Martha Zipser feiert mit knackigen Männern

Seniorin bekommt Stripper zum 100. Geburtstag

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Happy Birthday: Martha Zipser feierte ihren 100. Geburtstag mit dem Auftritt eines Stripper-Trios.

Neustadt - Am Wochenende durfte Martha Zipser im AWO-Seniorenzentrum in Neustadt ihren 100. Geburtstag feiern – und die "Wild Boys" traten auf: drei knackige Männer, die am Ende ihrer Show alle Hüllen fallen ließen.

Wahrscheinlich haben es viele bloß für einen Spaß gehalten, denn Martha Zipser ist für ihren Humor bekannt. „Wenn ich hundert Jahre alt werde, möchte ich zum Geburtstag Stripper haben!“, hatte sie vor einem Jahr bei ihrem 99. Wiegenfest gesagt. Und dabei verschmitzt gegrinst. Am vergangenen Samstag durfte die betagte Dame im AWO-Seniorenzentrum in Neustadt bei Coburg ihren runden Geburtstag feiern – und die „Wild Boys“ aus Nürnberg traten auf: drei knackige Männer, die am Ende ihrer Show alle Hüllen fallen ließen.

Die "Wild Boys" lieferten eine heiße Show.

„Das war sehr gut gemacht, ein ästhetisch gutes Ding“, sagt Heimleiterin Margit Welscher zur tz. Sie war dem Wunsch von Martha Zipser gegenüber aufgeschlossen und hat gemeinsam mit deren gesetzlichem Betreuer Hermann Götz das Trio über eine Agentur gebucht. Eingeladen hat dann das Geburtstagskind, das seit 2006 in dem Heim lebt. Der Auftritt der drei durchtrainierten Männer sei gut angekommen, sagt Margit Welscher, „alle, die dort waren, waren restlos begeistert“. Nach der Feier habe es nur positive Kommentare gegeben. Nur ganz wenige der Bewohnerinnen hätten sich skeptisch geäußert, und zum Zuschauen sei ja auch niemand gezwungen worden.

Der Speisesaal, in dem die Wild Boys auftraten, war voll, es hätte niemand mehr reingepasst. Mittendrin saß die Jubilarin stolz wie eine Königin auf ihrem Ehrenplatz und genoss den Auftritt sichtlich. Anthony, einer der drei Nürnberger Stripper, meinte hinterher, dass die alte Dame „unglaublich gut drauf“ gewesen sei, zu enger Körperkontakt sei aber nicht erwünscht gewesen.

Dass Martha Zipser alle Bewohnerinnen des Heimes und dessen Mitarbeiter mit diesem ungewöhnlichen Auftritt beschenkte, passt zu ihr. Bekannte erzählen, dass sie schon immer sehr sozial eingestellt gewesen sei und bis zu ihrem Umzug ins Heim ehrenamtlich tätig war. Sie stammt aus Asch im Sudetenland, kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Franken und hatte dann in Coburg ein offenes Haus, dessen Tür jedem offen stand und in dem viele Hungrige satt wurden.

Nach dem Auftritt der Wild Boys beruhigte übrigens der Neustadter Shanty-Chor die möglicherweise erhitzten Gemüter und gratulierte Martha Zipser mit maritimen Weisen.

vp/manja

 

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