Irre Idee: Stallduft aus der Dose

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Stallduft als Exportschlager: Die Idee von Daniela Dorrer ist ein Hit. Der Duft von Kühen, Mist und Stall wird in eine Dose gepackt und weltweit verschickt.

Adlkofen - Die verrückte Idee einer jungen Adlkoferin wird zum Exportschlager: Daniela Dorrer packt Stallduft in eine Dose und verschickt ihn in die ganze Welt. Das Geschäft floriert.

Bayern ist das Exportland schlechthin. Ob Lederhose, Schweinebraten oder das bayerische Bier: Die ganze Welt liebt unsere Spezialitäten und Traditionen. Und seit Kurzem zählt auch eine ganz außergewöhnliche Idee zu den Exportschlagern: Stallduft aus dem Glas.

Den feinen Duftmix aus Kuhmist, Heu und Stallgeruch aus Bayern gibt’s nun auch fürs Wohnzimmer! Es war eine außergewöhnliche Idee, die Daniela Dorrer aus Adlkofen (bei Landshut) gemeinsam mit ihrem Freund, einem Landwirt, vor einem Jahr hatte: Den Kuhstall zum Mitnehmen. Doch statt eines ganzen Stalls gibt es freilich „nur“ den Geruch.

Ende 2010 packte sie zum ersten Mal den Duft der hiesigen Kuhställe in kleine Dosen und vermarktete diese über das Internet – mit Erfolg. „Es sollte eine witzige Geschenk­idee für Leute sein, die nicht auf dem Land leben oder die Kühe und Ställe lieben, aber keinen in der Nähe haben“, sagt Daniela Dorrer zum Bayerischen Rundfunk.

Die irrsten wahren Geschichten der Welt

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In Neuseeland kam ein 21-jähriger Mann beim Versuch, einen Tresor zu knacken, ins Schwitzen. Als er deshalb seine Maske abnahm, filmte ihn eine versteckte Kamera. Die Polizei veröffentlichte die Fotos auf Facebook, der Räuber wurde am nächsten Tag gefasst. © dpa
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Weil sie gepiercte Katzen zum Verkauf angeboten hatte, wurde Holly Crawford aus Pennsylvania von Tierschützern angezeigt. Sie hatte den Katzen Piercings an Ohren, Hals und Schweif verpasst und sie im Internet für hunderte Dollars als „Gothic Kitten“ angepriesen. © dpa
Die 13-jährige Reina aus New York verschickte in einem Monat 14.528 Kurznachrichten von ihrem Handy - also im Durchschnitt alle zwei Minuten eine. Ihr Vater bekam eine 440 Seiten lange Rechnung. Kosten fielen keine an. Der Handyvertrag beinhaltete unlimitierten SMS-Versand. © dpa
Eine US-Airline lieferte einer Tierhandlung in Philadelphia einen Sarg samt Leiche. Das Geschäft hatte ein Aquarium mit tropischen Fischen bestellt. Die Witwe des Verstorbenen nahm es mit Humor: Ihr Mann sei immer schon ein Spaßvogel gewesen. © dpa
Forscher lösten das Geheimnis um mysteriöse Kreise in tasmanischen Kornfeldern: Kängurus hatten Mohnsamen gefressen und waren im Drogenrausch im Kreis gehüpft. Die Mohnbauern Tasmaniens liefern etwa die Hälfte des weltweiten Bedarfs für medizinisches Opium. © dpa
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An der Universität Leeds warfen Putzfrauen wertvolles wissenschaftliches Material in den Müll. Es handelte sich um Exkremente einer seltenen Eidechsenart. Der Wissenschaftler verklagte den Putzdienst. Das Missgeschick kostete ihn sieben Jahre Forschungsarbeit. © dpa
In der Nähe der indischen Stadt Bijapur verschlang ein Büffel ein Handy samt Etui, das einem Bauern aus der Tasche gefallen war. Der Mann fand es im Büffelkot. Es war noch intakt. Sieben Anrufe waren eingegangen. © dpa
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Doch wie funktioniert das Einfangen des Duftes? Zuerst versuchte es die junge Frau mit T-Shirt-Stoff – „weil Leute, die aus dem Stall kommen, meist ja auch nach Kuh duften. Doch allzulang hielt sich der Stallduft nicht in den Kleidern. Bis der Stoff in den Dosen war, war der Duft verflogen. Auch Kosmetik-Watte hatte nicht den richtigen Effekt. Erst als Daniela Dorrer auf spezielle Industriewatte stieß, war die Geschäftsidee perfekt. „Mit der klappt’s super und es ist genau der Duft, den wir haben wollten“, sagt die Adlkoferin lachend.

Heute hängt sie die Watte immer an einer Wäscheleine zwischen den Kühen im Stall auf. „Dort hängt die sie dann fünf bis zehn Tage.“ Länger auf keinen Fall, denn sonst wird’s „unangenehm“. Anschließend packt Daniela Dorrer die Watte in hübsche kleine Dosen und verschließt sie luftdicht. Dann verschickt sie den original bayerischen Stallduft für 5,95 Euro in die ganze Welt. „Wir haben mittlerweile viele Kunden aus Amerika und Australien, aber auch aus Bayern“, so die Adlkoferin.

Auch nach einem halben Jahr steigt beim Öffnen der Dose der Stallduft in die Nase. Sätze wie „es riecht nach Landluft“ oder „oh, das stinkt nach Kuh“ hört die junge Frau öfter. Aber genau den Effekt will sie haben: Landluft für die gute Stube daheim.

Mittlerweile sucht Daniela Dorrer nach weiteren Düften. „Wir haben uns schon überlegt, Pferdestallgerüche in Dosen zu packen.“ Doch bislang fehlt der richtige Stall. Auch an andere Gerüche wie Stroh oder Heu hat sie schon gedacht. „Das wären dann vielleicht ein bisserl angenehmere Düfte“, sagt Daniela Dorrer.

Wer weiß, vielleicht duftet’s ja dann bald auch international nach Pferd und bayerischer Landluft. Auf jeden Fall ist es eine witzige Idee für so manchen Kuhfan oder Landliebhaber. Den Stallduft gibt’s im Online­shop im Internet unter www.stallduft.de.

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