Affen-Alarm in Augsburg: Mandrill ausgebüxt

München - In Augsburg sind die exotischen Tiere los. Nachdem vermeintlch ein Tiger ausgebüxt war, ist jetzt alles echt: Affenalarm! Einer Leserin der tz gelang es, die kuriose Situation festzuhalten.

In Augsburg sind die exotischen Tiere los. Vor einer Woche war’s ein Tiger, der sich angeblich durch den Stadtpark fauchte. Solange, bis drei Jugendliche, die drei angeblichen „Augenzeugen“, einräumen mussten: „Tschuldigung, war nur ein Spaß.“ Nun sorgte am Sonntag ein ausgewachsener Affe für maximale Aufregung im Zoo. Diesmal war es kein Spaß, diesmal war alles echt: Affenalarm!

Das Mandrill-Männchen Barbarossa (10) kämpfte gegen 13.30 Uhr mit Artgenossen um die Macht in der Affenhorde. Vor zwei Wochen war Oberaffe Cita, das Alpha-Männchen, im Alter von 25 Jahren gestorben. Seither herrscht Unruhe in der Horde. Die Männchen stehen voll unter Adrenalin, jeder will der Erste sein.

Affe in Augsburg ausgebüxt

In Augsburg ist ein Mandrill ausgebüxt - hier sehen Sie Bilder vom Affenzirkus: Ein Tierpfleger verscheucht den nervösen Barbarossa mit einem Kescher. © SF/colourbox
In Augsburg ist ein Mandrill ausgebüxt - hier sehen Sie Bilder vom Affenzirkus: Ein Tierpfleger verscheucht den nervösen Barbarossa mit einem Kescher. © SF/colourbox
In Augsburg ist ein Mandrill ausgebüxt - hier sehen Sie Bilder vom Affenzirkus: Ein Tierpfleger verscheucht den nervösen Barbarossa mit einem Kescher. © SF/colourbox
In Augsburg ist ein Mandrill ausgebüxt - hier sehen Sie Bilder vom Affenzirkus: Ein Tierpfleger verscheucht den nervösen Barbarossa mit einem Kescher. © SF/colourbox
In Augsburg ist ein Mandrill ausgebüxt - hier sehen Sie Bilder vom Affenzirkus: Ein Tierpfleger verscheucht den nervösen Barbarossa mit einem Kescher. © SF/colourbox
In Augsburg ist ein Mandrill ausgebüxt - hier sehen Sie Bilder vom Affenzirkus: Ein Tierpfleger verscheucht den nervösen Barbarossa mit einem Kescher. © SF/colourbox
In Augsburg ist ein Mandrill ausgebüxt - hier sehen Sie Bilder vom Affenzirkus: Ein Tierpfleger verscheucht den nervösen Barbarossa mit einem Kescher. © SF/colourbox
In Augsburg ist ein Mandrill ausgebüxt - hier sehen Sie Bilder vom Affenzirkus: Ein Tierpfleger verscheucht den nervösen Barbarossa mit einem Kescher. © SF/colourbox

Während des Kampfs wurde Barbarossa zunächst in den Wassergraben geschleudert, er schwamm eine Runde und kletterte laut Zeugen die Mauer des Geheges hoch. So stand er plötzlich vor zahlreichen Besuchern, darunter viele Kinder. Einer 28-jährigen tz-Leserin gelang es, die kuriose Situation festzuhalten. „Der Affe wirkte nicht aggressiv, eher neugierig“, so die Münchnerin, die mit ihrer Tochter (7) und ihrem Verlobten (27) die Szene beobachtete. Sie empfand den Affenausbruch „aber doch auch ein wenig bedrohlich, zumal einer der Tierpfleger gesagt hat: ,Passen Sie auf, der kann einem glatt einen Arm ausreißen!’“

Die Geschäftsführerin des Augsburger Zoos, Dr. Barbara Jantschke, betont jedoch, dass bei dem Affenausbruch zu keiner Zeit ein Risiko für Menschen bestanden habe. Doch hundertprozentige Sicherheit gebe es natürlich nicht. „Wildtiere sind ja nicht immer ganz ungefährlich. Man weiß nie, was passieren kann. Aber unsere Tierpfleger haben die Besucher sehr gut kanalisiert und auf Distanz gehalten.“ Mandrill Barbarossa sei wohl orientierungslos gewesen.

Nach einer halben Stunde kehrte er selbstständig ins Gehege zurück – trotz seiner Rivalen, die dort schon auf ihn warteten.

MC

tz-Stichwort Mandrill

Der Mandrill ist ein Menschenaffe, er gehört zur Familie der Meerkatzen. Sein Lebensraum sind die Regenwälder Zentralafrikas, dazu gehören unter anderem Kongo, Kamerun und Sambia. Er soll das farbenprächtigste Säugetier sein, das es gibt, da sein Gesicht und sein Gesäß rot-blau gefärbt sind. Der Affe lebt in einer Horde mit 20 bis 30 Mitgliedern. Er wiegt ungefähr 30 Kilo und seine Eckzähne sind fast so groß wie die eines Löwen! Mandrill-Männchen gelten als sehr gefährlich. Die Art ist vom Aussterben bedroht. Der Grund ist das Abholzen der Wälder – ihres Lebensraums. Derzeit leben nur noch höchstens 1500 der farbenfrohen Affen in Freiheit .

Hätten Sie es gewusst? So alt werden Tiere

Ameisen werden bis zu sieben Jahre alt. © dpa
Bären werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Eintagsfliegen werden nur einen Tag alt. © dpa
Elefanten werden bis zu 85 Jahre alt. © dpa
Enten werden bis zu 22 Jahre alt. © dpa
Füchse werden bis zu 15 Jahre alt © dpa
Hirsche werden bis zu 35 Jahre alt. © dpa
Hunde werden bis zu 15 Jahre alt. © dpa
Kakadus werden bis zu 100 Jahre alt © dpa
Kanarienvögel werden bis zu 22 Jahre alt. © dpa
Karpfen werden bis zu 120 Jahre alt. © dpa
Katzen werden bis zu 15 Jahre alt © dpa
Kröten werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Krokodile werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Löwen werden bis zu 35 Jahre alt © dpa
Maikäfer werden bis zu sechs Wochen alt. © dpa
Mäuse werden bis zu drei Jahre alt. © dpa
Nashörner werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Pferde werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Regenwürmer werden bis zu zehn Jahre alt. © dpa
Riesenschildkröten werden bis zu 180 Jahre alt. © dpa
Schimpansen werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Manche Schmetterlinge werden nur einen Tag alt. © dpa
Steinadler werden bis zu 100 Jahre alt. © dpa
Uhus werden bis zu 70 Jahre alt. © dpa
Wale werden bis zu 120 Jahre alt. © dpa
Wespen werden bis zu einem Jahr alt. © dpa
Wildgänse werden bis zu 80 Jahre alt. © dpa

Rubriklistenbild: © SF/colourbox

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