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Eisregen-Chaos in Bayern: Massen-Karambolage auf Autobahn

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Von: Florian Naumann

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Unfall
Der Schriftzug „Unfall“ leuchtet zwischen zwei Blaulichtern auf dem Dach eines Polizeiwagens. (Symbolbild) © Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Eisregen hat am Abend vor dem 24. Dezember Teile Bayerns heimgesucht - auf der A6 gab es eine Massenkarambolage. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.

Update vom 24. Dezember, 7.30 Uhr: Neun Autounfälle haben sich auf der Autobahn 6 bei Amberg in der Oberpfalz wegen Straßenglätte ereignet. Auf einem Abschnitt von etwa einem Kilometer waren insgesamt 20 Autos in die Unfälle verwickelt, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagabend laut dpa sagte. Dabei wurden sechs Menschen leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Weitere Informationen zu den einzelnen Unfällen wurden am Abend nicht bekannt. Die A6 wurde nach zwischenzeitlicher Sperrung wieder in beide Richtungen freigegeben.

Auch auf der A93 zwischen Wiesau und Mitterteich krachten zwölf Fahrzeuge bei zwei Unfällen ineinander. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht. In Regensburg ist ein Linienbus in geparkte Autos gefahren. Drei Fahrgäste kamen leicht verletzt in Krankenhäuser, neun geparkte Fahrzeuge wurden beschädigt.

Amberg/Oberpfalz: Massenkarambolage bei Eisregen auf der A6

Erstmeldung vom 23. Dezember: Amberg/Regensburg - Bereits am Donnerstagnachmittag hatte der Deutsche Wetterdienst vor Glätte in Bayern gewarnt - die Mahnung an alle Autofahrer sollte sich Stunden später bewahrheiten: An mehreren Stellen im Freistaat kam es zu glättebedingten Unfällen. Besonders heftig betroffen war die A6 bei Amberg in der Oberpfalz.

Dort hat sich am Donnerstagabend eine Massenkarambolage ereignet, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz auf Anfrage von Merkur.de bestätigte. Es seien rund 50 Autos involviert gewesen, zudem gebe es mehrere Verletzte. Unfallursache waren offenbar die Witterungsverhältnisse: Rund um Amberg sei Eisregen niedergegangen, hieß es vonseiten der Polizei. Mehr als 60 Glätteunfälle in der gesamten Oberpfalz seien registriert worden.

Der ADAC meldete eine Sperrung der A6 zwischen den Anschlussstellen Amberg-Süd und Amberg-Ost in beiden Richtungen. Bis mindestens 0 Uhr werde das Autobahnteilstück unpassierbar bleiben.

Bayern von Glätte betroffen: Glatteis an Heiligabend in Oberbayern und Oberpfalz

Eher harmlos mutet dagegen ein weiterer Unfall in der Oberpfalz an: In Regensburg hat ein Busfahrer auf spiegelglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und mehrere geparkte Autos touchiert, wie unter anderem die Mittelbayerische Zeitung berichtete. Die Regensburger Polizei war dem Blatt zufolge am Abend vor dem 24. Dezember aufgrund der Glätte im Dauereinsatz.

Probleme gab es freilich auch in anderen Landesteilen: In Schleswig-Holstein registrierte die Polizei bis zum frühen Abend 150 Unfälle - aufgrund von anhaltenden Schneefällen. In Bayern wird es über die Weihnachtstage wohl keinen Schnee geben.

Anlass für Entwarnung ist das für Autofahrer gleichwohl nicht. Für einige Teile des Freistaats warnt der DWD über die Nacht hinaus vor Glätte. So könnte es in der östlichen Oberpfalz noch bis in den Vormittag des Heiligabends hinein Glatteis geben. Die Meteorologen rechnen dort mit gefrierendem Regen oder Sprühregen. Gleiches gilt für den Nordosten Oberbayerns: In Teilen der Landkreise Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Altötting und Erding ist ebenfalls „Eisansatz auf Fahrbahnen, Gehwegen sowie an Gegenständen“ zu erwarten, wie es hieß. (fn)

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