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Emissionsfreies Fahren

Wasserstoffautos: Ist Elektro gar nicht die Zukunft?

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Der Hyundai ix35 Fuel Cell ist eines der ersten unter Serienbedingungen hergestellten Brennstoffzellenautos.

Elektroautos gelten als die umweltfreundliche Alternative zu Verbrennungsmotoren - doch gibt es eine noch bessere Option? Wir erklären Ihnen alles zu Wasserstoffautos.

Manche Forscher sind sich sicher: Wasserstoffautos sind die Zukunft der Autoindustrie. Denn im Gegensatz zu Verbrennern und Elektroautos, fahren die "Brennstoffzellen-Autos", wie sie auch genannt werden, völlig emissionsfrei. Doch bisher befahren nur 210 Stück davon die deutschen Straßen - woran fehlt es?

Wie funktionieren Wasserstoffautos?

Wasserstoffautos können im weitesten Sinn als Elektroauto gesehen werden, da sie ebenfalls mit einem Elektromotor ausgestattet sind. Doch anstatt einer Batterie wird dieser von einer Brennstoffzelle angetrieben.

Hier erfahren Sie alles über Elektroauto-Batterien.

Innerhalb der Brennstoffzelle sorgt eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff für die Entstehung von Strom. Dieser wird wiederum an den Motor weitergeleitet und treibt das Fahrzeug an. Der große Vorteil: Es treten keine Emissionen, sondern nur Wasserdampf aus. Somit wäre das Wasserstoffauto im Gebrauch das umweltfreundlichste Auto. Doch das Gefährt hat auch seine Schattenseiten.

Wie wird Wasserstoff gewonnen?

Wasserstoff kommt nicht in reiner Form in der Natur vor. Deshalb müsste es teuer aus Wasser und Erdgas hergestellt werden. Zusammen mit der Lagerung und dem Transport kommt außerdem ein hoher Verbrauch an Energie hinzu.

Die Lösung: "Wasserstoff ist ein sauberer Kraftstoff, der noch zu 70 Prozent aus Erdgas, in Zukunft aber komplett aus erneuerbaren Energien hergestellt wird", erklärt Dr. Jörg Adolf, Chefvolkswirt bei Shell Deutschland, diesbezüglich gegenüber dem Online-Portal Bild.

Auch interessant: Deshalb warnen Experten vor dem Boom mit den E-Autos.

Im Januar 2017 gründeten Autohersteller wie BMW und Daimler zusammen mit Industriekonzernen (u.a. Shell, Linde) eine Wasserstoffallianz, um mehr Forschung und Geld in den alternativen Antrieb zu stecken. Mehr als 1,4 Milliarden Euro wollen die Bündnispartner in die Wasserstofftechnologie investieren. Auch Alexander Dobrindt kündigte Anfang des Jahres an, 250 Millionen Euro an Förderung bereitzustellen.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wasserstoffautos?

Neben emissionsfreiem Fahren bieten Wasserstoffautos auch noch andere Vorteile: "70 Prozent der Energie wird auf Langstrecken und im Transportsektor verbraucht. Genau dort ist Wasserstoff durch die schnelle Betankung dem klassischen Elektroantrieb weit überlegen", sagt Werner Diwald, Experte für erneuerbare Energien. Wasserstoff lasse sich innerhalb von drei bis fünf Minuten tanken und stelle außerdem eine höhere Reichweite bereit als E-Autos. Über 500 Kilometer seien da der Standard, erklärt Dr. Jörg Adolf.

Doch im Kontrast dazu stehen die wenigen Wasserstofftankstellen, die in Deutschland zur Verfügung stehen. Nur 35 davon gibt es landesweit - ein Problem, das auch dem Experten bekannt ist: "Wir brauchen attraktive und bezahlbare Autos und ein flächendeckendes Tanknetz."

Passend dazu: Auch für Elektroautos gibt es noch viel zu wenige Tankmöglichkeiten.

2012 erklärte Toyota, dass ein Brennstoffzellen-Auto mit dem damaligen Stand der Dinge 100.000 Euro kosten müsste - für den Durchschnittsautofahrer eine unmögliche Summe. Außerdem besteht immer noch das Problem, dass Wasserstoff extrem leicht entzündlich ist.

Trotzdem soll sich in Zukunft einiges in Sachen Wasserstoffautos tun: In Deutschland sind 15 neue H2-Tankstellen in Bau, außerdem kündigten Mercedes und Honda noch für dieses Jahr neue Brennstoffzellen-Autos an.

Übrigens: Tesla ist vor kurzem aus dem Programm förderfähiger Elektroautos geflogen - wegen Betrugs?

Von Franziska Kaindl

Diese Elektroautos können Sie schon kaufen

Der Stadtflitzer Twizy ist 2,3 Meter lang und 1,2 Meter breit. Mit 18 PS erreicht der Elektrozweisitzer Tempo 80 und sprintet von 0 auf 45 km/h in 6,1 Sekunden. Der Twizy 45 mit 5 PS darf bereits ab 15 Jahren mit der Führerscheinklasse AM gefahren werden. Reichweite: bis zu 120 Kilometer. Einstiegpreis ab 6.950 Euro.
Der Stadtflitzer Twizy ist 2,3 Meter lang und 1,2 Meter breit. Mit 18 PS erreicht der Elektrozweisitzer Tempo 80 und sprintet von 0 auf 45 km/h in 6,1 Sekunden. Der Twizy 45 mit 5 PS darf bereits ab 15 Jahren mit der Führerscheinklasse AM gefahren werden. Reichweite: bis zu 120 Kilometer. Einstiegpreis ab 6.950 Euro. © Renault
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Das Modell Tesla S schafft es je nach Batteriekapazität über 500 Kilometer Reichweite. Preis: ab 96.100 Euro. © Tesla
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Kommentare

hpsatAntwort
(0)(0)

2040 scheint mir auch ein realistisches Ziel für die komplette Elektrifizierung des Privatverkehrs. Aber sag das doch mal der grünen Riege in der Politik, die am liebsten alle Verbrennungsmotoren ab 2020 verbieten wollen.

NewMotionaner
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Aktuell benötigen sowohl Wasserstoff als auch E-Fuels hinsichtlich der CO2-bilanz fünfmal so viel Energie wie Elektroautos. Die Energiewandlungsketten sind verheerend schlecht. Ab 2040 werde Brennstoffzellen kommen, aber erstmal werden es E-Autos sein und diese in Kürze auch dank Graphen-Batterien mit deutlich größeren Reichweiten, viel schnelleren Aufladezeiten und vor allem sauberen Rohstoffen als jetzt noch mit Li-Io-Batterien.

Hayabusa2000
(0)(0)

Es sind 210 Modelle auf den dtsch. Straßen ??!! Sollten es nicht nur 210 Stück sein ?? Es ist doch ein Unterschied zwischen Modellen und Anzahl. Und, ich glaub, ich hab in Chemie aufgepaßt und Wasserstoff gewinnt man mit Hilfe von Strom bzw. durch die Zerlegung von Wasser in 2 Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom, deshalb ja auch H2O. Und warum wird nun dafür Erdgas gebraucht ?? Ich brauche Strom und davon gibts in den südlichen Hemmisphären ja genug. Mist, dann haben die Saudis wieder die Marktmacht...grml