Zebrastreifen sind gefährlich

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Sicherheit am Zebrastreifen trügt

Stuttgart -  Ausgerechnet der Zebrastreifen ist eine Unfall-Falle. Besonders in Berlin, Bremern oder Hamburg sind diese Übergänge für Fußgänger gefährlich.

Ausgerechnet der Zebrastreifen ist eine Unfall-Falle. Fast jeder fünfte Fußgängerunfall in Ortschaften, bei dem Menschen verletzt werden, passiert laut ACE Auto Club an einem Fußgängerüberweg. Darauf machte der ACE am Montag in Stuttgart nach Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes aufmerksam. 5.100 Fußgänger wurden 2010 am Zebrastreifen von Autos oder Fahrrädern angefahren. Im Jahr zuvor waren es sogar 5.500.

Besonders gefährdet sind Fußgänger nach Angaben des ACE in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Die Quote der Fahrer, die wegen eigener Fehler einen Fußgänger anfährt, liegt in Berlin mehr als doppelt so hoch wie im bundesweiten Durchschnitt. Am sichersten leben Fußgänger in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Für die Sicherheit: Richtig Sitzen im Auto

Auto Sicherheit Sitzen Gurt Airbag
Gurt und Airbag müssen sich laut ADAC an das individuelle Gewicht des Insassen und an seine Sitzposition anpassen. © ADAC/dpa
Auto Sicherheit Sitzen Gurt Airbag
Die richtige Sitzposition: Beim Unfall kann das Sitzen hinterm Steuer entscheidend sein. Die Rückhaltesysteme schützen besser, wenn extreme Sitzpositionen vermieden werden. © ADAC/dpa
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GUT: Mit der entspannten Sitzhaltung lässt sich das Fahrzeug am besten beherrschen. Der Abstand zum Airbag ist ausreichend. © ADAC/dpa
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Schlecht: Die verkrampfte Haltung stört beim Fahren. Beim Frontalunfall ist mit höheren Belastungen im Brustbereich zu rechnen. © ADAC/dpa
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Schlecht: Die lässige Sitzposition erschwert schnelle Ausweichmanöver. Das Gurtband liegt bei manchen Autos nicht exakt an Schulter und Brust an. © ADAC/dpa
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Verletzungsrisiko bei Personen außerhalb der Norm: Brustverletzungen. Bei Frauen wurden in 62 Prozent der Fälle schwere Verletzungen in der Brustregion festgestellt. Bei Männern liegt der Anteil mit 46 Prozent deutlich niedriger. Ein Grund dafür ist, dass Frauen häufiger als Männer direkt am Lenkrad sitzen, also knapp vor der Stelle, an der der Front-Airbag mit einer hohen Anfangsgeschwindigkeit von über 300 km/h in den Innenraum des Fahrzeugs schnellt. © ADAC/dpa
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Airbag Ausstattungsquote © ADAC/dpa
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Die Rückhaltesysteme für den Notfall sind auf den sogenannten „Norm-Mann“ ausgelegt. Er wiegt 75 Kilogramm und ist 1,75 Meter groß. Personengruppen, die diesem Standard nicht entsprechen, haben im Fall eines Crashs entsprechend schlechtere Karten. © ADAC/dpa
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Der ADAC fordert deshalb die Entwicklung von intelligenten Gurten und Airbags, die sich auch auf Personen außerhalb der Norm einstellen lassen und diese so besser schützen. © ADAC/dpa

Auch die Fußgänger sind laut ACE oft nicht schuldlos. Besonders häufig sind die Berliner Fußgänger selbstgefährdend unterwegs. Häufigster Fehler ist das Überschreiten der Fahrbahn, ohne auf den Verkehr zu achten, gefolgt vom plötzlichen Hervortreten hinter einem Hindernis. Oft wird auch das Rotlicht an Fußgängerampeln missachtet.

Insgesamt mehr als 30.000 Fußgänger verunglückten den Angaben zufolge 2010 im Straßenverkehr. In fast jedem vierten Fall lag die Schuld beim Fußgänger. Besonders gefährdet sind laut ACE junge Menschen und Senioren. „Gerade nach der Umstellung auf Sommerzeit ist nicht jeder hellwach unterwegs“, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner.

dpa

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