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Umweltplakette: Alle Infos zu den grünen, gelben und roten Aufklebern für die Umweltzone

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Die Umweltplakette gibt es in drei Farben.
Die Umweltplakette gibt es in drei Farben. © picture alliance / Marijan Murat

In dutzenden deutschen Städten gibt es mittlerweile Umweltzonen - die Einfahrt ist nur mit einer entsprechenden Plakette erlaubt. Wir erklären, welche Ihr Auto braucht.

Die Umweltplakette - auch Feinstaubplakette genannt - wurde in Deutschland im Jahr 2007 eingeführt. Grund dafür war eine hohe Schadstoffbelastung der Luft - unter anderem durch Dieselrußpartikel.

Wichtig zu wissen: Auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge ist eine Umweltplakette Pflicht, sobald man damit eine Umweltzone* befahren möchte.

Die Umweltplakette: Wo bekomme ich sie überhaupt her und was kostet sie?

Eine Umweltplakette bekommt man beim TÜV*, der GTÜ, der Dekra, den Kfz-Zulassungsstellen und Bürgerämtern. Auch eine Online-Bestellung ist möglich. Die Kosten für eine Umweltplakette liegen zwischen 5 und 20 Euro - je nachdem, wo man sie erwirbt. Vor allem eine Online-Bestellung ist meist deutlich teurer.

Lesen Sie auch: Warum die Diesel-Nachrüstung keinen Sinn macht.

Wo an meinem Fahrzeug muss ich die Feinstaubplakette anbringen?

Die Umweltplakette muss an einer gut ersichtlichen Stelle an der Windschutzscheibe angebracht werden. Normalerweise klebt man die Plakette von innen auf der Beifahrerseite rechts unten an die Frontscheibe. Wichtig: Bevor man die Plakette aufklebt, sollte man den entsprechenden Bereich an der Windschutzscheibe gründlich säubern und anschließend trocken wischen. Dadurch verhindert man, dass sich der Aufkleber aufgrund von Schmutz schon bald wieder ablöst.

Das Umweltbundesamt führt eine genaue Übersicht darüber, in welcher Stadt es Umweltzonen und Durchfahrtsbeschränkungen gibt.

Gibt es auch Fahrzeuge, die keine Umweltplakette brauchen?

Es gibt auch Ausnahmen. Unter anderem brauchen diese Fahrzeuge keine Umweltplakette:

mobile Maschinen und GeräteArbeitsmaschinen

Ohne Feinstaubplakette in die Umweltzone: Welche Strafen gibt es?

Wer eine Umweltzone ohne - oder mit der falschen - Plakette befährt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro rechnen. Punkte in Flensburg gibt es für den Verstoß nicht.

Die meisten Umweltzonen dürfen nur mit grüner Plakette befahren werden.
Die meisten Umweltzonen dürfen nur mit grüner Plakette befahren werden. © picture alliance/dpa/Fredrik von Erichsen

Welche Farbe bei der Umweltplakette hat welche Bedeutung?

Es gibt vier Schadstoffklassen und drei Umweltplaketten. Für die Schadstoffgruppe 1 (Alte Fahrzeuge mit Diesel- oder Ottomotor ohne geregelten Katalysator) gibt es keine Plakette. Für die anderen drei Schadstoffklassen gibt es die Farben rot (Klasse 2), gelb (Klasse 3) und grün (Klasse 4). Vorübergehend war auch mal die Einführung einer zusätzlichen blauen Plakette geplant - dazu kam es jedoch nicht. Auch Elektrofahrzeuge benötigen übrigens für die Einfahrt in die Umweltzone eine grüne Umweltplakette.

Die grüne Umweltplakette: für Fahrzeuge der Schadstoffklasse 4

Mit der grünen Feinstaubplakette darf man jede Umweltzone befahren.
Mit der grünen Feinstaubplakette darf man jede Umweltzone befahren. © picture-alliance/ dpa / Peter Steffen

Autos, die diesen Aufkleber tragen, dürfen sämtliche deutschen Umweltzonen ohne Einschränkungen befahren. Diese Schlüsselnummern berechtigen zu einer grünen Feinstaubplakette:

Benziner: 01, 02 , 14, 16, 18-75, 77

Diesel: 32, 33, 38, 39, 43, 53, 55-59, 60-70, 73-75

Die gelbe Umweltplakette: für Fahrzeuge der Schadstoffklasse 3

Die gelbe Umweltplakette bekommen Dieselfahrzeuge,  die zur Schadstoffgruppe 3 zählen.
Die gelbe Umweltplakette bekommen Dieselfahrzeuge,  die zur Schadstoffgruppe 3 zählen. © picture-alliance/ dpa /Oliver Berg

Dieselfahrzeuge, die zur Schadstoffgruppe 3 zählen, bekommen die gelbe Umweltplakette. Allerdings ist in nahezu allen Städten die Einfahrt in die Umweltzonen mit dieser Plakette verboten.

Mit folgenden Schlüsselnummern bekommt ein Fahrzeug eine gelbe Feinstaubplakette:

Diesel: 30-31, 36, 37, 42, 44-52, 72

Die rote Umweltplakette: für Fahrzeuge der Schadstoffklasse 2

Mit einer roten Umweltplakette darf man in keine Umweltzone mehr einfahren.
Mit einer roten Umweltplakette darf man in keine Umweltzone mehr einfahren. © picture alliance / dpa / Marc Müller

Die rote Umweltplakette erhalten ausschließlich Dieselfahrzeuge. Autos mit einer roten Feinstaubplakette dürfen in keine Umweltzone mehr einfahren.

Folgende Schlüsselnummern führen zu einer roten Umweltplakette:

Diesel: 25-29, 35, 41, 71

Gar keine Plakette: Schadstoffklasse 1

Fahrzeuge, die dieser Schadstoffgruppe angehören dürfen keine Umweltzone befahren.

Zu dieser Klasse gehören folgende Schlüsselnummern:

Benziner: 00, 03-13, 15, 17, 88, 98

Diesel: 0-24, 34, 40, 77, 88, 98

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