Versuchter Versicherungsbetrug

19-Jähriger lässt Ferrari abfackeln

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Der 250.000 Euro teure Ferrari 458 ging in Flammen auf. 

Augsburg -  Ende Oktober 2014 brannte in Augsburg ein 250.000 Euro teurer Ferrari aus. Jetzt steht ein 19-jähriger Schweizer wegen versuchten Versicherungsbetrugs vor dem Richter.

Die Reste des Sportflitzers.

Die Zutaten sprachen ganz eindeutig für eine heiße Abrechnung im Rotlichtmilieu: Da brennt Ende Oktober 2014 gegenüber einem FKK-Sauna-Club in Augsburg-Oberhausen ein quasi nagelneuer Ferrari 458 ab. Die Brandermittler sind sich schnell sicher: Der Sportwagen wurde abgefackelt. Zwei Männer waren beobachtet worden, wie sie unmittelbar nach dem Ausbruch des Feuers davonliefen und in der Nähe des Tatorts in ein Auto stiegen.

Jetzt ist sich die Staatsanwaltschaft Augsburg sicher: Es war versuchter Versicherungsbetrug. Der 19-jährige Schweizer Besitzer des rund 250.000 Euro teuren Flitzers (570 PS, 320 km/h schnell) sitzt bereits in Untersuchungshaft und hat gestanden, dass er einen 23- und 25-Jährigen beauftragt hatte, das Auto anzuzünden. Gemeinsam fuhren sie mit dem Ferrari und einem weiteren Wagen nach Augsburg. Letzteres war vermutlich das Fluchtfahrzeug, in dem die beiden Brandstifter dann von zwei Serben gleich nach der Tat mitgenommen wurden.

Die Ermittlungen der Kripo führten dann Anfang Februar zur Festnahme des 19-Jährigen im Großraum Stuttgart sowie der beiden Brandstifter im Raum Zürich. Auch sie gestanden die Tat. Am Mittwoch wurden nun auch noch die beiden Fahrer des Fluchtautos (22 und 29 Jahre alt) festgenommen. Ihre Auslieferung nach Deutschland ist beantragt.

vp

 

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