Umweltschützer fordern Stopp von E10

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Die Diskussion über den wahren Nutzwert des neuen Biosprits wird immer größer und schärfer.

Die Diskussion um die neue Benzinsorte E10 geht weiter. Jetzt hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Stopp der Einführung des E10-Benzins gefordert.

Werner Reh, verwies am Mittwoch in Berlin zur Begründung auf die mangelnde Strategie der Bundesregierung zur Nutzung von Agrarflächen zum Treibstoffpflanzen-Anbau. Sie solle auf die Beimischungsquote von 6,25 Prozent verzichten, die die Mineralölkonzerne in diesem Jahr erfüllen müssen.

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Guido Reinhardt vom IFEU-Institut in Heidelberg unterstützte den BUND mit dem Argument, die Bundesregierung habe noch nicht einmal alle selbst gesetzten Naturschutz-Ziele erfüllt. Zur Erfüllung der 6,25-prozentigen Bioquote im Treibstoff werde so viel Ackerland benötigt, dass Deutschland zum Netto-Importeur von Nahrungsmitteln werden müsse, sagte er.

Wenn die Bundesregierung wirksam Treibhausgase bekämpfen wolle, müsse sie sich selbst ambitionierte CO2-Grenzwerte für den Verkehr setzen und in der EU ihren Einfluss massiv geltend machen. In Deutschland selbst sinken die CO2-Werte im Verkehr, EU-weit steigen sie jedoch. Die EU fordert bis jetzt einen Durchschnittswert von 95 Gramm pro Kilometer bis 2020, der BUND fordert 80 Gramm.

Bio-Sprit E10: Die wichtigsten Infos

Die wichtigsten Infos zum E10-Benzin
Bio-Sprit E10: Die wichtigsten Infos. © dpa
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Die wichtigsten Infos zum E10-Benzin
Die wichtigsten Infos zum E10-Benzin © dpa
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Bio-Sprit E10: Die wichtigsten Infos. © dpa
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Die wichtigsten Infos zum E10-Benzin
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Die wichtigsten Infos zum E10-Benzin
Bio-Sprit E10: Die wichtigsten Infos. © dpa

Reinhardt sagte, der Rapsanbau zur Beimischung zu Kraftstoffen sei “der ineffizienteste Weg überhaupt“, um Biomasse zu nutzen. Er verlangte von der Politik, einen gesellschaftlichen Konsens herbeizuführen, dass Deutschland 100 Prozent der Lebensmittel produziere, die im Lande auch verbraucht würden. Das bedeute nicht, dass dann etwa keine Südfrüchte mehr gegessen werden dürften, sondern nur, dass die Bilanz ausgeglichen sei. Allerdings sei in diesem Fall kein Platz mehr für den Anbau von Treibstoffpflanzen auf vier bis fünf Millionen Hektar Ackerfläche, wie er nötig sei, um das von der Bundesregierung vorgegebene Ziel zu erfüllen.

dapd

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