Sturm, Schnee und Glätte in Bayern

Wetterdienst warnt vor extremem Unwetter im Alpenvorland

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Rote Flächen: Unwetterwarnung. Orange Flächen: Warnung vor markantem Wetter.

München - Oberbayern erlebt am Mittwoch und Donnerstag äußerst ungemütliches Wetter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Schnee, Sturm und Glätte. In Garmisch stehen einige Seilbahnen still.

  • Für Teile Bayerns hat der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch eine amtliche (Un)Wetterwarnung herausgegeben.
  • Es muss mit starkem Schneefall und teils orkanartigen Böen gerechnet werden.
  • Es kam zu Störungen im Bahnverkehr, Wertstoffhöfe wurden in München kurzzeitig geschlossen, Seilbahnen in Garmisch fuhren nicht.
  • Auf Bayerns Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen.
  • Den News-Ticker für Donnerstag, 5. Januar 2016, finden Sie hier.

+++ AKTUALISIEREN+++

Update vom 21. Februar 2017: Kalt und greislig? Oder sonnig und warm? Wir haben bereits zusammengefasst, wie das Wetter an Fasching 2017 in Bayern wird.

+++ 22.00 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat für das Alpenvorland in der Nacht zum Donnerstag vor extremen Unwetter gewarnt. Auch im Osten Bayerns kann es zu „markantem“ Wetter kommen.

+++ 18.11 Uhr: Im Landkreis Erding ist es vor allem aufgrund von Schneewehen zu zahlreichen Unfällen gekommen: Auf der Flughafentangente krachte es und der starke Wind wurde einem Anhängergespann zum Verhängnis.

+++ 17.40 Uhr: Wie der Lawinenwarndienst Bayern mitteilt, ist bis Freitag mit einer Verschärfung der Lawinenlage zu rechnen. Es soll weiter schneien und so können Lawinen schon bei geringer Belastung, etwa durch einen einzelnen Skifahrer, ausgelöst werden.

+++ 17.25 Uhr: Zum Glück haben die Schüler noch Ferien: An der St.-Martin-Grundschule in München hat sich der historischer Giebel so weit gelöst, dass er abzustürzen drohte.

+++ 16.43 Uhr: In der Nähe von Matzing (Landkreis Traunstein) kam ein 25-Jähriger von der Straße ab. Auf schneeglatter Fahrbahn wurde sein Ford von einer Windböe erfasst. Er krachte gegen ein Bushäuschen. Daraufhin schepperte es nochmal: Im Stau, der sich nach dem Unfall bildete, rutschte ein Audi in ein wartendes Auto.

Zwei Verletzte nach Glätte-Unfällen auf der B 304

+++ 16.26 Uhr: Die Vierschanzentournee in Innsbruck verlief wegen der widrigen Wetterbedingungen chaotisch. Zur Halbzeit musste das Springen abgebrochen werden. Gewonnen hat der Norweger Daniel Tande.

+++ 16.14 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor Sturmböen in Bayern. In den Alpen kann es mitunter zu starken Schneeverwehungen kommen. Am Abend sind vereinzelte Gewitter mit Sturmböen und Graupel nicht ausgeschlossen. Die Sturmböen lassen auch in der Nacht nicht nach. In Staulagen sind bis zu 20 Zentimeter Neuschnee möglich.  

+++ 15.45 Uhr: Eine 68-Jährige ist nach einem Unfall im Landkreis Weilheim gestorben. Die Frau aus Huglfing prallte in einer Linkskurve mit ihrem Auto auf schneeglatter Straße gegen einen Baum. Das berichtet das Weilheimer Tagblatt.

+++ 15.30 Uhr: Wintersportler freuen sich über den Wintereinbruch. Langläufer in Freising müssen allerdings enttäuscht werden. Der pulvrige Schnee wird nicht für eine Loipe reichen, erklärt Diplom-Meteorologin Lisa Brunnbauer vom deutschen Wetterdienst in Weihenstephan im Interview mit dem Freisinger Tagblatt.

+++ 15.18 Uhr: Falls es mit Tief „Axel“ zu ungemütlich wird: Die Stadt München hätte da einen Tipp ...

+++ 15.09 Uhr: Auch im Kreis Fürstenfeldbruck kam es zu einigen Unfällen. Unter anderem erfasste eine Böe einen Linienbus und drückte ihn auf eisglatter Straße in den Straßengraben. Der Bus kippte in die Böschung. Der Linienbus war bis auf den Fahrer unbesetzt.

+++ 14.57 Uhr: Eine LKW-Fahrerin wurde auf der Bundesstraße zwischen Holzkirchen und Tegernsee von einer Windböe überrascht. Sie geriet in den Gegenverkehr und wurde leicht verletzt.

Bilder

+++ 14.51 Uhr: Bei einem Unfall auf der Flughafentangente Ost wurde eine Frau am Mittwochvormittag schwer verletzt, berichtet der Erdinger Anzeiger. Ihr Auto geriet auf schneebedeckter Straße ins Schleudern und stieß mit einem Lastwagen zusammen.

+++ 14.36 Uhr: Wegen starker Windböen am Brauneck kann es auch bei der Kabinenbahn in Lenggries zu Betriebseinschränkungen kommen. Sie ist trotzdem bis 16.30 Uhr in Betrieb.

+++ 14.13 Uhr: Die Vierschanzentournee ist unter wechselnden Bedingungen angelaufen.

+++ 13.55 Uhr: Gleich beginnt die Vierschanzentournee. Am Bergisel weht reichlich Wind, heißt es via Twitter. Die Veranstalter hoffen trotzdem auf einen sturzfreien Wettbewerb.

+++ 13.10 Uhr: Zu dem Schnee, dem Sturm und der Glätte soll es in den nächsten Tagen auch noch richtig zapfig in Bayern werden. Bis auf -20 Grad kann hier das Thermometer in der Nacht auf Samstag fallen.

+++ 13.02 Uhr: Wie verhält man sich als Fußgänger bei Glatteis richtig? Gegenüber der AFP raten Unfallchirurgen: Watscheln Sie wie ein Pinguin! Durch äußerst langsame und kleine Schritte lassen sich Stürze verhindern. Wer watschelt wie ein Pinguin, verlagert den Körperschwerpunkt auf das vordere, auftretende Bein. Mit ganzer Sohle solle aufgesetzt werden, der Fuß zeigt leicht nach außen. Wer den Körper leicht nach vorne beugt, hat außerdem mehr Stabilität.

+++ 12.38 Uhr: Gute Nachrichten von der Vierschanzentournee: Der Probedurchgang in Innsbruck läuft.

+++ 12.32 Uhr: Wenn es schneit und glatt ist, sollte man sich auf gar keinen Fall mit Sommerreifen auf die Straßen trauen. Mal ganz davon abgesehen, dass bei winterlichen Bedingungen sowieso Winterreifen-Pflicht herrscht. Doch das hat eine 52-Jährige aus dem östlichen Landkreis München offenbar ignoriert - mit schweren Folgen. Am Mittwochmorgen war sie mit ihrem mit Sommerreifen bestückten Peugeot zwischen Haar und Putzbrunn ins Schleudern geraten und von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen überschlug sich mehrfach. Doch die Fahrerin hatte Glück im Unglück: Sie trug leichte Blessuren davon. An ihrem Auto allerdings entstand Totalschaden. Welche Strafen drohen, wenn Sie im Winter mit Sommerreifen unterwegs sind, erfahren Sie in der Fotostrecke unten.

Eis und Schnee: Dieses Bußgeld droht Autofahrern

+++ 12.24 Uhr: In einigen Regionen Bayerns bereitet sich die Polizei laut Nachrichtenagentur dpa darauf vor, dass es im Laufe des Mittwochs noch zu mehr Unfällen kommen kann.

+++ 12.22 Uhr: Auch die Oberpfalz wurde nicht verschont - hier kam es zu mindestens 22 witterungsbedingten Verkehrsunfällen. Eine Frau wurde schwer, drei weitere Menschen leicht verletzt.

Mehrere Seilbahnen in Garmisch-Partenkirchen stehen still

+++ 12.16 Uhr: Im Landkreis Garmisch fahren heute mehrere Seilbahnen wegen des starken Windes nicht - unter anderem die Seilbahn auf die Zugspitze. Auf der Seite der Bayerischen Zugspitzbahn finden Sie auf einer Übersicht, welche Anlagen am Mittwoch in Betrieb sind und welche nicht.

+++ 12.10 Uhr: Die Glatten Straßen haben schon mehrere Unfälle gefordert. Im Osten des Landkreises Erding landete am Mittwoch eine Frau mit ihrem Fiat im Graben, genauso erging es dem Fahrer eines Mercedes-Sprinters, der bei Loiting die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte. Zum Glück blieb es laut Erdinger Anzeiger in beiden Fällen bei Sachschäden.

+++ 12.00 Uhr: Auch der TSV 1860 bekommt offenbar die Witterungsverhältnisse zu spüren. Eigentlich wollte der Flieger in Richtung Trainingslager in Portugal schon längst in München abheben, doch der Start der Maschine wurde auf 12.55 Uhr verschoben. 

+++ 11.37 Uhr: Fällt wegen des ungemütlichen Wetters heute auch das Vierschanzentournee-Springen in Innsbruck aus? Momentan sieht es noch gut und trocken aus - dennoch hält die Seite der Vierschanzentournee ihre Fans via Twitter über alle Entwicklungen auf dem Laufenden:

+++ 10.34 Uhr: Der Lawinenwarndienst hat auf die Schneefälle der letzten Tage reagiert und mit seinen täglichen Lageberichten begonnen. In den bayerischen Alpen herrscht momentan oberhalb der Waldgrenze mäßige Lawinengefahr (Stufe zwei von fünf). In einem im Netz veröffentlichen Bericht heißt es: „Die Anzahl und Größe der Gefahrenstellen nimmt im Laufe des Tages zu.“

Mehrere Wertstoffhöfe in München geschlossen

+++ 10.19 Uhr: Auch was die Müllentsorgung betrifft, hat der Sturm Auswirkungen. So sind in München derzeit mehrere Wertstoffhöfe geschlossen, wie der Abfallwirtschaftsbetrieb München mitteilte. Es betrifft die Wertstoffhöfe Mühlangerstraße, Mauerseglerstraße und Truderinger Straße.

+++ 9.49 Uhr: Nahe des Skigebiets Sudelfeld ist es am Dienstagabend zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein Auto hatte sich im Gemeindegebiet Oberaudorf überschlagen und war in ein Bachbett gestürzt. Dabei verloren zwei junge Männer (20 und 21) ihr Leben. Unklar ist, ob die Witterungsbedingungen oder eventuell Driftübungen mit dem Auto zum Unglück führten.

+++ 9.32 Uhr: Wegen des Sturmtiefs „Axel“ ist es am Mittwochmorgen im Norden Bayerns zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr gekommen. Bäume waren auf Gleise gestürzt, in Schwarzenbach konnte ein Regionalzug laut der Nachrichtenagentur AFP nicht mehr rechtzeitig reagieren und rammte einen Baum. Zum Glück wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. 

+++ 9.00 Uhr: In der Nacht zum Mittwoch sind wegen Schnee und Sturm zahlreiche Verkehrsunfälle passiert. Besonders betroffen waren Autofahrer in Ostbayern. In Oberfranken krachte es laut Polizei rund 30 Mal. Auf der B4 nahe Coburg stellte sich ein Sattelzug quer, der Verkehr wurde behindert. Auch auf der A3 kam ein Laster ins Rutschen - er musste geborgen werden.

Amtliche Unwetterwarnung: Besonders am Alpenrand wird es richtig heftig

Gerade erst ist der Winter in Bayern eingekehrt, da schlägt das Wetter weiter mit voller Wucht zu - und wer am Mittwochmorgen vor die Tür ging, wusste auch gleich, warum: In großen Teilen Bayerns fegen teils schwere Sturmböen über das Land. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat deshalb für Mittwoch, 4. Januar, bis Donnerstag, 5. Januar um 5 Uhr, eine amtliche Wetterwarnung für München und die Region heraus gegeben.

In und um die Landeshauptstadt treten laut dem Portal starke Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 80 km/h aus westlicher Richtung auf. Zudem kann es zu leichtem Schneefall kommen, auch Glätte kann zur Gefahr werden. Schon in den frühen Morgenstunden war es zu teils schweren Schneeverwehungen auf den Straßen Oberbayerns gekommen. 

Unwetterwarnung vor starkem Schneefall

Noch heftiger allerdings trifft es die Region am Alpenrand. Hier wurde gar eine Unwetterwarnung vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen herausgegeben, die bis Donnerstag, 7 Uhr, gilt. Oberhalb von 800 Metern soll es hier kräftig schneien (zwischen 15 und 20 Zentimeter). Mancherorts werden sogar 30 Zentimeter Neuschnee erwartet. Und auch hier wüten Sturmböen, die um die 70 km/h erreichen können. Laut dem Portal können in dieser Region Straßen und Schienen unpassierbar sein, Bäume können unter der Last des Neuschnees umfallen.

Blitzeis & Co.: Das ABC der Winterglätte

Oberhalb von 1500 Metern können am Alpenrand sogar schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 85 km/h und 100 km/h auftreten, an manchen Stellen ist gar mit orkanartigen Böen bis 115 km/h zu rechnen. Bei diesen Windgeschwindigkeiten können nicht nur Bäume entwurzelt, sondern auch Dächer beschädigt werden. Besondere Vorsicht vor herabfallenden Ästen oder Dachziegeln ist hier also geboten.

Doch nicht nur Bayern hat am Mittwoch mit Sturm und Schneefall zu kämpfen - in großen Teilen Deutschland zeigt sich das Wetter von seiner markanten Seite. An der Nord- und Ostseeküste ist gar mit einer Sturmflut zu rechnen. Schuld daran ist Tief „Axel“. Wie das Wetter in Ihrer Region wird, erfahren Sie hier.

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