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Aiwanger will Weihnachten wie „immer“ feiern und warnt vor „Corona-Hetzern“

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Von: Thomas Eldersch

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Bayerns Vize Hubert Aiwanger sieht zuversichtlich auf die Wintersaison.
Bayerns Vize Hubert Aiwanger blickt zuversichtlich auf die Wintersaison. © Stefan Puchner/dpa

Hubert Aiwanger freut sich auf eine gute Wintersaison für die bayerische Tourismusbranche. Corona spielt für ihn nur noch eine untergeordnete Rolle.

München – Das Verhältnis zwischen Corona und Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) war schon immer speziell. Als letzter aus dem bayerischen Kabinett und nach vielen Diskussionen und Spitzen seines Chefs, Markus Söder, hatte sich der FW-Chef gegen das Virus impfen lassen. Und während Söder noch den Hardliner gegeben hat, als es um Corona-Schutzmaßnahmen ging, ergriff der bayerische Wirtschaftsminister immer Partei für Industrie und Handel. Jetzt freut sich der Niederbayer auf das erste Weihnachtsfest ohne Restriktionen.

Aiwanger hofft auf starke Wintersaison und stänkert gegen „Corona-Hetzter“

Steigende Preise und ungewisse Zukunftsaussichten veranlassen viele Bürger dazu, den Gürtel enger zu schnallen. Geld für einen ausgiebigen Winterurlaub ist da wohl nur bei wenigen drin. Anders sieht es Aiwanger. Er verriet am Montag der dpa: „Auch wenn viele Haushalte sparen müssen, stehen Urlaub und Freizeit ganz oben auf der Wunschliste.“ Auch die guten Werte des Sommers stimmen den Wirtschaftsminister zuversichtlich. Die Sommersaison sei sehr gut für den Tourismus verlaufen, sagte Aiwanger. Von Juni bis August sei mit 33,5 Millionen Übernachtungen das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 wieder erreicht worden. Besonders freue ihn dabei, dass der Städtetourismus, der wegen Corona zum Erliegen gekommen sei, wieder anziehe.

Auf ein normales Weihnachtsfest freut sich Bayerns Vize ebenfalls. Er sprach sich entschieden gegen neuerliche Corona-Einschränkungen aus. „Wir wollen dieses Jahr Weihnachten feiern, wie wir das immer getan haben. Das ist wichtig für die Volksseele. Und dazu gehören auch Weihnachtsfeiern und der Besuch von Weihnachtsmärkten.“ Auch Seilbahnen dürften nicht geschlossen werden. Die „Corona-Hetzer“ würden wieder „Stimmung machen“, sagte Aiwanger über die Befürworter von Pandemie-Maßnahmen. Hier müsse man die Tourismus-Branche verteidigen.

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Video: Das ist Hubert Aiwanger

Klimadiskussion prallt an Aiwanger einfach ab

Neben Corona ist ein vorherrschendes Thema im Augenblick die Umwelt- und Klimakrise. In Anbetracht der milden Temperaturen derzeit in Bayern und der absehbaren Kunstbeschneiung der Hänge, ein weiterer Schatten, der auf die Wintersaison fällt. Künstliche Schneeproduktion verschlingt viel Strom und erzeugt klimaschädliche Treibhausgase. Aiwanger dazu: Hier dürfe man gar keine Grundsatzdebatte aufkommen lassen. Ohne Beschneiung würden die Menschen ins Ausland fahren, was am Ende für mehr CO₂-Ausstoß sorge.

Auch Vertreter der Tourismusbranche zeigten sich am Montag optimistisch für die Wintersaison. Als größte Problembereiche nannten sie Energieversorgung und Preise sowie Personalmangel. (tel mit dpa)

Aiwanger zeigte sich auch jüngst auf Twitter wieder streitlustig. Weil sich ein Nutzer über ein Bild von ihm lustig gemacht hatte, schoss der Landesvize zurück.

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