„Mangelnde Standfestigkeit“

Er steht wieder: Mächtige Holzfigur mit eindeutigem Motiv von Freiwilligen aufgerichtet - Kuh rieb sich daran

Eine ungewöhnliche Holzskulptur auf einem Bergrücken in den Allgäuer Alpen wurde von Unbekannten umgeworfen. Nun stellten Helfer das „Kulturdenkmal“ wieder auf.

  • Vor rund vier Jahren wurde eine etwas andere Holzfigur auf dem Berg Grünten (1738) aufgestellt.
  • Zuletzt wurde die berühmte Skulptur jedoch umgeworfen - im Netz erklärten sich Helfer zum Aufstellen bereit.
  • Die „mangelnde Standfestigkeit“ ist laut Gemeinde kein Anlass, die Figur zu entfernen.

Rettenberg - Seit rund vier Jahren ziert den 1738 Meter hohen Grünten - ein Bergrücken in den Allgäuer Alpen - eine Holzfigur in Form eines männlichen Geschlechtsteils. Aus unbekannten Gründen wurde die Skulptur zu Fall gebracht. Daraufhin hatten sich in den sozialen Netzwerken viele Nutzer bereit erklärt, beim Aufstellen zu helfen - mit Erfolg. Das über zwei Meter hohe Monstrum steht wieder.

Er steht wieder: Ungewöhnliche Holzfigur im Oberallgäu umgeworfen - „vermutlich haben sich Kühe dran gerieben“

In der Vergangenheit bewies der Holzpenis nicht sonderlich viel Standhaftigkeit. „Es kam schon öfter vor, dass er umgefallen ist“, zitiert die Deutsche Presseagentur (dpa) den ehemaligen Wirt der Grüntenhütte, Norbert Zeberle. Er vermutet, dass sich diesmal Kühe daran gerieben hätten und die Figur somit zu Fall gebracht hätten.

Wie die Skulptur auf den Berg kam, weiß Zeberle nicht genau. „Die stand am 1. Mai auf einmal da“, sagt er. Junge Leute aus Rettenberg (Kreis Oberallgäu)hätten den Holzpenis offenbar mit einem Schlitten auf den Berg gezogen. „Wir waren überrascht, haben ihn aber gleich als unseren Maibaum vermarktet.“ Beschwerden über das Phallussymbol hätte es nur von einigen wenigen Wanderern gegeben.

„Kulturdenkmal“ im Oberallgäu steht wieder: Gemeinde sieht die Skulptur entspannt

Auch die Gemeinde Rettenberg sieht das auf Google Maps deklarierte „Kulturdenkmal“ ebenfalls entspannt: So befinde sich die Skulptur weder auf Privatgrund, noch sei sie direkt am Wanderweg, betont Bürgermeister Nikolaus Weißinger
(CSU) laut dpa. Durch die mangelnde „Standfestigkeit“ des Holzpenis sei bisher auch niemand zu Schaden gekommen. Also gebe es für die Gemeinde auch keinen Anlass, etwas zu unternehmen.

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