Schulbus stürzt Hang hinab: Mehrere Kinder schwer verletzt - Todesopfer nicht ausgeschlossen 

Schulbus stürzt Hang hinab: Mehrere Kinder schwer verletzt - Todesopfer nicht ausgeschlossen 

Schlamm-Drama am Jenner

83-Jähriger versinkt bis zum Kinn im Boden

+
Hier versank der Mann.

Strahlend weiße Skihänge so weit das Auge reicht – diesen Traum soll der Bau von 53 hochmodernen Schneekanonen auf dem Jenner am Königssee heuer noch erfüllen.

Ein 83-Jähriger wollte sich am vergangenen Samstag den Fortschritt der Bauarbeiten ganz genau anschauen. Und wäre beinahe spurlos verschwunden! Denn: Er wanderte trotz Absperrungen zur Piste. Dort versank er in einem Schlammloch – bis zum Kinn. Erst nach über zwei Stunden fanden ihn seine Retter, darunter Christoph Strobl (27) aus Königssee. Zur tz sagt er am Montag: „Der Mann hätte nicht mehr lange überlebt…“

Durch Regen ist die Ski-Abfahrt derzeit stark aufgeweicht. Der 83-Jährige, ein Einheimischer aus Schönau, steigt deswegen vorsichtig über den holprigen, schlammigen Weg. Da sinkt er plötzlich ein und steckt fest! Er versucht sich selbst herauszuziehen, wird dabei aber immer weiter in die Tiefe gesogen. Bis zum Knie, bis zur Hüfte, bis zu den Schultern. Ein Wanderer (74) aus Schönau hört nach zwei Stunden die Hilferufe des Seniors. Kurz bevor auch noch der Kopf versunken wäre, kann er ihn am Kragen fassen und festhalten!

Per Handy ruft er die Bergrettung. Feuerwehrmann Christoph Strobl, der als Elektriker an der Baustelle arbeitet, kriegt den Alarm mit. „Es war 200 Meter unter der Jenner-Mittelstation. Ich bin sofort die Piste runtergelaufen.“

Er trifft noch einen Bergwachtler, steigt mit ihm zum Unglücksort hinab. Dort haben die Wanderer Richard W. und Hansi G., die wie der Elektriker aus Königssee stammen, den 83-Jährigen mithilfe des 74-jährigen Wanderers endlich befreit. „Wir haben ihm trockene Kleidung angezogen und ihn versucht zu wärmen. Der Mann hat nur noch gezittert, er war total unterkühlt“, erzählt Strobl. Zum Glück ist der 83-Jährige aber äußerst fit: Strobl: „Ich hätte ihn höchstens auf 70 geschätzt.“ Dennoch ist sich der 27-Jährige sicher: „Noch eine Stunde länger, dann hätte er nicht mehr gelebt.“ Fritz Braun von der Polizeidirektion Traunstein: „Der Mann wäre mit Sicherheit spurlos im Schlamm verschwunden. Er wäre zu einem ewigen Vermisstenfall geworden…“Welch ein Glück, dass der Eingesunkene gefunden wurde. Mit 23 Mann war die Feuerwehr im Einsatz, die Bergwacht mit zehn Helfern. Mit dem Polizeihubschrauber wurde der 83-Jährige ins Krankenhaus Berchtesgaden geflogen. Heute ging es dem Senior wieder gut, kann Braun mitteilen: „Er liegt noch im Krankenhaus, hat sich aber wieder erholt.“

Andrea Stinglwagner

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Bewaffneter Mann war auf der Flucht - Nach Festnahme ist wichtige Frage noch ungeklärt
Bewaffneter Mann war auf der Flucht - Nach Festnahme ist wichtige Frage noch ungeklärt
Mercedes-Fahrer kracht in Audi: Heftiger Unfall auf B13 - Bild der Verwüstung
Mercedes-Fahrer kracht in Audi: Heftiger Unfall auf B13 - Bild der Verwüstung
Schwerer Unfall auf A8: Massenkarambolage mit 18 Verletzten - neue Details zu Unfallhergang
Schwerer Unfall auf A8: Massenkarambolage mit 18 Verletzten - neue Details zu Unfallhergang
Brutale Attacke: Skitourengeher verprügelt Pistenraupenfahrer - nun ermittelt die Polizei
Brutale Attacke: Skitourengeher verprügelt Pistenraupenfahrer - nun ermittelt die Polizei

Kommentare