Bericht über Streit nach Autoverkauf

Bulli angeblich nur noch „Schrott“ – warum bestand gebrauchter VW-Bus die TÜV-Prüfung?

Gerade viele Camping-Einsteiger interessieren sich zunehmend für einen Urlaub mit dem Campingbus.
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Nach dem Verkauf des Busses kamen dem Bericht zufolge Mängel zum Vorschein. (Symbolbild)

So hat sich eine Frau den Autokauf gewiss nicht gewünscht: Ein gebrauchter VW-Bus hatte die TÜV-Prüfung bestanden. In der Werkstatt stellte sich allerdings Folgendes heraus.

Jedes Fahrzeug muss bekanntlich regelmäßig zur Hauptuntersuchung (HU)*, um bei einer Prüforganisation wie TÜV, Dekra, KÜS oder GTÜ seine Verkehrstauglichkeit überprüfen zu lassen. Soweit so gut. Eine Frau hatte mit ihrem gebrauchten T-3-Bulli, den sie einem Bericht zufolge Ende 2020 mit gültiger HU-Plakette gekauft hatte, allerdings offenbar großes Pech. Autobild.de berichtete über den Vorfall, wonach die Frau den gebrauchten VW-Bus, der gerade die Hauptuntersuchung bestanden hatte, für 12.800 Euro gekauft hat. Doch hinterher stellte sich dem Bericht zufolge in einer Werkstatt heraus, dass der Bus in keinem guten Zustand war.

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Hauptuntersuchung bei Dekra – Nachprüfung beim TÜV

Das war dem Bericht zufolge passiert: Die Dekra, wohin der Verkäufer das Auto zunächst zur Hauptuntersuchung gebracht habe, habe geurteilt, dass das Fahrzeug erhebliche Mängel habe. Also: Beheben und wieder kommen. Neun Punkte seien beanstandet worden. Der Verkäufer haben den Bus nach eigener Aussage reparieren lassen und ihn ein paar Wochen später zur Nachprüfung – diesmal zum TÜV Nord – gebracht, schreibt Autobild.de außerdem zu den Hintergründen. Dort wiederum sei im Protokoll vermerkt worden, dass „keine Mängel festgestellt“ worden seien, und die Plakette, die nur verkehrssichere Autos bekommen sollten, wurde dem Bericht zufolge erteilt.

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Bericht: Bulli angeblich nur noch „Schrott“ – warum bestand er TÜV-Prüfung?

Es kam zum Verkauf des Fahrzeugs. Nur durch einen Zufall habe eine Werkstatt danach entdeckt, dass der Frau Schrott angedreht worden sei, heißt es in dem Bericht auf Autobild.de, wo unter anderem auch ein Kfz-Meister zu Wort kommt, der sagt, das Auto sei aus seiner Sicht nicht fahrbereit. Er ließ dem Bericht zufolge ein weiteres Gutachten anfertigen, diesmal vom TÜV SÜD. 15 Mängel seien festgestellt worden. „Bremsleitungen und -schläuche defekt, Schweller durchgerostet und zum Teil mit Bauschaum ausgesprüht, durchgerostete Achskörper, undichter Tank, ölfeuchter Motor.  Und so weiter“, schreibt Autobild.de über den Zustand. Ein weiterer Kfz-Meister urteilt dem Bericht zufolge, dass der Bulli nie eine Plakette hätte bekommen dürfen.

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Handelt es sich um ein Missverständnis? Der Verkäufer habe „Auto Bild“ gegenüber versichert, er sei aus allen Wolken gefallen; er habe zwischen der ersten und zweiten Untersuchung alle bemängelten Punkte in der Werkstatt machen lassen. Beim TÜV Nord erklärte ein Sprecher dem Bericht auf Autobild.de zufolge zudem: „Bitte beachten Sie, dass es sich bei der TÜV-Nord-Fahrzeugprüfung um die Nachprüfung einer vorher von Dekra durchgeführten Hauptuntersuchung handelt, und bei der deshalb nur die beanstandeten Mängel begutachtet werden.“

Wie auch immer und an welcher Stelle es zu welcher Einschätzung gekommen ist: Die Leidtragende sei in dem Fall die Käuferin des mangelhaften Fahrzeugs, so das Fazit des Berichts. (ahu) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Quelle: Autobild.de

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

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