peugeot sollen auf rutschigem Untergrund die Fahrsicherheit erhöhen. Foto: Peugeot/dpa-tmn
Dreiradroller wie der Metropolis 400 von Peugeot sollen auf rutschigem Untergrund die Fahrsicherheit erhöhen. Foto: Peugeot/dpa-tmn © Peugeot
In der 50-ccm-Klasse verkauft Vespa die Roller Sprint und Primavera (im Bild), den es auch als 125-ccm-Modell gibt. Foto: Piaggio Group/dpa-tmn
In der 50-ccm-Klasse verkauft Vespa die Roller Sprint und Primavera (im Bild), den es auch als 125-ccm-Modell gibt. Foto: Piaggio Group/dpa-tmn © Piaggio Group
Das Modell Elettrica bietet Vespa bereits seit 2018 in zwei Varianten mit 45 km/h und 70 km/h Spitzentempo an. Foto: Piaggio Group/dpa-tmn
Das Modell Elettrica bietet Vespa bereits seit 2018 in zwei Varianten mit 45 km/h und 70 km/h Spitzentempo an. Foto: Piaggio Group/dpa-tmn © Piaggio Group
Führend in der großen, sportlich ausgelegten Klasse ist der TMax 560 von Yamaha. Foto: Matthijs Van Roon/Yamaha/dpa-tmn
Führend in der großen, sportlich ausgelegten Klasse ist der TMax 560 von Yamaha. Foto: Matthijs Van Roon/Yamaha/dpa-tmn © Matthijs Van Roon

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