Drama bei der Hausexplosion

Anja (22): Ich flog in meinem Bett in die Luft

Anja S. in ihrem Krankenzimmer: Die junge Frau erlitt bei der gewaltigen Hausexplosion wie durch ein Wunder nur Schürfwunden und Prellungen. Unter den Trümmern hatte sie voller Verzweiflung auf ihre Retter gewartet

Höchstadt an der Aisch - Sie haben Riesenglück gehabt – und stehen dennoch vor den Trümmern ihrer Existenz: Anja S. (22) und ihre Freundin Sabine B. (33) wurden bei der Explosion in einem Höchstadter Wohnhaus in die Tiefe gerissen.

Sie lagen bis Freitag im Krankenhaus. „Man lebt zwar noch, aber alles ist weg“, sagt Altenpflegerin Anja traurig: „Das zieht einem den Boden unter den Füßen weg.“

Es war kurz vor 10 Uhr. Die Freundinnen lagen noch im Bett. Einen Stock unter ihnen entschloss sich gleichzeitig Bernd E. (48) endgültig zum Selbstmord, er hatte schon für lange Zeit eine Elf-Liter-Gasflasche aufgedreht …

Haus eingestürzt - Bilder der Zerstörung

Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © dpa
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © dpa
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © dpa
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann
Ein Mehrfamilienhaus im mittelfränkischen Höchstadt ist am Mittwoch eingestürzt. Ursache war eine Gasexplosion. © 10nach8/Grundmann

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Was dann passierte, schildert Anja S. im Erlanger Uni-Klinikum: „Ich bin durch den Knall aufgewacht, und dann sind wir auch schon runtergefallen. Ich wachte in den Trümmern auf und hörte Hilfeschreie. Ich konnte mich kaum bewegen, hatte Staub im Mund. Das Atmen fiel mir schwer, ich dachte, ich muss ersticken. Ich hatte das Gefühl, dass ich sterbe.“ Die Frauen hatten unterm Dach gewohnt. Bei der Explosion brach der Boden unter ihnen weg, die Frauen rutschten ins Erdgeschoss. Hilflos mussten sie auf ihre Retter warten. Anja: „Ich dachte, das ist ein böser Traum, der vorbei gehen würde. Doch so ist es nicht. Die Bilder verfolgen mich in den Schlaf. Und das wird wohl eine Weile so bleiben.“

Bernd E. (48) starb bei der Explosion, die er wahrscheinlich selbst ausgelöst hatte.

Insgesamt wurden vier Personen aus dem eingestürzten Haus gerettet. Für den Hobbyimker Bernd E. kam jede Hilfe zu spät. Bei Anja S. und Sabine B. galt er als Sonderling.

Als Anja die ersten Bilder von der Hausruine sah, konnte sie ihr Glück nicht fassen: „Es ist ein Wunder, dass wir da lebend raus gekommen sind. Wir hatten wohl einige Schutzengel.“

Die beiden Frauen erlitten lediglich Schürfwunden und Prellungen. Zumindest Anja will nach ihrer Entlassung aus der Klinik unbedingt zum zerstörten Haus zurück: „Ich will da nochmal hin, auch wenn es mir schwerfällt. Ich will wissen, ob von meinen Sachen noch irgendwas da ist.“ Laut Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm muss das Haus abgerissen werden. Für die Ex-Bewohner will die Verwaltung rasch etwas Neues finden. Für Schäden, die nicht von den Versicherungen abgedeckt sind, wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

Quelle: tz

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