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Bugatti Chiron ausverkauft – Ära des 16-Zylinder-Motors endet

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Von: Marcus Efler

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Der Achtliter-Motor von Bugatti markiert den Höhepunkt der Verbrenner-Ära. Der Nachfolger des mittlerweile ausverkauften Chiron schwenkt auf Elektro um.

Molsheim (Frankreich) – Das Jahr 2005 wird möglicherweise dereinst als der Höhepunkt des Verbrenner-Zeitalters eingehen: Damals startete Bugatti die Serienproduktion seines Veyron mit 1001 PS starkem W16-Motors, der im Nachfolger Chiron dann sogar noch auf bis zu 1.600 PS erstarkte. Zwar gab und gibt es ähnlich starke, sogar stärkere Hypersportwagen von Kleinherstellern wie Koenigsegg, aber das komplexe Achtliter-Triebwerk aus dem VW-Konzern, bei dessen Entwicklung die Ingenieure lange mit thermischen Problemen kämpften, gilt heute als beispiellose technische Meisterleistung. (Bugatti-Unikat La Voiture Noire: Wer holt sich teuersten Neuwagen der Welt?)

Bugatti Chiron ausverkauft – Ära des 16-Zylinder-Motors endet

Trotz der Preise im siebenstelligen Bereich (zum Beispiel 3,8 Millionen Euro für den Bugatti Chiron Super Sport) müssen Käufer lange, nämlich teils über ein Jahr, auf ihren Bugatti warten. Multi-Millionäre und Milliardäre, die sich da noch nicht angestellt haben, müssen jetzt ganz tapfer sein: Denn das über 400 km/h schnelle Mittelmotor-Coupé ist ausverkauft, wie 24auto.de berichtet. (Lamborghini ausverkauft: Dieser Motor kommt nie wieder)

Bugatti Chiron Pur Sport, fahrend
Bald nur noch gebraucht zu haben: Bugatti mit 16-Zylinder. (Symbolbild) © Drew Phillips/Bugatti

Bugatti Chiron ausverkauft – der Bugatti Bolide sowieso

Alle 500 geplanten Exemplare des Bugatti Chiron haben ihren Käufer gefunden. Und wenn wahrscheinlich Mitte 2023 der letzte von ihnen seinen Wagen in Empfang nimmt, endet nicht nur die Produktion dieser Baureihe, sondern eben auch die des 16-Zylinders. Zusammen mit den 450 gebauten Einheiten des Veyron und den 40 des 1.850 PS starken (und natürlich ebenfalls ausverkauften) Bugatti Bolide treibt der Ausnahme-Motor dann nicht mal 1.000 Autos in aller Welt an.

Denn dass künftige Bugatti-Modelle wieder dieses oder ein ähnliches Aggregat tragen, gilt als unwahrscheinlich: Volkswagen hat seine Luxusmarke mittlerweile ausgegliedert. Zwar ist Sportwagen-Tochter Porsche an dem Joint-Venture wirtschaftlich beteiligt, die Kontrolle hat jedoch der kroatische Hypercar-Bauer Rimac übernommen. (Bugatti geschlagen: Der teuerste Sportwagen der Welt heißt jetzt SP Chaos)

Bugatti Chiron ausverkauft – der Nachfolger bekommt Technik von Rimac

Und der ist nun mal voll elektrisch unterwegs: der 1.912 PS starke Rimac Nevera und der auf ihm basierende Pininfarina Battista gelten als stärkste Stromer der Welt. Die Leistung entfaltet der Elektromotor mit deutlich weniger Aufwand als Bugattis 16-Zylinder, dieser Antrieb wird auch in künftigen Bugattis stecken.

Die Herausforderungen extrem starker Autos liegen künftig nicht mehr in der Motorleistung, sondern in den Bremsen, der Aerodynamik der Karosserie und im Thermo-Management der Akkus. Wer künftig aber mit dem Höhepunkt des Verbrenner-Zeitalters spazieren fahren möchte, kann sich auf heftige Preise bei Auktionen gefasst machen. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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