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Was tun, wenn's blendet? Sieben Tipps gegen schlechte Sicht

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Von: Arne Roller

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Tiefstehende Sonne im Straßenverkehr.
Tiefstehende Sonne im Straßenverkehr. © dpa/Peter Kneffel

2018 ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden aufgrund von Blendung durch tief stehende Sonne auf 3.756 angestiegen. Damit ist die Blendung durch die Sonne zehnmal häufiger ein Unfallgrund als Nebel. Wir zeigen, wie Sie Unfälle vermeiden.

Klare Sicht und erhöhte Aufmerksamkeit: Was hilft bei der Blendung durch tief stehende Sonne?

Laut ADAC sind zwei Drittel aller witterungsbedingten Unfälle mit Personenschaden die Folge eines geblendeten Fahrers*. Das Statistische Bundesamt zählt alleine für das Jahr 2018 3.759 Unfälle mit Personenschaden aufgrund tief stehender Sonne. Aber es gibt viele sinnvolle Tipps, die vor dem ungewollten Blindflug schützen:

Die Frontscheiben sollten immer sauber sein, wie der ADAC erklärt. Schmutz und Schlieren streuen das Licht, was zu einer noch stärkeren Blendung führt. Wie das Putzen der Scheiben* am besten gelingt, haben wir gesondert zusammengefasst. 

Auch interessant: So bringen sie ihre Scheibenwischer wieder auf Vordermann.

Die Scheibenwischergummis sollten stets gut in Schuss und das Wischwasser einsatzbereit sein. Zudem hilft auch ein Tuch, um die Frontscheibe auf der Innenseite von Feuchtigkeit oder Schmutz zu beseitigen.

Die Scheibenwischer im Winter aufzustellen ist eigentlich ein guter Tipp. Aber hier half auch das nichts mehr:

Die Sonnenbrille ist der Freund des Autofahrer bei tief stehender Sonne. Das gilt aber nur, wenn sie auch gereinigt ist. Ideal sind Sonnenbrillen mit polarisierten Gläsern. Die Filterschicht absorbiert Sonnen- und Lichtstrahlen, die von der Autoscheibe reflektiert werden.

Was bei "normalen" Bedingungen schon gilt, gilt bei schwierigen Sichtverhältnissen gleich doppelt. Fahren Sie so, dass Sie auf Eventualitäten bestens vorbereitet sind. Blendet es beispielsweise den Vordermann, könnte er aus Reflex plötzlich bremsen. Auch mit der Sonne im Rücken ist die Gefahr nicht gleich vorbei. Auch die entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer könnten geblendet werden und sie übersehen.

Wer geblendet wird, befindet sich unfreiwillig im Blindflug. Und es dauert, bis das Auge nach einer Blendung wieder "scharf gestellt ist". Stellen Sie sich vor, wie weit sie sich mit ihrem Fahrzeug binnen einer Sekunde fortbewegen: Bei 50 Stundenkilometern sind es schon knapp 14 Meter pro Sekunde. 

Das eingeschaltete Abblend- oder Tagfahrlicht erhöht bewiesenermaßen die eigene Sichtbarkeit.

Viele Autofahrer sitzen viel zu tief in ihrem Fahrzeug. So kann die Sonne unter der Sonnenblende hindurch scheinen. Sitzen Sie daher möglichst aufrecht. 

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