Passanten entdeckten persönliche Gegenstände

Mann (30) aus Bayern seit Monaten spurlos verschwunden: Ermittler hoffen auf Hinweise durch ZDF-Zuschauer

„Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne im ZDF-Studio
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„Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne im ZDF-Studio. Am Mittwoch wird der Fall „Constantin Popa“ in der Sendung behandelt.

Ein 30-Jähriger verschwindet plötzlich. Dann finden Passanten seinen Rucksack in der Nähe eines Flusses. „Aktenzeichen XY... ungelöst“ berichtet am Mittwoch über den mysteriösen Fall.

  • Seit Ende Januar ist ein Mann aus dem Landkreis Günzburg (Schwaben) spurlos verschwunden.
  • Die Ermittler gehen mittlerweile von einem Gewaltverbrechen aus.
  • Über die Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ hofft man auf neue Hinweise in dem mysteriösen Fall.

Günzburg/Neu-Ulm - Seit dem 31. Januar 2020 fehlt von Constantin Popa jede Spur. Der 30-Jährige aus Kötz (Landkreis Günzburg) verschwand an jenem Tag. Die ermittelnde Kriminalpolizei Neu-Ulm steht seither vor einem Rätsel. Eine Woche nach dem Verschwinden fanden Passanten persönliche Gegenstände des gebürtigen Rumänen in der Nähe des Flusses Günz gefunden. Popas Rucksack hing in einem Gebüsch, darin befinden sich unter anderem Handy und Bargeld. Die Polizei schließt seitdem ein Gewaltverbrechen nicht aus. Über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ erhoffen sich die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung. Der Fall wird in der Sendung am Mittwoch, 14. Oktober, ab 20.15 Uhr ausgestrahlt. Für Hinweise, die zu Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.

Vermisster aus Schwaben: Der Fall Constantin Popa im Detail

Der vermisste Constanin Popa hatte am Donnerstagmorgen im Januar seine Wohnung in Kötz verlassen, um zu seiner Arbeit nach Günzburg zu fahren. Dort war er aber nicht angekommen, wie die Polizei Schwaben in einem Bericht vom 7. Februar erläutert. Nachdem eine Woche nach Verschwinden persönliche Gegenstände des Vermissten in der Nähe des Flusses Günz gefunden wurden, kam es am Donnerstag, 6. Februar, zu einem größeren Sucheinsatz.

Die Feuerwehren Günzburg, Ichenhausen, Großkötz und Kleinkötz waren laut Polizei mit 76 Mann im Einsatz. Zusätzlich waren noch die Einsatzkräfte der umliegenden Wasserwachten, Johanniter, des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), vier Flächensuchhunde vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) sowie zwei Personenspürhunde an der Suche beteiligt. Am Morgen danach wurde die Suche mit einem Polizeihubschrauber und einem Boot der Feuerwehr Günzburg fortgesetzt.

Mann (30) aus Schwaben spurlos verschwunden: Ermittler können Gewaltverbrechen nicht ausschließen

Laut den Ermittlungen habe der vermisste Popa Geld verliehen und deshalb einen Kollegen um Rate gebeten. In einer Pressemeldung vom 11. März teilt die Polizei Schwaben mit, dass nach den neuesten Erkenntnissen ein Gewaltverbrechen nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Deshalb wurde der Fall an die Kripo Neu-Ulm weitergereicht sowie eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Ein Foto des 30-Jährigen sowie ein Foto des gefundenen Rucksacks wurden dazu veröffentlicht.

Der Vermisste hat dunkle, kurze Haare und eine schlanke Figur. Bei seinem Verschwinden trug er vermutlich eine dunkle Jacke und den auffälligen, gelben Rucksack, der schon gefunden wurde. Die Polizei richtet sich mit Fragen an die Bevölkerung: Wer hat am 31. Januar oder am 1. Februar im Bereich Kötz verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer hat Constantin Popa nach seinem Verschwinden noch einmal gesehen? Wer kann sonstige Angaben zur Fallaufklärung machen? Die Kripo Neu-Ulm nimmt Hinweise unter der Telefonnummer (0731) 8 01 30 entgegen. Außerdem können weitere Hinweise in der Sendung Aktenzeichen XY am Mittwoch, 14. Oktober, eingereicht werden.

In Niederbayern hat die Kriminalpolizei Passau mit einem tragischen Fall zu tun. Ein Ehepaar wurde in der Nähe von Eggenfelden tot aufgefunden.

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