Umfrage: Das sagen die Deutschen zum Biosprit E10

Berlin - Der umstrittene Biosprit E10 steht bei den Deutschen alles andere als hoch im Kurs. Nur 10 Prozent wollen E10 tanken, wie der am Donnerstag veröffentlichte neue “ARD-Deutschlandtrend“ zeigt.

61 Prozent der Deutschen sind demnach dafür, die Einführung zu stoppen, nur 32 Prozent der Befragten wollen, dass die Einführung von E 10 fortgesetzt wird.

Die größten Spritschlucker der Straße

Hier sind die größten Spritfresser: Der sparsamste, der Pickup F-250 von Hersteller Ford, verbraucht im Schnitt etwa 16,2 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Flying Spur kam im Jahr 2006 auf den Markt. Er verbraucht 17,4 Liter auf 100 Kilometer bei 560 PS. © dpa
Die Limousine 57S von Hersteller Maybach ist mit 612 PS sehr leistungsstark. Allerdings verbraucht das Auto auch 18,1 Liter/100 km. © dpa
Auch Mercedes ist bei den Benzinverbrauchern vertreten. Der ML 63 verbraucht wie der Maybach etwa 18,1 Liter/100 km. © dpa
540 PS stark ist der Ferrari 612 Scaglietti, mit Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h - aber er schluckt auch knapp 19 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Azure war 1998 das teuerste Cabrio der Welt. Das heutige Modell verbraucht 19,6 Liter Super Plus im Schnitt. Im Stadtverkehr schluckt er ordentlich: Über 26 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Supersportwagen Veyron von Bugatti rast mit über 400 km/h nur so über die Straßen - im Schnitt verbraucht er 21,4 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Als Stadtfahrzeug ist der Bugatti allerdings nicht wirklich geeignet. Da erhöht sich der Verbrauch nämlich auf satte 30 Liter/100 km. © dpa
Murciélago, auf Spanisch Fledermaus, ist der Name dieses Lamborghini. Es war der Name eines erfolgreichen Kampfstiers in Spanien. © dpa
Aber er trinkt wohl mehr, als der Stier. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331 km/h verbraucht der Murciélago im Schnitt 22,4 Liter - der Topschlucker. © dpa

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59 Prozent wollen erst einmal bei Super oder Super Plus bleiben. Rund zwei Drittel der Deutschen finden es nicht vertretbar, aus Pflanzen Kraftstoff für Autos zu gewinnen, weil dadurch Nahrungsmittel weltweit knapper und teurer werden könnten. 25 Prozent halten dies für okay, weil so weniger CO2 ausgestoßen und das Klima geschützt werden kann. Die Klimabilanz von E10 ist aber umstritten. E10 hat einen zehnprozentigen Ethanolanteil, dieses wird aus Getreide und Zuckerrüben gewonnen. Wegen der Verunsicherung der Verbraucher ist E10 bisher vielerorts ein Ladenhüter, die Einführung an weiteren Tankstellen wurde daher vorerst gestoppt.

DAT-Übersicht zur E10-Verträglichkeit

www.dat.de/e10

ADAC-Übersicht zur E10-Verträglichkeit

www.adac.de/e10

Für die schlechte Informationspolitik machen 51 Prozent der Deutschen die Bundesregierung verantwortlich. 29 Prozent meinen, dass dafür in erster Linie die Mineralölkonzerne verantwortlich sind. Neun Prozent sehen die Verantwortung für die schlechte Informationspolitik bei den Autoherstellern. Für die Umfrage befragte Infratest dimap von Dienstag bis Mittwoch bundesweit 620 Wahlberechtigte am Telefon.

dpa

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