Erste Eindrücke

VW Passat: Eine schrecklich praktische Familie

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Oberklasseflair in der Mittelklasse: Der König aller Dienstwagen bekam ein dynamischeres Kleid, mehr Komfort, vor allem aber viele Assistenzsysteme verpasst, die man bisher nur in Premiummodellen findet.

Er ist der modernste, sportlichste und sparsamste VW-Passat aller Zeiten: Ob als Limousine oder Kombi (Variant), Familiengefährt oder Geschäftswagen – die 8. Generation des Mittelklasse-Bestsellers...

...aus Wolfsburg hat beste Voraussetzungen, weiterhin ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen zu fahren. Anfang November werden die ersten Modelle des außen wie innen völlig neu gestalteten Raumwunders von VW mit Oberklassen-Touch ausgeliefert. Der neue VW Passat startet zunächst mit drei Turbomotoren – ein 150-PS-Benziner und zwei Diesel (150 bzw. 240 PS), die wir jetzt testen konnten. Im Sommer 2015 gibt’s den Passat erstmals auch als GTE mit Plug-in-Antrieb, später folgt auch eine neue Version des Geländekombis Alltrack. Die wichtigsten Neuheiten:

Design

Limousine und Variant haben jetzt sportlichere Proportionen, einen breiteren Bug mit breiten LED-Tagfahrlichtern. Dazu prägnante Kanten an den flacheren Flanken und jeweils ein neu modelliertes Heck mit neuen LED-Rückleuchten. Beim Bremsen wechselt das Licht von einer horizontalen in eine vertikale Linie.

Innenraum

Hier geht’s vornehm zu, beinahe wie in der Oberklasse: weiche Kunststoffe, Leder und Holz, Ambiente-Beleuchtung und bessere Geräuschdämmung an Türen und Scheiben. Dazu neue rückenfreundliche Sitze – ideal für Langstreckenfahrten, optional sogar mit Massagefunktion. Erstmals gibt’s bei VW auch ein Head-up-Display. Schick das komplett digitale Cockpit mit größenverstellbaren, farbigen Info-Display im Sichtfeld des Fahrers für Tacho, 2- oder 3-D-Navi und Infotainment, Telefon etc. Die Bedienung erfolgt vom Lenkrad aus oder per Sprachbefehl.

Platz

Passagiere genießen auf Grund des um acht Zentimeter längeren Radstands auf allen Sitzen Platz wie in der Business-Class. Gewachsen ist auch das Kofferraumvolumen: Bei der Limousine um 21 Liter auf 586 bzw. 1152 Liter, beim Variant um 47 Liter auf 650 bzw. 1780 Liter. Die Rückenlehne ist beim Variant dreifach umlegbar, bei der Limousine nur zweifach – dazu besitzt sie nur eine winzige Skidurchreiche. Für den Variant ist optional nicht nur eine automatische Heckklappenöffnung per Fußbefehl, sondern auch eine automatische Schließfunktion erhältlich.

Sicherheit

Ein Radarsensor in der Frontpartie ermöglicht jetzt das automatische Vorwärts-Einparken. Ein optionales Hinderniserkennungssystem gestattet zudem einen 360-Grad-Überblick. Das City-Notbremssystem erkennt Fußgänger am Straßenrand, warnt bei Kollisionsgefahr und leitet eine automatische Notbremsung ein. Dasselbe macht ein Notfallassistent, sobald Sensoren im Wageninneren erkennen, dass der Fahrer z.B. bei Sekundenschlaf oder Ohnmacht keine Reaktionen mehr zeigt.

Motoren & Preise

Zur Einführung im November startet der Passat mit einem Benziner und zwei Dieselmotoren. Mit dem 1,4-Liter TSI (150 PS) ist die Limousine ab 30 375 Euro erhältlich – die 2,0-TDI-Antriebe mit 150 bzw. 240 PS gibt’s ab 30.250 Euro bzw. 43 625 Euro. Der Variant kostet jeweils 1000 Euro mehr.

Mitte 2015 sollen sechs weitere direkteinspritzende Turbomotoren mit einem Leistungsvolumen zwischen 120 bis 280 PS zu Preisen ab 25 875 Euro für die Limousine und 26.950 Euro für den Variant. Alle Motoren sind bis zu 20 Prozent sparsamer, was unser Fahrtest bestätigte.

Uwe Fajga

Das ist der neue VW Passat

VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
Wer jetzt dringend einen neuen Firmenwagen braucht, hat nun endlich ein neues Modell zur Wahl: den neuen VW Passat. © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
VW hat den Passat flacher und breiter gemacht. Der neue VW Passat kommt als Limousine (ab 25.875 Euro) und als Variant (ab 25.950 Euro). © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
Der neue VW Passat ist 85 Kilogramm leichter. Der Gewichtsverlust und neue Benzin- wie Dieselmotoren machen den Wagen auch sparsamer im Verbrauch. © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
An Sicherheitssystemen hat VW richtig aufgefahren: Zur Premiere sind neben Head-up Display oder Fußgänger-Erkennung erstmals im neuen VW Passat ein Emergency Assist (Fahrzeugstopp im Notfall), der Trailer Assist (assistiertes Rangieren mit Anhänger) und der Stauassistent an Bord. © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
Mehr Komfort und Qualität im Cockpit. © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
In der Topausstattung „Highline" hat der neue Passat serienmäßig LED-Scheinwerfer an Bord. © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
VW Passat Limousine hat einen längeren Radstand, doch auch sonst haben die Designer an den Proportionen gefeilt: Länge: 4,76 Meter, Höhe 1,46 Meter und Breite 1,83 Meter. © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
Generell serienmäßig gibt es LED-Rückleuchten. © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
Der neue VW Passat. © VW
VW Passat 2014: Neues Design, sparsame Motoren in der 8. Generation.
Der neue VW Passat. © VW

Diese Modelle kommen auch noch

  • GTE-Plug-in-Hybrid: Im Sommer nächsten Jahres fährt der Passat erstmals auch mit Plug-In-Antrieb vor – als GTE. Der 1,4-Liter-Benzinmotor leistet 156 PS, der Elektromotor 115 PS, wodurch die Systemleistung auf 218 PS steigt. Der GTE ist in vier Stunden an der Steckdose aufladbar, rein elektrisch bis zu 130 km/h schnell und verfügt über eine Reichweite bis zu 50 Kilometer. Der Verbrauch soll unter zwei Litern liegen. Die Gesamtreichweite beträgt rund 1000 km. Den Preis gab VW noch nicht bekannt.
  • Passat Alltrack: Für Fahrten abseits befestigter Straßen gibt es ab Herbst 2015 den Variant als Alltrack. Der verfügt wahlweise über einen Front- oder 4Motion-Allradantrieb. Dazu hat er ein höher gelegtes Schlechtwegefahrwerk, massive Stoßfänger, Unterfahrschutz in Alu-Look, Rundumbeplankung aus Kunststoff sowie verbreiterte Radläufe. Der Alltrack kann mit zwei Dieseln und einem Benziner kombiniert werden. Preise sind noch nicht bekannt.
  • Sportversion R-Line: Ab Frühjahr 2015 gibt es den Passat auch mit R-Paket: mit Sportfahrwerk, Progressivlenkung und 15 mm tiefer gelegter Karosserie. Ein echtes R-Modell mit Motortuning lässt noch auf sich warten – genau wie ein Coupé CC.

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