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„Auf gefährliche Drogen-Vorhaben verzichten“: Bayern gegen Ampel-Pläne zur Cannabis-Legalisierung

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Von: Katarina Amtmann

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Markus Söder (l, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern.
Markus Söder (li., CSU) und Klaus Holetschek (CSU). Bayern ist gegen Ampel-Pläne zur Legalisierung von Cannabis (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

Legalisiert eine mögliche Ampel-Koalition Cannabis in Deutschland? Bayern ist gegen dieses Vorhaben. CSU-Minister Holetschek erklärt, warum.

München - Bayern lehnt alle Pläne zur Legalisierung von Cannnabis ab. „Bei den Berliner Koalitionsverhandlungen sollte endlich auf die Warnungen von Experten gehört und auf gefährliche Drogen-Vorhaben verzichtet werden.“ Das sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU*) der Deutschen Presse-Agentur in München. Das Wort „Entkriminalisierung“ möge zwar positiv klingen, es müsse aber verhindert werden, dass noch mehr Menschen Cannabis konsumierten.

Ampel-Pläne zu Cannabis-Legalisierung: Bayern lehnt Vorhaben ab - CSU-Minister warnt

Der CSU-Politiker forderte die Spitzen von SPD*, FDP* und Grünen* auf, Pläne für eine Legalisierung von Cannabis fallen zu lassen. „Der Genuss von Cannabis darf nicht verharmlost werden. Zu den Risiken zählen neben der Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung negative Auswirkungen auf das Gedächtnis sowie auf Lern- und Denkleistungen“, so Holetschek. Auch das Risiko für die Entwicklung einer psychotischen Erkrankung sowie weiterer psychiatrischer Erkrankungen sei erhöht.

Eine Legalisierung von Cannabis ist bei den Parteien umstritten. Im Sondierungspapier einer möglichen Koalition aus SPD, Grünen und FDP gab es dazu keine Angaben. FDP und Grüne sind für einen „Verkauf in lizenzierten Fachgeschäften“. Die SPD hingegen befürwortet eine „regulierte Abgabe“ an Erwachsene zunächst in Modellprojekten, die von Präventions- und Beratungsangeboten begleitet werden.

Wissing: Legalisierung von Cannabis „sorgfältig angehen“

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Legalisiert die Ampel Cannabis? Professor warnt eindringlich

Rainer Thomasius, Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters, warnte eindringlich vor einer Legalisierung. Dieser Schritt würde psychische Störungen und gesundheitliche Probleme vor allem bei Jugendlichen verschärfen, sagte der Hamburger Professor der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Länder wie die USA, Kanada und Portugal, die Cannabis legalisiert haben, zeigen, dass der Konsum im Zusammenhang mit der Legalisierung um etwa 30 Prozent steigt und die damit verbundenen psychischen Störungen um etwa 25 Prozent höher liegen als in Staaten ohne Legalisierung.“ (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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